Archiv für den Monat Juli 2013

Interview mit Anna Carina Buchegger

Standard

c privatFoto: privat

Hallo Ihr (heutemal-) Kreativen,

es ist wieder höchste Zeit für ein Interview! Dieses Mal habe ich wieder eine Musicaldarstellerin interviewt, die aktuell  im Musical „Natürlich Blond“ in Wien auf der Bühne zu erleben ist. Anna Carina Buchegger spielt aktuell in diesem Engagement die Rolle Gabby/ Stenographer und covert zusätzlich die Rolle der Margot.

Bereits während ihres Studiums an den Performing  Arts Studios Vienna stand Anna unter anderem in Produktionen wie beispielsweise  in „Fame“ , „Women Of The Year“(Ensemble),  „Der Watzmann ruft“ und  „Heart & Music“ auf der Bühne.

Im letzten Studienjahr in Wien übernahm sie außerdem  die Hauptrolle der Mitchie in der deutschsprachigen Uraufführung von Disney´s  „Camp Rock – Das Musical“, welches eine Koproduktion der  Performing  Arts Studios Vienna mit Disney und der Wiener Stadthalle war.

Neben ihrer Tätigkeit als Musicaldarstellerin sammelte Anna außerdem Dreh- Erfahrung in dem  TV-Film „Die Tänzerin“.

Nach der erfolgreichen Beendigung ihres Studiums tourte sie nach ihrem Engagement „Sie spielen unser Lied“ beim Open Air Festival Stockerau  mit der Peter Kraus-Show „Für immer in Jeans“ durch Österreich, die Schweiz und Deutschland und war außerdem in der Hauptrolle Isabella in  im Musical „Ritter Rüdiger“ zu sehen. Nach diesem Engagement spielte sie die Rolle der Mizzi Zimmermann in „Gustav Klimt – Das Musical“ und sammelte danach in der konzertanten Fassung von „Phantom der Oper“ weitere Bühnenerfahrung.  In diesem Musical stand sie als Christines beste Freundin Meg Giry im  Theater Ronacher  in Wien auf der Bühne.

Nun spielt sie aktuell  wie oben bereits erwähnt die  Rolle Gabby/ Stenographer und covert die Rolle der Margot im Musical „Natürlich Blond“ in Wien.

Wenn Ihr nun mehr über Anna Carina Buchegger erfahren wollt, wünsche ich Euch viel Spaß beim Lesen des Interviews.

 

Allgemeines

 

Wie würdest Du dich selbst beschreiben?
offen, verrückt, lustig, ängstlich

 

Was ist für Dich das schönste am Tag?
Jeden Abend in meine eigene Wohnung zu kommen und abzuschalten 🙂

 

Was macht Dich glücklich?
Das ich ganz viele liebe Menschen in meiner Umgebung habe, wie Freunde, Familie und meinen Freund.

 

Ohne was kannst Du nicht mehr leben?
Genau ohne diese Menschen wäre das Leben, denke ich, sehr schwer!

 

Hast Du einen besonderen Tick oder eine Macke die Du mit uns teilen möchtest?
Menschen, die mir seeehr nahe stehen kriegen schon mal sehr launische Momente von mir mit 😉

Und ich fürchte, ich bin Handy- süchtig… viele Freunde könnten das bestätigen 😀

 

Was würdest Du auf eine einsame Insel mitnehmen?
Mein I Phone haha 🙂 uuund natürlich das Ladegerät 😀

 

Was wünscht Du dir für deine Zukunft?
Ich wünsche mir von Herzen, weiterhin in Wien bleiben zu können und wenn die Zeit dazu reif ist, eine Familie 🙂

 

Wenn Du eine Superheldin sein könntest, was wäre dann deine Fähigkeit/en?
Ich würde auf Knopfdruck meinen Kopf ausschalten können und einfach genießen 🙂

 

Deine Lieblingsfarbe ist: hmm… sicher einige… Violett, Magenta, Blau …

Dein Lieblingsauto ist: also den neuen 5er BMW würd ich schon nehmen haha 🙂

Dein Lieblingstier ist: Katze und Hund aber ich mag fast alle 🙂

Deine Lieblingskleidung ist: ein schönes, leichtes Sommerkleid, wenn es warm ist 🙂

Deine Lieblingsmusik ist: einiges… House, RnB, Soul, Rock…

Dein aktuelles Lieblingsbuch ist: ui… ein Italienisch- Vokabel Buch 😀

Dein Lieblingsfilm ist: hm… vielleicht „Wie ein einziger Tag“ oder „Butterfly Effect“ aber auch hier schau ich gern ganz viele verschiedene Dingr, außer Action und Fantasy- das mag icih eher nicht so!

Dein Lieblingstheaterstück (und/oder) Musical ist: Ich finde Gut gegen Nordwind ganz ganz toll… Musicals gibts einige 🙂

 

Schauspiel, Ausbildung, usw .

 

Wieso wolltest Du Musicaldarstellerin werden? Hat Dich bei deinem Berufswunsch eine Person oder etwas anderes inspiriert?

Ich wusste eigentlich schon immer, dass ich in diese Richtung gehen will. Meine Eltern sind sehr begeistert von Musical und mein erstes Stück hatte ich gesehen mit 3 Jahren im Arm von meiner Mutter am Stehplatz… Ich denke, dass das auf jeden Fall ausschlaggebend war!

 

Deine Ausbildung zur Musicaldarstellerin hast Du an den Performing Arts Studios Vienna absolviert. Gibt es etwas, was Du an dieser Schule besonders findest, vielleicht sogar im Vergleich zu anderen Schulen? Wieso hast Du Dich für diese Schule entschieden?

Für mich war dies eigentlich die einzige Schule, die für mich in Frage kam, nicht zuletzt aufgrund ihres Standortes in Wien. Obwohl ich bis zu meiner Aufnahmeprüfung nicht wirklich viel Vorbildung hatte, hatte ich das Gefühl, dass die Lehrer dort einiges in mir gesehen hatten und Vertrauen in mich hatten, und das fand ich großartig. Ich finde nicht, dass man als ausgebildeter Musicaldarsteller kommen muss, um eine Musicalausbildung beginnen(!)zu dürfen. Wenn die Menschenkenntnis stimmt und man selbst sich auch ganz gut einschätzen kann, reicht es, Talent zu sehen… Ich bin der Meinung, in dieser Schule für mich die beste „Rundumausbildung“ bekommen zu haben.

 

Was sind Deine positiven, aber auch negativen Erfahrungen, die Du mit Deiner Ausbildungszeit verbindest?

Musical zu machen verlangt körperlich sehr viel ab… Jeden Tag fit zu sein, ob in der Ausbildung oder im Job danach ist nicht immer leicht… Natürlich ist die Tatsache, dass man sich immer um neue Jobs kümmern muss und immer im „Konkurrenzkampf“steht nicht für jeden etwas. Trotz allem habe ich tolle Menschen kennengelernt, meine Grenzen und ich habe viel gelernt und mir vor allem meinen Traum erfüllt… Ich würde die Ausbildung heute genauso wieder machen.

 

Bereits während Deinem Studium in Wien warst Du im Ensemble von verschiedenen Musical- und Theaterproduktionen. Unter anderem hast Du im Stadttheater Wiener Neustadt die Rolle der Carmen Diaz in „Fame“ performt aber hast beispielsweise auch in „Heart & Music“ und „Women of the year“ im Theater Akzent eine Ensemblerolle übernommen. Würdest Du sagen, dass für Dich – aber auch allgemein für Musical-/Schauspielstudenten von Vorteil ist- bereits während des Studiums in Produktionen mitzuwirken?

Auf jeden Fall… es war eine riesen Erfahrung und sicher ganz wichtig für einen angehenden Darsteller! Trotzdem ist der „normale“ Unterricht, vor allem zu Beginn der Ausbildung sicher sehr sehr wichtig und eine gewisse Basis zu kriegen. Dafür wurde auch in unserer Ausbildung gesorgt.

 

Wie war es für Dich bereits während der Ausbildung neben dem Studium in Musical- und Theaterproduktionen zu arbeiten? War diese Zeit sehr stressig für Dich? Wie würdest Du diese Zeit beschreiben?

Ich habe eigentlich immer nur im Sommer während der Ausbildung gearbeitet. Zumindest in Produktionen, die mit der Schule gar nichts zu tun hatten. Das war sehr spannend, auch sehr wichtig um auch mal zu sehen wie es ist, mit „fremden“ Menschen zu arbeiten. Das ging auch immer gut aus und war nie allzu stressig!

 

In der deutschsprachigen Uraufführung von „Camp Rock“ hast Du die Rolle der Mitchie Torres übernommen. War dieses Engagement ein Besonderes für Dich, gerade weil es eine deutschsprachige Uraufführung war?

Es war natürlich etwas ganz Besonderes für mich. Wir wurden da unglaublich stark promotet.. Hatten zB ein Fotoshooting für die Woman, Auftritte, und und und… Es war ein riesen Ding mit unfassbar vielen Mitwirkenden und es war schon eine Wahnsinnserfahrung.

 

Nicht nur auf der Musicalbühne bist Du zu bewundern sondern darüber hinaus wirktest Du im TV-Film „DIE TÄNZERIN“ unter der Choreographie von Kim Duddy mit. Was ist für Dich der größte Unterschied zum Live-theater? Kannst Du Dir vorstellen in Zukunft öfters vor der Kamera zu stehen?

Also im Bereich Film habe ich nicht viel Erfahrung, es war eine kleine Rolle und bedeutete am Drehtag vor allem langes Warten. Es hat sehr Spaß gemacht und sich im Fernseher zu sehen ist etwas ganz Besonderes und sehr lustig! Für mich ist am Musical einfach das Spannendste, dass es einfach live live live ist! Das macht jede Show zu etwas total Tollem, vor allem, wenn so viel Technik im Spiel ist, wie bei Natürlich Blond! Prinzipiell würde es mich schon seeehr reizen mal in einem Film mitzuspielen.

 

Des Weiteren hast Du auch nicht nur an festen Theater- und Musicalstandorten gespielt, denn Du bist beispielsweise mit der Peter Kraus-Show „Für immer in Jeans“ auf Tour gegangen und hast auch schon ein Engagement bei den Festspielen Schloss Reinsberg übernommen. Da Du bereits diese vielen verschiedenen Formen kennengelernt hast, was würdest Du sagen, was und wie Du am liebsten spielst? (Musicaltheater, Festspiele oder eine Tour)

Für mich war die Tour sehr wichtig, weil ich unbedingt vergleichen wollte und sehen, was für mich das Richtige ist. Ich bin zum Ergebnis gekommen, dass ich sehr glücklich bin in einer Long Run Produktion und zwischendurch (wie zB diesen Sommer wieder) ein bisschen Abwechslung kriege mit Sommertheater wie zB auf Schloss Reinsberg! Aber da ich Wien so liebe und es auch meine Heimat ist, bin ich momentan sehr zufrieden mit meinem Job an den VBW.

 

Welche Charaktereigenschaften und Fähigkeiten sollte für Dich ein/e Musicaldarsteller/in haben?

Ich glaube Selbsteinschätzung ist sehr sehr wichtig für einen Musicaldarsteller.

 

Was ist für Dich das Faszinierendste an Deinem Beruf?

Es ist einfach kein Tag wie der Andere:)

 

Gibt es eine Traumrolle für Dich, die Du gerne einmal spielen möchtest?

Ich würde gern einmal in Spring Awakening spielen, im Bestfall natürlich Wendla 🙂  nur um eine als Beispiel zu nennen 🙂 Und ich würde gerne mit meinem Freund, der auch Darsteller ist, in einem Stück spielen!

 

Was war bisher Deine schönste Rolle?

Ich habe bisher alle Rollen sehr gemocht… Mizzi Zimmermann in Gustav Klimt war eine wundervolle Rolle aber auch Meg Giry in der konzertanten Fassung von Das Phantom der Oper. Da war eine ganz eigene, besondere Stimmung im Raum…

 

Konzertanten Fassung des PHANTOM DER OPER im Ronacher

 

Bis vor kurzem hast Du noch in der konzertanten Fassung des Musicals „Phantom der Oper “ mitgewirkt, was war für Dich das Besondere an diesem Musical?

Es war mein erstes Job an den VBW und dann noch so eine Rolle in diesem Musical! Es war für mich so etwas Besonderes, die kurze, intensive Probenzeit, die Zusammenarbeit mit so unglaublich talentierten und tollen Menschen, das Flair war unglaublich, das riesen Orchester auf der Bühne, Damen im Abendkleid und Männer im Smoking… das war eine wunderschöne Erfahrung. Und ich habe einen ganz besonderen Menschen kennengelernt 🙂

 

Deine Rolle der Meg Giry war eine sehr Anspruchsvolle, aber auch sehr Beliebte. Was mochtest Du besonders an dieser Rolle?

Ich musste mich für die Rolle so gut wie garnicht verstellen. Ein sehr aufgewecktes, neugieriges, junges Mädchen… das passte schon sehr gut, und mit Lisa Antoni zu spielen war sehr schön und auch leicht 🙂

 

Was magst Du an einer konzertanten Version eines Musicals, wie in Deinem Fall „Phantom der Oper“, am liebsten und wo liegen die Herausforderungen?

Wie schon erwähnt war die kurze Probenzeit eine große Herausforderung, vor allem bei dieser Musik 🙂  Ich hatte leider noch nicht das Vergnügen „das Phantom der Oper“ in einer kompletten Inszenierung zu sehen und ich bin überzeugt, dass es mehr als großartig ist! Aber ich fand es auch toll, dass wirklich die Musik, das Orchester im Vordergund stand… Ich denke, es war für alle Mitwirkenden etwas Besonderes.

 

Kam es zu Pannen während der Show, an die Du dich sofort erinnerst und wie sahen diese aus?

Wir spielten „Phantom“ nur 10 Mal, hatten nur 2 Wochen Proben – ich glaube, dass eine sehr hohe Konzentration auf der Bühne stattfand, deshalb muss ich gestehen, dass ich mich nicht wirklich an Pannen erinnern kann. Ein kleines Problem waren definitiv die langen Kleider, die ja wirklich bodenlang waren, also der ein oder andere Stolperer konnte leider nicht verhindert werden- bei mir zumindest nicht ;))

 

Wirst Du etwas an „Phantom der Oper“ vermissen? Falls ja, was ist es?

Ich vermisse auf jeden Fall die Musik.. Teil eines solchen Projekts zu sein ist auf jeden Fall wundervoll. Ich erinnere mich sehr gerne daran!

 

„Legally Blond“/ „Natürlich Blond“

 

c Isabell Schatz Natürlich Blond Ensemble©  Isabell Schatz – Anna Carina Buchegger im „Natürlich Blond“ Ensemble

 

Was ist für Dich das Besondere an „Natürlich Blond“ und an Deinen Rollen Gabby/ Stenographer und Deiner gecoverten Rolle Margot?

Ich liebe meinen Track im Ensemble als Gabby/ Stenographer. Das tolle an einer Ensemblerolle ist, dass ich sie, je nach Tagesverfassung immer ein bisschen anders anlegen kann. Der Charakter der Stenographerin ändert sich alle paar Tage , das ist sehr lustig, weil man selbst das Gefühl hat, dass das total auffallen muss, man aber nicht soo sehr im Fokus steht, dass es die Handlung beeinträchtigt. Ich fühle mich sehr wohl in meiner Rolle und ab und zu Margot zu spielen ist auf jeden Fall eine ganz tolle Abwechslung und macht riesen Spaß!!

 

Kannst Du jetzt schon sagen, was Deine Lieblingsrolle in „Natürlich Blond“ ist?

Meine Lieblingsrolle ist natürlich Kyle haha 🙂 Nein, ich finde jede Rolle speziell in ihrer Art ganz großartig.

 

Wie viele Shows spielst Du in etwa in einer Woche?

Im Normalfall 6 Shows die Woche!

 

In dem Musical wird vieles pink sein. Ist das auch „Deine“ Farbe oder befürchtest Du schon jetzt, dass es Dir irgendwann „zu pink“ sein wird?

Ich mag Pink und hab kein Problem damit 🙂 Lustig ist, dass dieses „Mädchen Ding“ schon ein bisschen ansteckt.. Einige Mädels aus unserem Ensemble sagen, sie haben sich noch nie so oft die Nägel lackiert, wie in diesem Stück 😀 Und auch bei mir merke ich, dass ich mehr Gefallen daran habe 😉

 

Am 21. Februar 2013 war die deutschsprachige Musical-Premiere von „Natürlich Blond“ im Ronacher Theater in Wien. Wie ist es für Dich Mitglied dieser Premierenbesetzung zu sein?

Ich bin stolz auf uns alle und genieße es, Teil davon zu sein!

 

c Isabell Schatz Als Stenographer mit Sidonie Smith als Pilar

©  Isabell Schatz – Anna Carina Buchegger als Stenographer mit Sidonie Smith als Pilar

Auf was hast Du dich bei „Natürlich Blond“ am meisten gefreut?

Auf die Arbeit mit Jerry Mitchell, die Hunde und Teil einer Uraufführung zu sein!

 

Hast Du ein Lieblingslied und/oder eine Lieblingsszene bei „Natürlich Blond“, falls ja- welche?

Mein Lieblingssong ist der Natürlich Blond Remix!

 

Hast Du den Film vorher gekannt? Wenn nein, hast Du ihn zur Vorbereitung geguckt?

Ich kannte den Film, wusste nicht mehr alle Details und habe ihn nicht mehr gesehen… „Vorbereitet“ habe ich mich eher mit der MTV Aufnahme von dem Musical um einen Eindruck von Stück zu gewinnen.

 

Vor „Natürlich Blond“ hast Du ebenfalls mit der konzertanten Fassung des „PHANTOM DER OPER“ im Ronacher in Wien gespielt. Bist Du froh nun erst einmal in Wien zu bleiben und was gefällt Dir dort am meisten?

Alles! Es ist mein Geburtsort, ich finde es wunderschön und ich würde mir wirklich wünschen, hier zu bleiben 🙂

 

Kam es bereits zu Pannen während der Show, an die Du dich sofort erinnerst und wie sahen diese aus?

Auf jeden Fall! In so einer großen Show mit so viel Technik und Sprungseilen (!) 😀 kann natürlich leicht mal etwas passieren… Gott sei Dank sind die meisten Pannen nur für uns bemerkbar!! Ein paar Highlights gab es natürlich.. wenn sich mal eine Perücke in der Jump Rope Nummer selbstständig macht zum Beispiel ist es schon schwer, ernst zu bleiben 🙂

 

c privat backstage als Margot mit Marie Lumpp als ElleFoto: privat

Backstage als Margot mit Marie Lumpp als Elle

Was würdest Du sagen, warum die Leute unbedingt „Natürlich Blond“ sehen müssten und auf was könnten sie sich besonders freuen?

Es ist meiner Meinung nach eine schnelle, bunte, tolle, lustige Show mit 100prozentiger Unterhaltung, tollem Bühnenbild, guter fetziger Musik, schönen Menschen und man sollte sich einfach selbst überzeugen :)))

 

Liebe Anna,

es hat mir sehr  viel Spaß gemacht Deine Antworten zu lesen und mit Dir zusammen zu arbeiten. Für Deine berufliche aber auch private Zukunft wünsche ich Dir alles Gute! Vielen Dank nochmal für die Beantwortung der Fragen und die Zeit, die Du dafür aufgebraucht hast!

Werbeanzeigen

Juli 2013: Shooting mit Musicaldarstellerin Julia Leinweber

Standard

 

Julia Leinweber

Webseite| Facebook: Julia Leinweber – Künstlerseite

 

—————————-

© Alice Paarmann/ heutemalkreativ

[Die Weiterverbreitung der Fotos ist ohne eine Rücksprache und Einwilligung durch heutemalkreativ nicht gestattet. Vielen Dank!]

Interview mit Leoni Kristin Oeffinger

Standard

SONY DSC© Leoni Kristin Oeffinger

Foto: Julia Bornkessel

Hallo Ihr Lieben,

mit dem heutigen Interview möchte ich Euch die Musicaldarstellerin und Synchronsprecherin Leoni Kristin Oeffinger vorstellen! Bis 30.06.2013 konnte man Leoni noch als Teen Queen im Musical „We Will Rock You“ in Essen auf der Bühne bewundern.

Leoni absolvierte parallel zu ihrer Matura/ ihrem Abitur ihre Ausbildung am Performing  Arts Studio Vienna und bildete sich im Bereich Musical auch an der Hamburg School of Entertainment weiter. Des Weiteren nahm sie auch an Musicalworkshops in London, Hamburg, Berlin und  München  teil und absolvierte viele weitere Schauspiel-, Tanz- und Gesangsweiterbildungen.

Neben ihrer Tätigkeit als Musicaldarstellerin arbeitete sie auch als Moderatorin, sammelte Schauspielerfahrung im Bereich Fernsehen wie beispielsweise in „Marienhof“ und übernahm einige Synchronarbeiten. Beispielsweise synchronisierte sie Vanessa Hudgens als Gabriella im „High School Musical“ und Hilary Duff´s Rolle Holly in „The perfect man“.

Zu ihren Engagements als Musicaldarstellerin zählten unter anderem Produktionen wie „Evita“, „Abbamania“, „Schöne und das Biest“, „Der Schuh des Manitu“, „Hairspray“, „Rocking Son“ und „Diva´s Night“.

Um nun weiteres über Leoni zu erfahren kann ich Euch nur empfehlen dieses Interview zu lesen. Ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen!

 

Allgemeines

 

Wie würdest Du dich selbst beschreiben?

Oh da kommt ja gleich die schwierigste Frage zuerst!!! Eigentlich sollten das immer andere sagen, aber hmmmmm… ich bin extrem neugierig und ungeduldig, was eine ziemlich schlechte Kombination ist! Und extrem kitzlig ;o)
Ansonsten würde ich sagen, dass ich, wenn ich mir was in den Kopf setzte, alles dafür tue, dass es sich auch realisiert. Und ich bin eher ein positiver Mensch, dem man die Laune nicht so schnell verderben kann, aber ich bin auch ein Glückskind, da is das nicht so schwer!Ausserdem kann man sich auf mich verlassen.
Äh ansonsten bin ich ein totaler Genussmensch und mit Essen sehr leicht glücklich zu machen !

 

Was ist für Dich das schönste am Tag?

Gut geschlafen zu haben (sehr wichtig !!! ;)), Sonne und der Applaus nach einer Show! Den Rest kann man sich selber leicht erfüllen!

 

Was macht Dich glücklich?

Siehe oben: Essen
Sonne
Das Lachen meiner Freunde

 

Ohne was kannst Du nicht mehr leben?

Ohne Musik und Liebe

 

Hast Du einen besonderen Tick oder eine Macke die Du mit uns teilen möchtest?

Ich bin ein ziemliches Gewohnheitstier, von daher hab ich sicher viele Macken, aber ich will hier ja nicht wie ein Freak wirken.

 

Was würdest Du auf eine einsame Insel mitnehmen?

Sonnencreme, ich bekomme leider sehr schnell Sonnenbrand!

 

Was wünscht Du dir für deine Zukunft?

Es gibt noch so ein paar Shows oder Rollen, die ich gerne machen möchte, ansonsten glücklich zu bleiben und sein!

 

Wenn Du eine Superheldin sein könntest, was wäre dann Deine Fähigkeit/en?

Zu fliegen!!!!Definitiv!

 

Deine Lieblingsfarbe ist: Blau, Türkis

Dein Lieblingsauto ist: Mein Schlumpf!!!! Ist VW Lupo

Dein Lieblingstier ist: Löwe

Deine Lieblingskleidung ist: bequem und sexy

Deine Lieblingsmusik ist: sehr vielfältig!!

Dein aktuelles Lieblingsbuch ist: oh ich les grad viiiiiel zu wenig, nämlich gar nicht, wobei ich eigentlich echt gerne les.

Dein Lieblingsfilm ist: Ich liebe Thriller! Ansonsten schau ich abends eigentlich lieber Serien, die sind nicht so lang! Weil wenn ich bequem aufm Sofa liege, dann schlaf ich abends immer so schnell ein!

Dein Lieblingstheaterstück (und/oder) Musical ist: Oh da gibt es echt viele: Hairspray zum Beispiel macht wahnsinnig Spass zu spielen und We will rock you is einfach nur genial! Man bekommt durch die Musik so eine tolle Energie, dass man immer total euphorisch das Theater verlässt.

 

Schauspiel, Ausbildung, usw .

 

Du hast Germanistik/ Musikwissenschaft studiert. Was hat Dich dazu bewegt, nach diesem Studium Musical zu studieren?

Das hab ich nach meiner Musicalausbildung gemacht! Ich dachte ich fang mal was Anständiges an, aber war mir zu trocken und langweilig!Ausserdem hatte ich das Glück, dass ich dann auch gleich weitere Engagements hatte und keine Zeit zum studieren.

 

Wieso wolltest Du Musicaldarstellerin werden? Hat Dich bei deinem Berufswunsch eine Person oder etwas anderes inspiriert?

Ich liebe die Kombination von Schauspiel, Gesang und Tanz und ich liebe es immer wieder in andere Rollen zu schlüpfen.

 

SONY DSC© Leoni Kristin Oeffinger

Foto: Julia Bornkessel

Bereits im Alter von 12 Jahren hast Du mit Gesangsunterricht begonnen. Hattest Du schon immer diese Leidenschaft zur  Musik?

Ja definitiv!

 

Schon vor Deiner Ausbildung zur Schauspielerin standest Du in dem Stück „Annie“ in München und Offenbach auf der Bühne. Dort hast Du im Alter von 14 Jahren bereits die Rolle der Annie  performt. Wie war es für Dich, bereits im jungen Alter auf so einer großen Bühne zu spielen und was fandest Du am besten?

Als Kind ist es immer toll auf der Bühne zu stehen, denn man macht sich noch nicht soviele Gedanken, was alles schief gehen kann und macht einfach! Die Show hat mir damals super viel Spass gemacht, auch weil das Ensemble supertoll war, wie eine Familie! Und ich hatte einen Hund auf der Bühne, das war immer sehr spannend, man wusste nie sicher ob er auch das macht, was er machen soll.

 

Deine Ausbildung zur Musicaldarstellerin hast Du sowohl am Performing Arts Studio Vienna, als auch an der School of Entertainment Hamburg absolviert. Wieso hast Du dich für diese Schulen entschieden?

PASV hat einen super Ruf und ich habe im Sommer vor meiner Ausbildung einen Workshop dort gemacht. Danach haben Sie mir die Ausbildung parallel zur Matura (österreichisches Abitur) angeboten und da ich sowas schon immer gesucht hatte, es aber in dem Sinne in Deutschland nicht gibt, war die Entscheidung sehr leicht.
Und in Hamburg hab ich immer wieder Weiterbildungen gehabt, was man in dem Job einfach braucht. Man hört nie auf zu üben und Unterricht zu nehmen.

 

Im Laufe der Jahre hast Du Dich viel im Bereich Musical, Tanz und Gesang weitergebildet. Ist dies besonders wichtig für Dich?

Hihi ja genau, man muss immer weiter tanzen, singen, schauspielen, üben üben üben….. damit man nicht einrostet!!!!

 

Was war Dein positivstes und was Dein negatives Erlebnis während Deiner Ausbildungszeit?

Wirklich negatives gibt es nicht, es ist einfach wansinnig anstrengend. Ich war auf einem Ballettinternat und hatte morgens immer Musicalausbildung und nachmittags normale Schule mit Mathe und Englisch und so. Da kam es schonmal vor, dass ich einfach eingeschlafen bin! Schliesslich hatten wir auch Samstags Schule! Aber ich habe es dort geliebt.
Das positive ist einfach das man soviel lernt und sich ausprobieren kann. Man lernt dabei einfach auch unheimlich viel über sich selber!

 

Gibt es etwas, was Du an den  Schulen besonders findest, vielleicht sogar im Vergleich zu anderen Schulen?

Es gibt wirklich viele gute Schulen und letztlich kann man das sehr schwer vergleichen. Es kommt immer auch drauf an, wie man mit den verschiedenen Lehrern arbeiten kann und dann natürlich auch, wie sehr man selber für sich arbeitet.

 

Welche Charaktereigenschaften und Fähigkeiten sollte für Dich eine Musicaldarsteller*In haben?

Definitiv Belastbarkeit, sonst übersteht man keine Probenzeit! Man sollte sich selber nicht so wichtig nehmen, da ein Musical immer nur mit dem ganzen Ensemble und der Crew funktioniert aber man sollte auch seine Stärken kennen und genau wissen, was man kann und sich selber wertschätzen!

 

Was ist für Dich das faszinierendste an Deinem Beruf?

Es wird nie langweilig! Ausserdem finde ich es wahnsinnig toll mit Live-Band und einem grossen Ensemble auf der Bühne zu stehen. Das ist immer eine ganz eigene Energie und bis jetzt hatte ich immer viel Glück mit meinen Leuten!

 

Gibt es eine Traumrolle für Dich, die Du gerne einmal spielen möchtest?

Ich bin mal gespannt was es so demnächst für neue Musicals geben wird, aber es gibt natürlich viele tolle Rollen! Glinda aus Wicked zum Beispiel oder auch Jane aus Tarzan.

 

Du warst Teil der Welturaufführung von „Der Schuh des Manitu“ am Theater des Westens. Empfindest Du es als etwas Besonderes, dass Du ein Original Cast Member warst?

Es war spannend bei der Entwicklung der Show dabei gewesen zu sein. Unsere ersten 10 Shows waren alle komplett anders, weil jeden Tag was geändert wurde. Es war ja wirklich noch ein Entstehungsprozess. Und ich fand den Film damals schon toll!

 

Nicht nur auf der Bühne konntest Du bereits Erfahrung sammeln, denn Du standest beispielsweise für die  Serie „Marienhof“ in einer Episodenrolle vor der Kamera. Kannst Du dir vorstellen, auch in der Zukunft weitere Filme zu drehen?

Ja definitiv, aber das Filmbusiness is da noch viel härter, weil man da ja noch weniger Ausbildung braucht wie bei Musical! Klingt jetzt hart aber mittlererweile kann jeder vor der Kamera arbeiten, da is das Niveau in den letzten Jahren leider sehr gesunken.

 

Des Weiteren arbeitest Du auch als Synchronsprecherin und hast beispielsweise der Gabriella aus „High School Musical“ Deine Stimme geliehen. Möchtest Du auch weiterhin neben Deinen Bühnenengagements als Synchronsprecherin tätig sein?

Ja ich mache das momentan auch. Ich synchronisiere eine sehr schöne Kinderserie für Disney, bei der ich auch den Titelsong singe. Originaltitel heisst Littlest Pet Shop, den deutschen Namen kenne ich noch nicht.

image1

Welche Rolle, egal ob männlich oder weiblich, hättest Du gerne einmal synchronisiert?

Ich muss sagen, dass ich schon einige wirklich tolle Projekte machen durfte, die wahnsinnig viel Spass machen. Ich finde Sandra Bullock eine super Schauspielerin, aber wenn man so eine bekannte Stimme ist, dann schränkt einen das natürlich auch ein. Ich finde es zum Beispiel immer sehr irritierend, wenn ich ihre typische Stimme zu einem anderen Gesicht sehe.

 

Du bist auch Solistin diverser Bands, in welchen singst du im Moment aktiv mit?

Ich mache seit 2006 immer wieder bei verschiedenen Abba-Coverbands mit. Ich muss ganz ehrlich sagen, privat kann ich mir die Musik nicht mehr anhören, aber sie auf der Bühne zu perfomen ist immer wieder ein grosses Vergnügen.
Ausserdem war ich noch in einer Coverband mit den verschiedensten Discohits und bei Rocking Son, die machen die Hits von Dschinghis Khan. Aber dafür habe ich bei We will rock momentan keine Zeit, da wir ja 7 bzw 8 Shows die Woche spielen.

We Will Rock You“

 

Was ist für Dich das Besondere an „We Will Rock You“?

Ich liebe die Musik von Queen. Habe ich schon immer. Ich weiss noch ganz genau, auf der Bravo Hits 5 war auf der 2 CD das 3 Lied Living on my own von Freddie Mercury, das hab ich immer rauf und runter gehört!

 

Gibt es etwas was Du an Deiner Rolle Teen Queen am besten/besonders findest? Falls ja, was ist das für Dich?

Ich liebe es eine Bitch auf der Bühne zu sein! Böse zu sein, macht soviel mehr Spass als lieb zu spielen ;o)

 

image© Leoni Kristin Oeffinger

 

Hast Du ein Lieblingslied und/oder eine Lieblingsszene bei „We Will Rock You“, falls ja- welche?

Ich mag I want it all sehr gerne weil es so powerful is! Und die Szene im Heartbreak Hotel is immer sehr lustig, wo wir alle verschiedene Rocklegenden sind. Da hat jeder seinen eigenen Charakter. Und ich habe immer noch jeden Abend Gänsehaut, wenn sich der Zuschauerraum während We are the Champions in ein Lichtermeer verwandelt.

 

Wie viele Shows spielst Du in etwa in einer Woche?

Ich spiele jeden Tag und wir haben 7 bzw 8 Shows die Woche! Montag ist unser freier Tag, der is heilig und dem Sofa gewidmet!

 

Wenn Du am Wochenende eine Doppelshow spielst, was machst Du dann zwischen den Shows?

Essen, hihi war ja klar. Und dann wieder neu schminken, kurz etwas chillen mit den Kollegen und dann wieder fertig machen für die nächste Show.

 

Kam es bereits zu Pannen während der Show, an die Du dich sofort erinnerst und wie sahen diese aus?

Haha, oh ja wir hatten hier schon einige Pannen, technischer Art aber auch viele Textverdreher oder Texthänger. Wir haben hier ja viel Technik in der Show und da kann es schonmal sein, das was schiefgeht. Aber es ist noch niemandem was passiert, da passt die Crew schon peinlich genau auf uns auf. Naja und wir sind ja auch nur Menschen, da is es ganz klar, dass man auch schonmal nen Blackout hat, aber dann muss man eben improvisieren.

 

Warum sollten sich die Leute Deiner Meinung nach „We Will Rock You“ ansehen?

Die Show ist einfach eine der besten, die momentan laufen! Die Leute gehen mit einem fetten Grinsen aus der Show und fühlen sich einfach toll. Die Musik ist grossartig und die Show hat sehr viele witzige Elemente. Sie wird immer der Stadt, wo sie spielt angepasst und ich kann wirklich sagen, dass alle Leute die hier auf der Bühne stehen, das immer und immer wieder, jeden Tag von Herzen machen und selber soviel Spass haben und das überträgt sich einfach! Und wir sind halt auch einfach unfassbar toll ;o)

 

Liebe Leoni,

vielen lieben Dank für die Beantwortung der Fragen! Ich wünsche Dir für die Zukunft alles Gute und hoffe Du wirst noch viele tolle Rollen spielen und/oder synchronisieren.

Berlin hat endlich sein „Cabaret“ wieder und das gleich mit 2 der begabtesten Musicaldarstellerinnen Deutschlands

Standard

Juni 2013. Berlin hat endlich sein „Cabaret“ wieder und das gleich mit 2 der begabtesten Musicaldarstellerinnen Deutschlands, die nacheinander die Rolle der Sally Bowles spielen. Neben Sophie Berner, die bereits des Öfteren die Rolle in verschiedenen Theatern performt hat und ab Anfang August auch wieder im TIPI auf der Bühne stehen wird, hat Lucy Scherer seit dem 28.06.2013 die Rolle übernommen und wird noch bis 02.08.2013 in dieser zu sehen sein. Danach wird Sophie –„Sally Bowles“-Berner der  Rolle erneut Leben einhauchen.

DSC_0426 Ihre offizielle Premiere als Sally Bowles hatte Lucy Scherer am 03.07.2013. Sie spielt die Sally total unterschiedlich im Vergleich zu Sophie Berner, hat jedoch die Rolle sehr gut für sich interpretiert und reißt durch ihr humorvolles Spiel die Zuschauer mit. Gesanglich ist Lucy Scherer in Höchstform und auch mit ihrem Schauspiel glänzt sie.  Im 1. Akt wirkte sie noch etwas nervös, aber im Laufe des Stückes verlor sie ihre Nervosität und überzeugte spätestens bei ihrer Version des Liedes „Maybe This Time“ die Gäste im TIPI am Kanzleramt vollkommen. Sehr ungewohnt war es, sie nach ihrer Darstellung der Schmuckdesignerin Marlene in „Sturm der Liebe“, nun als freizügige Nachtclubsängerin Sally Bowles auf der Bühne zu sehen. Jedoch zeigte Lucy Scherer welche Vielseitigkeit sie besitzt und es wirkte fast so, als würde  sie  sich die brave Marlene vom Leib „freispielen“ und auf der Bühne nun wieder  jegliche Emotionen wegspielen zu wollen. Zur Person: Geboren in München, aufgewachsen in Regensburg absolvierte sie 2006 ihr Studium im Bereich Musical/Show an der Universität der Künste in Berlin mit Auszeichnung. Bereits vor und während  ihrer Ausbildungszeit sammelte sie Erfahrungen in Stücken wie „Orpheus in der Unterwelt“,  „Letterland“ und stand bereits damals in der Rolle der Mausi in „Cabaret“ auf der Bühne.  Nach ihrem Studium spielte Lucy dann ihre erste Hauptrolle in dem Musical „Tanz der Vampire“ und es folgten weitere Rollenerstbesetzungen in Musicals wie „Les Miserables“, „Wicked-Die Hexen von Oz“ und „Lulu“. 2011 spielte Lucy dann erstmals eine durchgehende  Rolle im Fernsehen und stand  dort für die Telenovela „Hand aufs Herz“ als Jennifer „Jenny“ Hartmann vor der Kamera. Mit dieser Leistung verschaffte Lucy sich nicht nur viele weitere Fans    sondern bekam sogar  den German Soap Award  in der Kategorie „Fanpreis weiblich“. Bevor Lucy dann Protagonistin bei  „Sturm der Liebe“ wurde und dort die Rolle der Marlene übernahm, wofür sie ebenfalls einen German Soap Award (Kategorie „Beste Schauspielerin“) erhielt, performte sie im Stuttgarter Palladium Theater die Rolle der ICH im Musical „Rebecca“. Nun steht sie wie erwähnt noch bis zum 02.08.2013 im TIPI  im  Musical „Cabaret“ auf der Bühne.

5Die Premiere am 27.06.2013, spielte allerdings die bereits in der Rolle bekannte Sophie Berner, die Sally Bowles schon vor einigen Jahren in Berlin, St. Gallen, München und  Hannover spielte. Wer die Möglichkeit hat, Sophie Berner als Sally Bowles zu sehen, sollte sie unbedingt nutzen. Für mich persönlich ist es einfach ihre Paraderolle und es war am Anfang dementsprechend schwer für mich, sich an eine andere Sally zu gewöhnen. Sophie Berner´s Gesang und Schauspiel sitzt einfach auf den  Punkt genau, sie trifft jeden Ton und auch jede Pointé.

Zur Person: Im Alter von 17 Jahren begann Sophie ihr Studium an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München und stand bereits während ihrer Zeit dort in verschiedenen Engagements auf der Bühne. Zu diesen zählten neben „Into The Woods“ beispielsweise auch ihre Darbietung in dem Grusical „Der kleine Horrorladen“ oder ihre Rollenbesetzungen in  „Anything Goes“,  „Human Voices“ und „West Side Story“. Sophie Berner zählte während ihres Studiums definitiv zu den talentiertesten ihres Jahrganges, denn neben ihrem 1. Platz beim Bundesgesangswettbewerb in Berlin, bekam sie auch den Gisela-May-Stiftungspreis für Chanson. Ihr erstes großes Rollenengagement erhielt sie im Musical „Cabaret“ und stand dort als Zweitbesetzung der Rolle Sally Bowles auf der Bühne. Ein weiteres Engagement von Sophie Berner war neben ihrer Rollenperformance von  Aldonza/Dulcinea in „Der Mann von La Mancha“ auch die  Besetzung der Mercedes in der Uraufführung „Der Graf von Monte Christo“ in St. Gallen. Neben ihrer Tätigkeit als Musicaldarstellerin, spielte Sophie mit ihrer Show „Sophie Chante“ bereits in Frankreich und sammelte beispielsweise auch weitere Erfahrung beim Benefizkonzert mit John Malkovich oder als Kulturrepräsentantin von „Visit Berlin“.  Aktuell ist Sophie alternierende Besetzung der Rolle  Johanna in dem Musical „Die Päpstin“, steht als Zipporah in der Uraufführung von  „Moses“ in St. Gallen auf der Bühne, spielt bei den Bad Hersfelder Festspielen die Julie in „Show Boat“ und steht schließlich ab Anfang August wieder als Sally Bowles in Berlin auf der Bühne.

Handlung: Clifford Bradshaw ist amerikanischer Schriftsteller und auf der Suche nach einer neuen Geschichte für seinen nächsten Roman. Diese Suche führt ihn 1929 nach Berlin und er trifft dort noch im Zug den Deutschen Ernst Ludwig, der sogleich sein erster Englisch-Schüler wird. Gerade in Berlin angekommen und in der Pension von Fräulein Schneider untergekommen, geht Clifford Bradshaw am Silvesterabend in den berühmt-berüchtigten Kit Kat Club und trifft dort auf  die englischstammige Nachtclubsängerin und Liebling des Clubs – Sally Bowles. Rasch lernt er die freizügig-bekleidete  und gutgelaunte Sally kennen und trifft im Club auch einen alten Bekannten aus einem englischen Club – Bobby. Neben Sally Bowles stehen aber auch die Kit Kat Girls Lulu, Helga, Frenchie und Mausi  im Mittelpunkt des Bühnentreibens. Nachdem Sally Bowles aus dem Club hinausgeworfen wurde, kam sie bei Clifford Bradshaw in der Pension am Nollendorfplatz unter. Schnell treffen die Beiden den  jüdisch-stämmigen Obstladenbesitzer Herrn Schultz, der ebenfalls in der Pension wohnt. Kurz nach der Bekanntgabe der Verlobung zwischen ihm und Fräulein Schneider, bricht der Nationalsozialismus langsam aus. Auch Clifford Bradshaw ist durch den Nationalsozialismus schockiert und möchte so schnell wie möglich mit Sally, die bereits schwanger ist, aus Berlin fliehen. Doch soweit kommt es nicht, denn die vergnügungssuchende Sally Bowles möchte ihr „Cabaret“ nicht verlassen und entscheidet sich für eine Abtreibung und dadurch ebenfalls für ihr Leben in Berlin.

DSC_0187

Neben Sally Bowles ist vor allem der  Conférencier der Publikumsliebling, welcher das Publikum durch das Stück führt. Oliver Urbanski steht in der Spielzeit als dieser auf der Bühne. Seine Ausbildung schloss er an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch ab und sammelte nicht nur Erfahrung auf der Bühne, sondern auch im Bereich Kino und  Fernsehen und als Sprecher. Seine Darstellung überzeugt auf ganzer Linie, seine Stimmfarbe ist angenehm und vor allem durch sein Schauspiel überzeugte er schnell die Zuschauer. Der an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München ausgebildete Musicaldarsteller Patrick Adrian Stamme, steht erstmalig in Berlin als Clifford Bradshaw auf der Bühne. Neben Engagements wie „Lilith“, „Die Räuber“, „3 Musketiere“, „Mamma Mia!“, „Hinterm Horizont“  oder „Dirty Dancing“, war Patrick Adrian Stamme Finalist bei „Ich Tarzan, Du Jane“. Durch sein tolles Schauspiel, aber auch durch seinen Gesang musste der Zuschauer automatisch mit Patrick Adrian Stamme, beziehungsweise mit seiner Rolle  Clifford Bradshaw mitfühlen. Es gelang ihm die Zuschauer mit auf Clifford´s Reise und Erlebnissen zu nehmen und sie daran teilnehmen zu lassen. Die Rolle der Fräulein Schneider wird von keiner geringen als Regina Lemnitz gespielt, die den meisten sicherlich aus der Fernsehserie „Unser Charly“ bekannt ist. Des Weiteren ist sie unter anderem die deutsche Stimme von Whoopi Goldberg  und las neben ihrer Theaterschauspielerei viele Hörbücher ein. Regina Lemnitz spielt die Fräulein Schneider mit Herzblut und durch ihre besonders schöne Stimme, verleiht sie ihrer Rolle besonders viel Herzlichkeit.  Ihr Spielpartner Peter Kock  ist nicht nur Theaterschauspieler und Dramaturg, sondern ist außerdem Professor für Spiel und Darstellung und  neben Peter Lund Studiengangsleiter des Bereiches Musical/Show an der Universität der Künste Berlin. In Cabaret mimt er die Rolle des Herrn Schultz. Gerade am Abend von Lucy Scherer´s Premiere riss er die Zuschauer mit und begeisterte sie durch sein Schauspiel, besonders aber durch die vielen Lacher, die er ihnen beschaffte. Der Rolle der  Fräulein Kost haucht Anja Karmanski, die ihre Ausbildung am Tanz und Gesangsstudio Theater an der Wien erhielt,  Leben ein. Zu sehen war Anja Karmanski unter anderem in „Rocky Horror Show“, „Hair“, „Grease“, „Chicago“ oder in „Der  Sturm“. Sie glänzte vor allem durch ihr Schauspiel und ihre übertriebene Art, Fräulein Kost zu spielen. Sie wirkt dabei jedoch nicht aufgesetzt und bleibt dabei irgendwie natürlich überdreht. Die Rolle des Ernst Ludwig spielt Romanus Fuhrmann, der vor seiner Schauspielausbildung am Max – Reinhardt – Seminar in Wien, bereits als Musiker tätig war. Zu ausgewählten Stücken, in denen er mitwirkte zählen zum Beispiel „Bullets over Broadway“, „Außer Kontrolle“, „Antigone“, „Alles Astro“ oder „Veronika, der Lenz ist da“.Auch im Bereich Fernseh sammelte er Erfahrung und wirkte in Filmen wie „Leroy“, „Mein Vater, eine Mutter & ich“  oder in „Aussen Stadt Nacht“ mit.   Michael Chadmin performt die Rollen Bobby, den Gorilla und einen Matrosen. An der Hochschule der Künste in Berlin hat er seinen Abschluss absolviert und stand dann unter anderem  in Produktionen wie „Lady be good“, „Die Schöne und das Biest“ oder ”Jekyll & Hyde” auf der Bühne. Mit seinem Soloprogramm „I can do that“ erreichte er weitere Fans. Als Helga kann man die Musicaldarstellerin Juliane Maria Wolff sehen, die bis 2007 an der Universität der Künste Musical/Show studiert hat. In folgenden Stücken konnte man sie bereits auf der Bühne sehen: „My Fair Lady“, „High Society“ „Der Geizhals“,  „Die Hochzeit der Schneekönigin“ „Faust -Die Rockoper“. Des Weiteren ist Juliane Maria Wolff als freie Sängerin auf verschiedenen Bühnen unterwegs.Maika Wüscher steht als Lulu in „Cabaret“ auf der Bühne und hat an der Abraxas Musical Akademie München studiert. Neben ihrer Tätigkeit als Solistin der Musicalgala „Wie vom Traum verführt“, sah man Maika Wüscher  zum Beispiel in „Der Bettelstudent“ oder in „Der Zigeunerbaron“. Die an der Stage School of Music, Dance and Drama in Hamburg studierte Musicaldarstellerin Cornelia Waibel, die als Mausi zu sehen ist, sammelte beispielsweise ihre Bühnenerfahrung durch das Mitwirken in Produktionen wie  „Marylin –Das Musical“, „Kiss me, Kate!“ oder „Cats“. Neben ihrer Musicaltätigkeit, studiert sie außerdem BWL im Schwerpunkt Mode. Als Swing und Cover Fräulein Kost, wurde Julia Leinweber besetzt. Ihre Ausbildung zur Musicaldarstellerin absolvierte Julia Leinweber an der Abraxas Musical Akademie in München und stand unter anderem in Stücken wie „West  Side Story“, „Jesus Christ Superstar“ oder „Mamma Mia!“ auf der Bühne. Der aus Dänemark stammende Musicaldarsteller Mogens Eggemann, der in „Cabaret“ als Kit Kat Girl Frenchie zu sehen ist, schloss seine Ausbildung  an der schwedischen  Hochschule für Darstellende Künste in Gothenburg ab. Zu seinen Engagements zählten unter anderem „Dancer in the Dark“, „Kiss me Kate“, „Evita“ und „Fame“. Dirk Hinzberg performt die Rolle Max und einen  Matrosen im  TIPI am Kanzleramt  und stand bereits in Stücken wie beispielsweise „Sommernachtstraum“, „Spiel´s nochmal Sam“, „Das Dschungelbuch“ oder „Das Gespenst von Canterville“ auf der Bühne. Außerdem tourte er mit dem Stück  „Der Butler ist immer der Mörder“ durch Deutschland und Österreich und sammelte auch im Bereich Fernseh Erfahrung, wie zum Beispiel  in „Musik liegt in der Luft“ oder in „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“.

Das Orchester von „Cabaret“ überzeugte neben der Handlung, der  Choreografie und den Lieder ebenso wie die Darsteller. Zusammengesetzt ist es aus dem musikalischen Leiter und Klavierspieler Adam Benzwi,  mit Jörg Daniel Heinzmann (Klavier|Toypiano|Akkordeon), Dragan Radosavievich (Geige|Mandoline|Singende Säge), Vali Vasile Darnea (Geige|Säge|Matrose), Daniel Busch (Posaune|SteelGuitar), Uwe Langer (Posaune|SteelGuitar), Christian Fischer (Posaune), Sören Fischer (Posaune|SteelGuitar), Moritz Wolpert (Schlagzeug) und Björn Sickert (Kontrabass).

6

Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass „Cabaret“ für mich auch weiterhin eines der schönsten Musicals ist und das auch, obwohl die Geschichte des Stückes nicht einfach ist und einige Themen aufbringt, die noch heute aktuell sind. Das Bühnenbild ist trotz der kleinen Spielfläche liebevoll gestaltet und überzeugt besonders durch die einzigartige Eisenbahn. Die Musik ist wunderschön, nicht unbedingt zeitgemäß,  aber die meisten Zuschauer werden nach der Vorstellung mit mindestens einem „Ohrwurm“ das Tipi verlassen. Die Choreografie des Stückes ist aufwendig gestaltet, passt sich aber sehr gut in das Gesamtwerk ein und wird von den Darstellern und Darstellerinnen gut umgesetzt. „Cabaret“ garantiert einen rundum wunderschönen Abend im TIPI am Kanzleramt, mit überzeugenden Darstellern und Darstellerinnen die mit sehr viel Spielfreude ihre Rollen performen, wundervoller Musik, tolle Choreografien und einem fantastischen Ambiente. Wer also die Möglichkeit hat, sich „Cabaret“ in Berlin anzusehen, sollte sie unbedingt nutzen.

Interview mit Kurosch Abbasi

Standard

Copyright Laura Luppino© Laura Luppino/ Kurosch Abbasi

 

Ihr Lieben,

heute ist es mal wieder soweit: das nächste Interview wird hier auf dem  Blog veröffentlicht.

Heute möchte ich Euch anhand des Interviews den Musicaldarsteller Kurosch Abbasi vorstellen, der aktuell  als Erstbesetzung Luigi Lucheni im Erfolgsmusical „Elisabeth“ zu sehen ist.

Schon bereits vor seiner Ausbildung an der Bayerischen Theaterakademie August Everding spielte Kurosch in Produktionen wie beispielsweise in „Carmen“, „Evita“,  oder „Die Dreigroschenoper“ mit.  Des Weiteren war er während des Studiums Stipendiat  des Deutschen Bühnenvereins und der Fanny-Carlita-Stiftung.  Weitere Erfahrungen auf der Bühne sammelte er zum Beispiel als Solist in „Time Step“ und  „Suchers musikalische Leidenschaften“. Im Prinzregententheater München stand er außerdem im Rahmen der Leonard Bernstein Gala auf der Bühne.

Zu Kuroschs weiteren Engagements zählten des Weiteren „The fairy Queen“, „Street Scene“, „Carmen“, „West Side Story“, „Cyrano De Bergerac“, „Rent“ und „Frühlings Erwachen“.

Wie oben bereits erwähnt  kann man Kurosch nun in Wien als Luigi Lucheni im Musical „Elisabeth“ auf der Bühne bewundern.

Nun wünsche ich Euch viel Spaß beim Lesen des Interviews!

 

Copyright Christian Hartmann© Christian Hartmann

 

Allgemeines

 

Wie würdest Du dich selbst beschreiben?

Offen, interessiert, neugierig.

 

Was ist für Dich das schönste am Tag?

Frühstücken am Morgen bei Sonnenschein.

 

Was macht Dich glücklich?

Das Leben mit all seinen Facetten…und gesund zu sein 🙂

 

Ohne was kannst Du nicht mehr leben?

Apple Produkte – ich bin süchtig.

 

Was würdest Du auf eine einsame Insel mitnehmen?

Musik, Bücher, meine Liebsten…und meine Apple Produkte J

 

Was wünscht Du dir für deine Zukunft?

 Gesundheit, Glück und das ich ein wenig entspannter werde

 

Wenn Du ein Superheld sein könntest, was wäre dann deine Fähigkeit/en?

Fliegen

 

Deine Lieblingsfarbe ist: Türkis

Dein Lieblingsauto ist: Mercedes

Dein Lieblingstier ist: Adler

Deine Lieblingskleidung ist: T-Shirt und Jeans

Deine Lieblingsmusik ist: Ich höre so viel und verschiedenes, gerade sehr gerne Udo Lindenberg

Dein aktuelles Lieblingsbuch ist: Susan Kay – „Das Phantom“

Dein Lieblingsfilm ist: habe ich viele

Dein Lieblingstheaterstück (und/oder) Musical ist: Schauspiel: Der nackte Wahnsinn und Frühlings Erwachen; Musical: Das Phantom der Oper; Oper: La Boheme und Turandot

 

Schauspiel, Ausbildung, usw .

 

Wieso wolltest Du Musicaldarsteller werden? Hat Dich bei deinem Berufswunsch eine Person oder etwas anderes inspiriert?

 Ich habe 2001 an meinem Gymnasium in Gießen  zusammen mit meinem besten Kumpel eine Aufführung der Musical AG besucht. Das war ELISABETH. Wir hatten uns vorgenommen, das wir die Vorstellung zu Pause verlassen, falls es uns gar nicht zusagt…Wir sind bis zum Ende geblieben, das war der Anfang meiner Bühnenkarriere.:-)

 

Deine Ausbildung zum Musicaldarsteller hast Du an der Bayerischen Theaterakademie August Everding absolviert. Wieso hast Du dich für diese Schule entschieden?

Mein Wunsch war es an einer staatlichen Hochschule das Handwerk zu erlernen. In München war die Kombination zwischen Lehrinstitut und professionelles Theater gegeben, wo durch ich im Laufe der Studienzeit in vielen Stücken mitwirken durfte. Die vielen tollen Dozenten, die Stadt München und den vielen Möglichkeiten sich zu entwickeln an der Hochschule haben den Ausschlag gegeben an der Theaterakademie zu studieren.

 

Was war Dein positivstes und was Dein negatives Erlebnis während Deiner Ausbildungszeit dort?

 Das gab es eine Reihe – sowohl positiv als auch negativ. Und das täglich! Man erlernt als Bühnendarsteller ein Handwerk, wo man jeden Tag an sich selber arbeiten und weiterentwickeln muss. Mein schönsten Erlebnisse waren die kleinen Arbeitsschritte die mich nach vorne gebracht haben mit meinen Chefdozenten Prof. Vicki Hall, Philip Tillotson, Frieder Kranz, Martin Harbauer und Ramses Sigl. Die Arbeit mit diesen Persönlichkeiten haben mich zu dem gemacht, der ich heute bin.

 

Gibt es etwas, was Du an Deiner  Schule besonders findest, vielleicht sogar im Vergleich zu anderen Schulen?

 Ganz klar die vier Bühnen. Mit dem Prinzregententheater hat die Theaterakademie die Möglichkeit die Studierenden unter professionellen Bedingungen auf das Bühnenleben „draußen“ vorzubereiten. Das erste Mal habe ich 2009 auf dieser Bühne gestanden. Es war ein unglaubliches Gefühl!

 

Du warst Stipendiat des Deutschen Bühnen Vereins, der Maik Lothar Stiftung und der Fanny Carlita Stiftung. Was kannst Du darüber berichten?

 Stipendiat dieser Stiftungen zu sein hat mir ermöglicht mich voll auf das Studium zu konzentrieren und nicht nebenbei Aushilfejobs zu tätigen, was ich allerdings im ersten Studienjahr noch machen musste. Das war eine große Erleichterung, als ich die Zusagen erhalten habe.

 

Bereits vor Deinem Studium hast Du in Produktionen wie „Anatevka“, „Carmen“, „Evita“ oder „Nabucco“ mitgewirkt. Würdest Du sagen, dass für Dich – aber auch allgemein für Musical-/Schauspielstudenten von Vorteil ist- bereits vor oder während des Studiums in Produktionen mitzuwirken?

In jeder Produktion konnte ich was mitnehmen und lernen. Vor allem bekam ich eine gewisse Sicherheit auf der Bühne, vor der ich heute noch zehren kann.

 

2005 hast Du in dem Musical „Rachel“, welches uraufgeführt wurde, die Rolle des Damian Gainsborough verkörpert. Empfindest Du es als etwas Besonderes, dass Du Teil der Cast eines Stückes warst, was uraufgeführt wurde?

Diese Produktion war etwas ganz Besonderes, da es speziell für den Weltjugendtag konzipiert wurde. Wir haben damals das Stück in fünf Sprachen aufgeführt und vor über 50000 Besuchern gespielt. Des weiteren wurde eine CD und DVD des Stückes produziert.

Es war ein spannender Prozess eine Rolle neu zu kreieren, die es vorher noch nicht gab. Ich habe jeden Probentag neue Facetten an der Figur entdeckt und auch abends im Kopf weitergearbeitet. Eine spannende Zeit die ich nicht missen möchte.

 

Auch während Deines Studiums hast Du in einigen Produktionen mitgespielt. Zu diesen zählte die Darbietung eines  Solistens in „Time Step“ und bei der Leonard Bernstein Gala. Fandest Du es schwierig neben dem Studium auch in Produktionen mitzuwirken?

 Diese Produktionen waren ein Geschenk, besonders die Bernstein Gala mit dem ehemaligen GMD des Staatstheaters am Gärtnerplatz – David Stahl – war ein Erlebnis besonderer Art. Er war musikalischer Supervisor von Leonard Bernstein und konnte die genauen Vorstellungen Bernsteins wie ich bei der Gala meine Songs interpretieren musste 1:1 wiedergeben. WOW!

 

Direkt nach Deinem Studium kannst Du nun die Rolle Luigi Lucheni als Erstbesetzung spielen. Wie war es für Dich direkt nach Deinem Studium die Chance eine so große Rolle, wie diese spielen zu können, zu bekommen?

 Ich konnte es erst nicht glauben—ich hatte für die Zweitbesetzung Lucheni vorgesprochen, als ich dann direkt nach der Final Audition von Prof. Harry Kupfer die Zusage bekam als Jubiläumsbesetzung den Lucheni spielen zu dürfen, habe ich vor Freude geschrien.

 

Welche Charaktereigenschaften und Fähigkeiten sollte für Dich ein Musicaldarsteller haben?

Talent, Fleiß, Demut vor dem Beruf und Arbeit, Arbeit, Arbeit

 

Was ist für Dich das faszinierendste an Deinem Beruf?

Geschichten zu erzählen und die Zuschauer in eine andere Welt eintauchen zu lassen.

 

Gibt es eine Traumrolle für Dich, die Du gerne einmal spielen möchtest?

Das Phantom der Oper

 

Was war bisher Deine schönste Rolle?

Luigi Lucheni

 

„Elisabeth“

Copyright Rolf Bocks-2©  Rolf Bock

 

Was ist für Dich das besondere an „Elisabeth“?

 Das Stück spricht für sich. Es ist das erfolgreichste deutschsprachige Musical weltweit mit über 9 Millionen Besuchern. Für mich stimmt bei diesem Stück einfach alles, die Musik von Sylvester Levay, die Texte von Michael Kunze, die aufregende Inszenierung von Harry Kupfer…

 

Auf was hast Du Dich bei diesem Engagement am meisten gefreut, als Du erfahren hast, dass Du Teil der Cast werden wirst?

Endlich in Wien spielen zu dürfen, da wo alles mit ELISABETH angefangen hat. Teil der Jubiläumscast zu sein, ist etwas ganz Besonderes. Ich freue mich riesig in Wien zu sein.

 

Gibt es etwas was Du an Deiner Rolle Luigi Lucheni am besten/besonders findest? Falls ja, was ist das für Dich?

Ich liebe die verschiedenen Facetten des Lucheni. Die sarkastische, böse Art, das freche Kommentieren des Geschehens und vor allem die Publikumsnähe, welche jede Vorstellung für mich individuell und besonders macht.

Copyright Rolf Bocks-1© Rolf Bock

 

Hast Du ein Lieblingslied und/oder eine Lieblingsszene bei „Elisabeth“, falls ja- welche?

Lied: Mein neues Sortiment  – da bricht die Figur des Lucheni und schafft es trotzdem die Zuschauer mit dem Verweis auf „Boote in

der Nacht“ auf eine falsche Fährte zu locken.

 

Wie viele Shows spielst Du in etwa in einer Woche?

6-7 Vorstellungen  in der Woche

 

Was machst Du während der Pause zwischen dem 1. und dem 2. Akt?

Mark Seibert und ich unterhalten uns meist in der Pause über Gott und die Welt.

5min. bevor es weitergeht muss ich mich schon auf „Kitsch“ vorbereiten. 

 

Kam es bereits zu Pannen während der Show, an die Du dich sofort erinnerst und wie sahen diese aus?

 Es gab schon hin und wieder kleinere Pannen, die dem Zuschauern womöglich gar nicht so sehr auffällt uns auf der Bühne ein bisschen Improvisation abverlangt. „Am Deck der sinkenden Welt“ ist einer der technisch schwersten Szenen überhaupt im Musical gerne, da muss alles stimmen und aufeinander abgestimmt sein. Da gab schon hin uns wieder interessante Momente wenn die Bühnenelemente nicht so wollten wie wir es uns wünschen.

 

Wie lange kannst Du dir noch vorstellen bei „Elisabeth“ mitzuspielen?

Ich kann mir vorstellen irgendwann das Stück zu verlassen und dann mit bisschen zeitlichen Abstand wieder in die Rolle einzutauchen. Jetzt gerade macht es mir noch so viel Spass und ich bin froh das das Kreativteam mir das Vertrauen geschenkt hat die Rolle neu anzulegen. ELISABETH ist wie eine schöne Reise, ich werde hoffentlich noch lange reisen 🙂

 

Warum sollten sich die Leute Deiner Meinung nach „Elisabeth“ ansehen?

 Besuchen Sie uns im Raimundtheater in Wien und nach den ersten Minuten tauchen Sie mit uns in die versinkende Welt der Habsburger ein . Dieses Stück gehört nach Wien wie die Melange im Kaffeehaus…

Copyright Rolf Bocks© Rolf Bock

 

Lieber Kurosch,

vielen lieben Dank, dass Du dir die Zeit genommen hast die Fragen zu beantworten. Ich wünsche Dir alles Gute für Deine weitere Zukunft. 🙂