Einmal Broadway und zurück! (Oneway hätte es auch getan)

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Broadway Bericht mit © VU

Yes we did it!

Einmal Wicked am Broadway sehen, das war schon lang ein Wunschtraum von uns!

Und als dann bekannt wurde, dass die liebe Willemijn Verkaik für ein paar Wochen die Rolle der „Elphaba“ in unserem Lieblingsmusical „Wicked“ am BROADWAY übernehmen wird, war für uns beide  klar: New York nicht erst irgendwann, sondern JETZT!

Geplant war eigentlich nur ein Besuch bei „Wicked“ aber wie das immer so ist mit unseren Plänen, am Ende wurde aus unserem 10-tägigen Urlaub in New York Urlaub mit Broadway-Besuch ein Broadway-Urlaub mit New York-Besuch. 😀 Aber jetzt nochmal alles auf Anfang!

Als wir in New York ankamen machten wir uns natürlich erst einmal auf den Weg zum Broadway und waren sofort in seinen Bann gezogen worden und fasziniert. All die Musical- und Theaterreklame, die bunt leuchtet, ließ den den dunklen Nachthimmel erstrahlen.

So ging es also am Samstagabend los Richtung „Gershwin Theatre“, welches mit knapp 1900 Plätzen das größte der Broadway-Theater ist. Wie von uns gewohnt, wollten wir circa eine Stunde vorher am Theater sein. Aber hier fällt schon mal der erste Unterschied im Gegensatz zu Deutschland auf: Die Leute werden nämlich erst 30 Minuten vor „curtain time“ ins Theater gelassen. Dies liegt wohl daran, dass die Theater im Gegensatz zu den Deutschen ein sehr kleines Foyer haben.

Erstaunt waren wir auch, dass man hier seine Getränke in Plastikbechern mit Deckel ausgeschenkt bekommt und diese dann mit in den Saal nehmen darf. Genauso wie Süßigkeiten und Ähnliches. Während der Vorstellung empfanden wir aber genau das dann ab und an schon als sehr ungewohnt und störend. Aber so sind sie nun mal unsere amerikanischen Freunde. Durch die entstandene Atmosphäre, erhielt man so allerdings auch schnell das Gefühl im Kino zu sitzen.

Davon abgesehen spielten die Zuschauer auch des Öfteren an ihren Handys herum und wir durften sogar einmal miterleben wie ein Herr in unserer Reihe während der Vorstellung einfach einen Anruf entgegennahm.

Das Theater an sich erinnert ein wenig an das Palladium Theater in Stuttgart. Wir waren natürlich total gespannt auf Willemijn und wie sie sich so als Elphaba in der Originalversion des Musicals macht und wir sind uns, denk ich, sehr einig, dass sie einen wirklich großartigen Job macht und es auch weiterhin tun wird! Ihre Vorstellung war „mind-blowing“. Aber eine riesige Überraschung war für uns Alli Mauzey, die derzeit in der Rolle der Glinda zu sehen ist. Sie hat uns definitiv die lustigste „Glinda-Show“ geboten, die wir bis dato gesehen hatten.

Selbstverständlich ist das Musical in der Originalversion nicht mit den Übersetzungen zu vergleichen, es macht einfach alles so viel mehr Sinn und die Wortspiele sind treffender. Auch einige Bühnenteile sind anders. So kommen Glinda und Elphaba beispielsweise durch eine Treppe im Bühnenboden auf den „Dachboden“. Auch einige choreografische Details waren,  im Gegensatz zu der deutschen Aufführung anders, was allerdings nur dem geschulten Auge auffällt.

Nachdem wir diese Wahnsinnsshow gesehen hatten, war uns klar wir müssen nochmal gehen! Also gingen wir am nächsten Tag 2 Stunden vor der Show zum Theater um bei der sogenannten „Wicked-Lottery“ teilzunehmen. Man kann für eine halbe Stunde an einer Verlosung teilnehmen und 1,5 Stunden vor der Show werden dann vor dem Theater 30 Karten für die ersten Reihen, für 30 Dollar pro Ticket, verlost. Eine spannende und gute Sache, allerdings nur für Leute die Glück haben.

Dementsprechend haben wir natürlich nicht gewonnen. Oh Wunder. 😀

Trotzdem haben wir uns direkt im Anschluss nochmal Tickets für die Mittwochsshow geholt.

In dieser Show ist uns aufgefallen, dass Alli zwar immer noch sehr gut war, aber sie hat fast 1:1 die gleichen Witze eingebaut wie in der Samstagsshow und so haben wir nicht mehr ganz so viel gelacht. Es ist natürlich auch schade, wenn man feststellen muss, dass ein Darsteller dieselben Witze immer gleich interpretiert. Willemijn war ebenfalls wieder fantastisch und wir haben sie vor der Show auch an der Stage Door getroffen.

Sie hat sich sehr darüber gefreut, dass auch einige Deutsche zu ihren Shows nach NY kommen. Nach der Show haben wir dann mit einigen anderen gewartet bis die anderen Darsteller rauskamen. Hier muss man die Amerikaner wirklich loben, es lief alles sehr zivilisiert ab. Es wurden vor der SD Absperrgitter aufgestellt und ein Polizeibeamter regelt den Verkehr direkt an der Straße. Als dann alle Darsteller aus dem Theater raus waren sagte ein Theatermitarbeiter uns Bescheid und die Traube von Menschen vor der Stage Door löste sich sofort auf.

Unser dritter Musicalbesuch galt dann dem „Phantom of the Opera“, denn hier spielte Sierra Bogges ihre letzten 5 Shows. Geplant war das eigentlich nicht, obwohl Kathrin es insgeheim die ganze Zeit gehofft hatte.  ;D  Zusätzlich haben wir herausgefunden, dass man am Tag der Shows die Karten oft 50 % günstiger bekommt. Phantom wird im „Majestic Theatre“ aufgeführt und dieses Theater ist wirklich perfekt für dieses Musical initiiert worden . Es hat einen wunderschönen Innenraum, der sehr stark an das „Theater des Westens“ in Berlin erinnert.

Für Ulla war dies hier der Premierenbesuch dieses Musicals und sie fand es wirklich sehr beeindruckend, was vor allem an Sierra lag. Auch Kathrin war sehr begeistert, da der letzte Besuch des Musicals schon ziemlich lang her war und sie Sierra Bogges bisher nur aus YouTube-Ausschnitten und der Jubiläums-DVD von „Phantom of the Opera“ kannte. Meiner Meinung nach  singt sie wirklich hervorragend live und auch der Darsteller des „Raoul“ (Kyle Barisich) und der des „Phantoms“ (Hugh Panaro) haben ihre Sache wirklich sehr überzeugend gespielt und gesungen! Im Anschluss an die Vorstellung haben wir uns dann wie üblich auf den Weg zur Stage Door gemacht und da diese in Mitten einer Baustelle und eines Bürgersteiges lag waren hier die Bedingungen auf die Darsteller zu warten etwas schwieriger als beim „Gershwin Theatre“. Durch Zufall entdeckte Kathrin dann noch einen weiteren internationalen Musicaldarsteller, Tam Mutu, der zurzeit in London die Rolle des „Javert“ im Musical „Les Miserables“ performt. Da er allerdings der Verlobte von Sierra Boggess ist, hätte man auch damit rechnen können, dass Tam dort ist. Von ihm holte sich Kathrin dann auch ein Autogramm, lies sich gemeinsam mit ihm fotografieren  und wenige Minuten später erschien dann auch Sierra, die sehr freundlich jedem   Fan den speziellen Autogramm- und Fotowunsch entgegen erfüllte.

Als New York Abschluss sind wir an unserem letzten Tag noch in die „Chicago“-Martinee gegangen. Das „Ambassador Theatre“ ist mit seinen ca. 1100 Sitzen ein kleineres Theater und man fühlt sich darin schon ein wenig eingeengt. Aber die Show ist wirklich der Hammer und für Ulla zählt Chicago von nun an definitiv zu den Top 3 ihrer Lieblingsmusicals. Das Orchester ist hier, total unüblich, mitten auf der Bühne und die ganze Handlung spielt sich drum herum ab, wobei der Dirigent auch immer wieder mit in die Show einbezogen wird. Es ist auch wirklich faszinierend, wie ein Musical mit nur sehr wenig Bühnenbild auskommt, denn in diesem Musical steht eher das Tanzen im Vordergrund.

Auch die Darsteller überzeugten auf ganzer Linie und auch bei diesem Stück wirkte die Originalversion viel glaubwürdiger und überzeugender als die deutsche Version. Es war definitiv ein würdiger Abschluss unserer Broadway-Musical-Tour in New York und wir sind uns beide zu 150 % einig, dass es nicht das letzte Musical gewesen ist was wir am Broadway sehen werden, denn es gab sooo viele tolle Shows dort, für die immer wieder Werbung gemacht wurde. Zu diesen zählen auch kleinere Produktionen, die vielleicht nur 3- 6 Monate dort spielen oder aber auch in Deutschland unbekannte Stücke, in denen Prominente wie zum Beispiel zurzeit Scarlett Johanson in „Cat on a hot tin roof“ mitspielen. Ab März kann man Tom Hanks dann auch  live am Broadway erleben. Wenn Ihr auch Theater- und Musicalbegeisterte Leute seid wie wir, dann können wir Euch nur  ans Herz legen New York, aber unbedingt auch den Broadway, zu besuchen. Es lohnt sich definitiv!

Also erfüllt Euch auch diesen Traum und macht es uns nach!

Viel Spaß dabei und wir hoffen Euch hat unser kleiner Bericht gefallen.

Kreative Grüße,

Ulla und Kathrin

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Über heutemalkreativ

Wir sind ein (heutemal-) kreatives Dreiergespann, was sehr an Musicals, Schauspiel und Musik interessiert ist. Auf unserem Blog wollen wir nun versuchen einige interessante Interviews zu führen. Falls ihr Fragen oder Anregungen habt, schickt uns einfach eine Mail an: heutemalkreativ@web.de Viel Spaß! (:

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