Archiv für den Monat April 2013

Interview mit Anja Haeseli

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© Christian Hartmann

© Christian Hartmann / Anja Haeseli

Das heutige Interview am kreativen Montag wird mit einer weiteren Musicaldarstellerin geführt, die man zurzeit im neuen deutschsprachigen Musical „Natürlich Blond“ in Wien im Ronacher Theater sehen kann. Anja Haeseli spielt dort die Rolle der Margot. Doch bevor sie diese Rolle übernommen hat, ist auch Anja ihren Weg der Ausbildung zur Musicaldarstellerin nachgegangen.

Bereits in ihrer Kindheit war sie vor allem beim Musizieren am Klavier anzutreffen, tanzte im Ballettsaal und entdeckte für sich das Eiskunstlaufen. Später wurde Anja dann Teil des Jugendschauspielensembles vom Luzerner Theater und dem des Musicalensembles „Musicalfever“. Des Weiteren komponierte sie eigene Musicalsongs und trat in Kirchen in der Schweiz, rund um Luzern und Zürich, als Solistin auf.

Nach ihrer Matura, was mit dem deutschen Abitur zu vergleichen ist, begann Anja Haeseli dann ihre Leidenschaft vom Tanz, Gesang und Schauspiel zum Beruf zu machen und wurde Teil des ersten offiziellen Musicallehrganges an der „Musicalfactory“ Luzern. Kurz darauf bestand sie auf Anhieb die Aufnahmeprüfung für das Musical – Hochschulstudium an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München. Seit Sommer 2011 hat Anja nun erfolgreich ihr vierjähriges Studium abgeschlossen und erhielt direkt im Anschluss ein Engagement bei den Vereinigten Bühnen Wien im Ronacher Theater.

Ihre bisherigen Engagements waren 2010 die Mary in „RENT“ (Deutsches Theater München), ebenfalls 2010 die Rolle der Laura in „CARMEN“ – ein deutsches Musical bei den Bad Hersfelder Festspiele, 2011 die Ilse in „Frühlings Erwachen“ (Deutsches Theater München) und die erste große Rolle nach ihrer Ausbildung war die Rolle der Schwester Mary Robert im Ensemble von „SISTER ACT“ (Ronacher Theater Wien).

Was Anja uns über ihre Ausbildung, ihre bisherigen Engagements und natürlich ihrer neuen Rolle im Musical „Natürlich Blond“ in Wien erzählt hat, könnt Ihr jetzt im folgenden Interview nachlesen. Viel Spaß dabei und kreative Grüße!

Allgemeines

 

Wie würdest Du dich selbst beschreiben?

Verträumt

Was ist für Dich das schönste am Tag?

 Das Frühstück!

Was macht Dich glücklich?

Musik

Ohne was kannst Du nicht mehr leben?

Musik

Hast Du einen besonderen Tick oder eine Macke die Du mit uns teilen möchtest?

 Ich schaff es immer, die Zeit unabsichtlich so einzuteilen, dass ich zu spät bin. 😉

Was würdest Du auf eine einsame Insel mitnehmen?

 Ein Klavier

Was wünscht Du dir für deine Zukunft?

 In diesem Beruf ist das Wichtigste: Gesundheit, Gesundheit, Gesundheit!

Wenn Du eine Superheldin sein könntest, was wäre dann deine Fähigkeit/en?

 Fliegen!

Deine Lieblingsfarbe ist: je nach Lust und Laune, oft violett.

Dein Lieblingsauto ist: bin bei so was nicht sehr wählerisch, Hauptsache praktisch und nicht zu gross. Aber mein Fahrrad ist mir

immer noch lieber.

Dein Lieblingstier ist: Hase natürlich 😉

Deine Lieblingskleidung ist: wenn ich ein neues Kleidungsstück brauche und einkaufen geh, komm ich immer mit einem neuen Pulli nach Hause, obwohl ich höchstwahrscheinlich eine neue Hose gebraucht hätte. 😉

Deine Lieblingsmusik ist: so vieles…

Dein aktuelles Lieblingsbuch ist: soooo viele…

Dein Lieblingsfilm ist: soooooo…. ihr seht, ich habs nicht so mit Lieblings-… 😉

Dein Lieblingstheaterstück (und/oder) Musical ist: Les Misérables

Schauspiel, Ausbildung, usw .

 

 

Wieso wolltest Du Musicaldarstellerin werden? Hat Dich bei deinem Berufswunsch eine Person oder etwas anderes inspiriert?

 Erst wollte ich Ballerina werden (welches Mädchen will das nicht ;)), dann wollte ich Schauspielerin werden und dann hab ich mich in Whitney Houston’s Musik verliebt und wollte unbedingt Sängerin werden. Ich habe alle drei Wege weiterverfolgt und spätestens als ich damals Tanz der Vampire in Stuttgart gesehen habe war mir klar, dass ich mich nicht für einen der Wege entscheiden muss, sondern alle drei weitergehen kann. 

Welche Charaktereigenschaften und Fähigkeiten sollte für Dich ein/e Musicaldarsteller/in haben?

 Spontan, herzlich, sensibel, ausdauernd, offen und nicht alle Tassen im Schrank!

Was ist für Dich das faszinierendste an Deinem Beruf?

 Jeden Abend auf der Bühne eine Geschichte erzählen zu dürfen und dabei jeden Abend bei derselben Geschichte wieder neue Aspekte und Details zu entdecken.

Gibt es eine Traumrolle für Dich, die Du gerne einmal spielen möchtest?

 Eine meiner Traumrollen durfte ich bereits spielen, die Schwester Mary Robert in Sister Act! Mein Herz schlägt aber vor allem für klassische Musicals; dass ich in letzter Zeit viele Pop Musicals gespielt habe, war eher Zufall. Somit möchte ich baldmöglichst wieder etwas „klassisches“ spielen. Eine Traumolle wäre auch Cosette in Les Misérables oder irgendwann einmal Christine Daée.

Was war bisher Deine schönste Rolle?

 Schwester Mary Robert!

Dein Studium zur Musicaldarstellerin hast Du an der Theaterakademie „August Everding“ in München von 2007-2011 absolviert. Wieso hast Du dich für diese Akademie entschieden?

Man kann eigentlich nicht wirklich von „entscheiden“ reden; dass man überhaupt an einer staatlichen Musical Hochschule aufgenommen wird, ist alles andere als selbstverständlich und somit hatte ich riesen Glück, dass die Schule meiner Wahl mich auf Anhieb aufgenommen hatte.

Gibt es etwas, was Du an dieser Schule besonders findest, vielleicht sogar im Vergleich zu anderen Schulen?

 Man hat an der Theaterakademie in München die Möglichkeit mit den Studenten der anderen Abteilungen (Schauspiel, Regie, Dramaturgie, Maskenbild, Kulturkritik, Musiktheater, Bühnen- und Kostümbild) eng zusammenzuarbeiten und Projekte auf die Beine zu stellen. Wir haben uns sehr oft untereinander ausgetauscht und somit kriegt man einen viel tieferen Einblick in die gesamte Kunst- und Theaterszene.

Was sind Deine positiven, aber auch negativen Erfahrungen, die Du mit deiner Ausbildungszeit verbindest?

 Eine Ausbildung zum/zur Musicaldarsteller/in ist sehr intensiv und man stößt oft an seine Grenzen, die sich jedoch mit der Zeit immer weiter ausdehnen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man nie ausgelernt hat. Selbst die Dozenten waren immer auf der Suche nach neuen Erkenntnissen. Es ist eben ein komplexes Metier, wo es immer wieder neue Sachen zu entdecken gilt.

Vor Deinem Studium warst Du Teil des ersten offiziellen Musicallehrganges an der Musicalfactory Luzern. Wie bistDu dazu gekommen dort Mitglied zu werden? Was war das Besondere an dieser Musicalfactory?

 Da Luzern in der Schweiz meine Heimatstadt ist und mein Gymnasium direkt neben der Musicalfatory lag, war der Weg dorthin kein weiter. Direkt nach der Matura habe ich begonnen dort Kurse zu belegen und schaffte es somit kurze Zeit später, die Aufnahmeprüfung in München zu bestehen. Die Musicalfactory ist eine hervorragende Vorbereitungsschule für alle, die vorhaben Musical zu studieren.

Nach Deinem Studium hast Du direkt ein Engagement als „Schwester Mary Robert“ und im Ensemble in dem Musical „SISTER ACT“ im Ronacher Theater in Wien erhalten. Wie war es für Dich direkt nach Deinem Diplom eine Hauptrolle spielen zu dürfen?

 Es war himmlisch! 😉 Es konnte mir nichts besseres passieren als direkt nach dem Studium im Ensemble von Sister Act zu landen, wo ich direkt alles erlernte in die Praxis umsetzen konnte und als Cover regelmäßig die Gelegenheit hatte, zu erfahren was es heißt, eine Hauptrolle auf einer großen Bühne zu spielen und dann auch gleich eine meiner Traumrollen!

„Sister Act“

Bis vor kurzem hast Du noch in dem Musical „Sister Act“ mitgewirkt, was war für Dich das Besondere an diesem Musical?

 Wir waren sowohl auf als auch hinter der Bühne wie Schwestern.

Wie viele Shows hast Du in etwa in einer Woche gespielt?

 Eine Woche – sechs Tage – sechs Shows. Es gab damals nur selten Doppelshows.

Kam es zu Pannen während der Show, an die Du dich sofort erinnerst und wie sahen diese aus?

 Einmal hat es geregnet auf der Bühne – von wo auch immer. Es war sehr lustig, da dann in der Barszene unsere Dance Captain Assistant mit Wischmob auf die Bühne kam.

Und einmal hab ich als Schwester Mary Robert zu Beginn des Solos statt „Ich war niemals frech“ gesungen: „Ich war IMMER frech“. Somit musste ich in den nachfolgenden Zeilen etwas improvisieren um dem Song wieder einen Sinn zu geben. 😉 Ein paar Sekunden können sich dann in so einem adrenalingeladenen Moment anfühlen wie zehn Stunden.

Wirst Du etwas an „Sister Act“ vermissen? Falls ja, was ist es?

 Meine Schwestern!

„Legally Blond“/ „Natürlich Blond“

Was ist für Dich das Besondere an „Natürlich Blond“ und an Deiner Rolle Margot?

Ich finde es toll, in einer deutschsprachigen Erstaufführung eine Rolle zu kreieren. Natürlich Blond ist ein temporeiches Musical und macht wahnsinnig viel Spass zum spielen und zum zuschauen.

Die Margot ist sehr weit entfernt von mir, ganz im Gegensatz zur Schwester Mary Robert in Sister Act, bei der ich sehr viel von mir selber entdecken konnte. Aber genau dieser Gegensatz ist das interessante an meinem Beruf. Es macht mir unglaublich viel Spass, in die verschiendensten Rollen zu schlüpfen und an Margot ist noch so viel Neues zu entdecken. Ich freu mich auf die weiteren Shows! J

Eine Besonderheit meiner Rolle in Natürlich Blond: Als Margot darf ich jeden Abend mit den Bühnenhunden arbeiten. Diese Arbeit ist so spannend, jeder Tag ist wieder von neuem herausfordernd, weil die Hunde immer anders drauf sind. Man muss immer wach sein und jederzeit improvisieren können.

Kannst Du jetzt schon sagen, was Deine Lieblingsrolle in „Natürlich Blond“ ist?

Brutus! 😉

In dem Musical wird vieles pink sein. Ist das auch „Deine“ Farbe oder befürchtest Du schon jetzt, dass es Dir irgendwann „zu pink“ sein wird?

 ich mag pink gerne, es ist aber nicht meine Farbe. Es reicht wenn die Bühne, die Kostüme und die Garderobe in pink sind, mein Zuhause bleibt aber grösstenteils pink-frei. Guter Ausgleich! 😉

Am 21. Februar 2013 war  die deutschsprachige Musical-Premiere von „Natürlich Blond“ im Ronacher Theater in Wien. Wie ist es für Dich Mitglied dieser Premierenbesetzung zu sein?

 Aufregend!

Die Vorbereitungen laufen bestimmt bereits auf Hochtouren! Wie sehen diese aus? Wo wird geprobt und wie?

 Wir haben direkt nach der letzten Sister Act Vorstellung angefangen im Ronacher zu Proben. Die Techniker haben in einem wahnsinns Tempo das „Kloster“ ab- und das „Barbiehaus“ aufgebaut.

Auf was freust Du dich bei „Natürlich Blond“ am meisten?

 Auf die Choreographien von Jerry Mitchell, die bunte Bühne und vor allem auf die Arbeit mit den Hunden!

Hast Du den Film vorher gekannt? Wenn nein, hast Du ihn zur Vorbereitung geguckt?

 Natürlich, wer kennt ihn nicht!?

Vor „Natürlich Blond“ hast Du ebenfalls mit „Sister Act“ in Wien gespielt. Bist Du froh nun erst einmal in Wien zu bleiben und was gefällt Dir dort am meisten?

 Wien ist bereits mein Zuhause geworden und wird es auch bleiben. Ich mag sehr, wie man in dieser Stadt die Kunst wertzuschätzen weiß. Als Musicaldarsteller wird man in den meisten deutschen und schweizer Städten gefragt: „und was machen sie tagsüber?“. In Wien hingegen wird man als Musicaldarsteller sehr geschätzt und die Leute wissen, dass es ein Vollzeit-Beruf ist.

Liebe Anja,

ich  wünsche Dir alles erdenklich Gute für Deine berufliche, aber auch private Zukunft.  Des Weiteren wollte ich mich  auch nochmal für Dein Interesse an dem Blog und Deine schnelle Bearbeitung bedanken. Dank für Alles!

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Interview mit Helena Blöcker

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c Karim Khawatmi

© Karim Khawatmi / Helena Blöcker

Hallo Ihr Lieben,

heute ist Montag und wie Ihr ja wisst  bedeutet das, dass wir heut ein neues Interview für Euch haben! Vor ein paar Monaten haben wir Euch gefragt, von wem Ihr denn gerne einmal ein Interview lesen möchtet. Einen Eurer Vorschläge gehen wir nun nach, denn Ihr habt Euch unter anderem ein Interview mit unserer heutigen Interviewpartnerin gewünscht. Von wem wir nun sprechen? – Wir können Euch heute stolz die Musicaldarstellerin Helena Blöcker vorstellen, die zurzeit im Musical „Mamma Mia!“ zu sehen ist!

Helena Blöcker begann schon im Kindesalter mit Klavier- und Ballettunterricht und wirkte bereits während der Schulzeit in der Musical AG Schloss Hagerhof mit.

An der Universität der Künste Berlin schloss sie im Juni 2006 ihr Diplom zur Musicaldarstellerin mit Auszeichnung ab.

Schon während des Studiums konnte man sie in Produktionen wie „Mass“ in Bremen, „Orpheus in der Unterwelt“ in Potsdam und in dem Studienabschlussprojekt „Erwin Kannes – Trost der Frauen“ („Letterland“) in Berlin auf der Bühne bewundern.

Helena Blöcker ist erste Preisträgerin des Bundeswettbewerbs Gesang 2003.

Nach ihrem Studium folgten zahlreiche Engagements. In Berlin wie auch in Stuttgart coverte  sie bereits neben ihrer Ensemblerolle im Musical „3 Musketiere“  die Rolle  der Milady de Winter. Danach konnte man sie im Sommer 2008 bei den  Clingenburg Festspielen als Evita im gleichnamigen Stück auf der Bühne bewundern.

Bevor Helena dann im Oktober 2011 Teil des Ensembles von „Rebecca“ wurde, wo sie als Swing und Cover Beatrice zu sehen war, begeisterte sie in Stuttgart und anschließend in Oberhausen das Publikum als Zweitbesetzung der Madame Akaber und im Ensemble von „Wicked – Die Hexen von Oz“.

Aktuell spielt sie erneut in ihrem geliebten „Schwabenländle“  und ist dort im  Stage Palladium Theater Stuttgart bei „Mamma Mia!“  im Ensemble und als eine Dynamo (Rosie) zu sehen.

Wenn Ihr nun mehr über Helena selbst, ihre Ausbildungszeit, die „Rebecca“-Zeit und vieles mehr erfahren wollt, wünschen wir Euch nun viel Spaß beim Lesen des Interviews!

 

Allgemeines

 

Wie würdest Du dich selbst beschreiben?

Achherrje … Aufgeschlossen und lebensfroh ….manchmal nehm ich die Dinge aber auch zu ernst..

 

Was ist für Dich das Schönste am Tag?

Zu wissen, daß ich gesund bin und wie schön und interessant mein Leben bisher verlaufen ist.

 

Was macht Dich glücklich?

Zu lachen, meine engsten Freunde um mich zu haben, Schnee, Sonne, Natur, schöne Feste feiern, gutes Essen, gemütliche Betten und Tchibo 😉

 

Ohne was kannst Du nicht mehr leben?

Die Liebe! …und meine Maus Rémy 😉

 

Hast Du einen besonderen Tick oder eine Macke die Du mit uns teilen möchtest?

Dreckige Windschutzscheiben. Da werd ich verrückt wenn da nur ein bißchen Dreck drauf ist (auch als Beifahrerin 🙂 )

 

Was würdest Du auf eine einsame Insel mitnehmen?

(ich lache) Einiges!!!

 

Was war Dein erstes Musical was Du gesehen hast?

Eigentlich ´Tanz der Vampire´in Wien mit der Hagerhof Musical AG, ABER mein damaliger Freund hat mir, als ich 19 war, eine Reise nach HH ´Phantom der Oper`  in der 2. Reihe geschenkt. Das war was ganz Besonderes für mich und zählt als 1. Mal 🙂

 

Deine Lieblingsfarbe ist:        meistens Pastelltöne

 

Dein Lieblingsauto ist:           Defender

 

Dein Lieblingstier ist:             fast alles mit Fell 🙂 Hund

 

Deine Lieblingskleidung ist: schöne Kleider aber auch höchst gerne mein Jogginganzug!

 

Deine Lieblingsmusik ist:   schwere Frage, frag lieber was ich nicht mag

 

Dein aktuelles Lieblingsbuch ist: `Zusammen ist man weniger allein` Anna Gavalda

 

Dein Lieblingsfilm ist: Ziemlich beste Freunde, Marley&Me, Das Beste kommt zum Schluss, Wenn Liebe so einfach wäre und und und…

 

Dein Lieblingstheaterstück (und/oder) Musical ist:  Leonce und Lena im BE

 

Wenn Du eine Superheldin sein könntest, was wäre dann Deine Fähigkeit/en?

Die Zeit still stehen zu lassen und ganz weit und hoch hüpfen können

 

 

Schauspiel, Ausbildung, usw .

 

Wieso wolltest Du Musicaldarstellerin werden? Hat Dich bei deinem Berufswunsch eine Person oder etwas anderes inspiriert?

Dafür war mir nie Etwas zu anstrengend, zu früh, zu spät oder zu lang und es war einfach. Und es hat mal jemand gesagt: `Wenn Etwas einfach ist, dann ist es richtig!`

Inspiriert und/oder unterstützt wurde ich durch:

Mariana Ilgauds, Gerhard Preuten, Ilona Nonay-Ernst, Heike Schmitz,   Oper Bonn`LesMiserables`, Withney Houston

 

Was war für Dich das Positivste, beziehungsweise Negativste an Deiner Ausbildung an der Universität der Künste?

Eindeutiges Pro die Ehrlichkeit meiner Mentoren und mein Tanzlehrer.

Wir haben unheimlich existenziell an unseren Persönlickeiten gearbeitet. Das war manchmal sehr schwer um 22 Uhr einfach nach Hause zu gehen und abzuschalten. Aber es hat mich auch zum dem gebracht was ich jetzt tue und lebe kann.

 

Wie wichtig findest Du es, dass der Abschlussjahrgang Deiner ehemaligen Universität der Künste, jedes Jahr ein eigenes Stück auf die Beine stellt? Empfindest Du dies  als gute Vorbereitung für die Studenten?

Allerdings!

Das ist noch pures Theater spielen, was jeder mal erfahren sollte. Es gibt nichts Größeres eine Rolle auf den Leib geschrieben zu bekommen und das mit Peter Lund zu erarbeiten.

 

Was hat Dir selbst Dein Studiumsabschlussstück „Letterland“ bedeutet und was fandest Du besonders an diesem?

Es bedeutet mir sehr viel. Das Stück war befreiend, fröhlich und hat viele Menschen berührt.Und ich, ha, konnte mich so richtig auf der Bühne austoben.

 

Mittlerweile hast Du schon bei einigen Musicals mitgespielt. Wie ist es für Dich, wenn Du immer mal wieder mit den gleichen Leuten wie beispielsweise mit Valerie Link oder Christina Maria Brenner in unterschiedlichen Produktionen spielst? Mit Lucy Scherer beispielsweise hast Du gemeinsam den Abschluss an der Universität der Künste in Berlin erworben und dann in einigen Produktionen gemeinsam gespielt („Letterland“, „Wicked“ und  „Rebecca“). Hattet ihr auch zwischen euren Engagements Kontakt?

Es ist immer schön wieder mit Kollegen zusammen zu arbeiten.

Mit Lucy ist das natürlich was Besonderes da uns eine enge Freundschaft schon seit Anfang der Unizeit und auch über das Theater hinaus verbindet.

 

Welche Charaktereigenschaften und Fähigkeiten sollte für Dich ein MusicaldarstellerIn haben?

Professionalität, Fachkompetenz… und wenn möglich gerne auch ein bißchen Talent 😉

 

Was ist für Dich das faszinierendste an Deinem Beruf?

Es gibt nie einen Stillstand und soviele Facetten und einzigartige Momente.

 

 Gibt es eine Traumrolle für Dich, die Du gerne einmal spielen möchtest?

Eigentlich habe ich schon Traumrollen gespielt, aber eine Fantine oder Paulette könnte ich mit durchaus vorstellen 😉 aber auch noch Andere

 

Was war bisher Deine schönste Rolle?

Milady de Winter und Evita

 

 

Rebecca

 

 Hast Du die Geschichte (Buch, Film, Musical) vorher bereits gekannt?

Ja, den Film

 

Was ist/war  für Dich das besondere an „Rebecca“?

Das es wirklich eine spannende Kriminalgeschichte war und das bombastische Bühnenbild. Zudem war es für mich persönlich das Stück, mit dem ich zurück ins Schwabenländle kommen durfte und daher ein schönes Geschenk.

 

Kam es zu Pannen während der Show, an die Du dich sofort erinnerst und wie sahen diese aus?

Puh…äußerst selten. Was wir oft hatten waren Textverdreher und Haspler. Ich hab mal den Text als Beatrice im Song vergessen und 2 mal die selbe Zeile gesungen (mehr Panik als lustig) und Gerd hat mal als Giles so fest auf die Pfeife gebissen, dass ich sie beim rausziehen in 2 Teile gepflückt habe und wir einen Lachanfall hatten.

 

Bei „Rebecca“ warst Du nicht „nur“ Swing, sondern standest auch als Cover „Beatrice“ auf der Bühne. Hattest Du vor Deinen Shows eine Art Ritual, dass Du dich in die unterschiedlichen Ensemblerollen oder als „Bee“ besser hineinversetzen konntest  und Dir die Bewegungsabläufe besser verinnerlichen kannst?

(ich lache laut!) Dazu sollte man wohl Gerd Achilles befragen… wir hatten immer ein komödiantisches, körperlichesWarm up kurz vor unserem Auftritt. Das war grandios!

 

Du hattest am 31.12.2012 Deine Derniere bei „Rebecca“. Was wirst Du am meisten vermissen(an Cast/ am Stück/an der Atmosphäre) ?

Auf jeden Fall nicht mein Ringelkostüm der Beatrice ;)..aber das Ballkostüm hab ich geliebt.

Es war einfach ein starke Cast und eine schöne Zeit, ich werde das Große und Ganze vermissen. Auch das Orchester!

Mamma Mia! – Zukunftspläne

 

Nach Deinem Engagement bei „Rebecca“ spielst Du nun auch im Stuttgarter Palladium Theater bei „Mamma Mia!“ mit. Wie ist es für Dich, wenn Du dich jedes Mal neu eingewöhnen musst? Fällt es Dir schwer Dich an die neuen Kollegen und an die neue Atmosphäre  zu gewöhnen?

Nein garnicht! Im Gegenteil. Ich bin ein neugieriger Mensch und freue mich Neues machen zu können.

 

Auf was freust Du dich bei „Mamma Mia!“ am meisten? 

Das Tanzen, auf meine Dynamorolle und braun sein zu müssen :)!

 

Welche Rolle wirst Du dort übernehmen und wo denkst Du liegt die größte Herausforderung für Dich?

Ensemble, Cover Rosie

In meiner Rolle den Humor zu treffen, diese starke und praktische Frau gut zu verkörpern und die Freundschaft der 3 Frauen glaubwürdig zu zeigen.

 

 Wie sehen Deine  Zukunftspläne aus? Was wünschst Du dir?

Ich bin sehr glücklich wie alles gerade ist-weiter so!

 

„Mamma Mia!“ war nicht Deine erste Produktion in Stuttgart, denn Du hast bereits in“3 Musketiere“, „Wicked – Die Hexen von Oz“ und zuletzt in „Rebecca“ dort performt. Was gefällt Dir am besten am „Schwabenländle“ und an der Umgebung?

Ich bin seit meiner Kindheit sehr oft auf der schwäbischen Alb, daher verbindet mich sehr viel zu dieser Gegend. Außerdem liebe ich Süddeutschland und die Schwaben sind ein treues und geselliges Völkchen und mitlerweile habe ich hier einen großen Freundeskreis.

 

Am 20.10.2012 hattest Du, mit dem Musikverein Stuttgart-Hofen 1905 e.V.,  einen Auftritt in der St. Barbara-Kirche in Stuttgart.  War es das erste Mal, dass Du einen Auftritt in der Form hattest? Kannst Du dir auch in Zukunft vorstellen, solche Konzerte zu geben?

Ja und ich hoffe soetwas in Zukunft noch öfter machen zu können. Das war ein ganz besonderes Konzert mit einem tollen Verein und es hat mir unheimlich viel Spaß gemacht.

In meiner Schulzeit habe ich zusammen mit meiner Mutter im Kammerchor Collegium Musicum Bad Honnef  klassische Konzerte in der Kirche gesungen. Solistisch nur auf Hochzeiten.

 

 

Liebe Helena,

an dieser Stelle möchte ich mich bei Dir für dieses Interview und die Zeit, die Du dafür aufgebracht hast, bedanken! Ich hoffe Dir hat es ebenfalls Spaß gemacht und wünsche Dir für Deine Zukunft alles Gute!

Interview mit Sidonie Smith

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(c) Christopher Ryan

© Christopher Ryan / Sidonie Smith

Kreativer Montag, da sind wir wieder! Diesmal haben wir ein Interview mit der talentierten Sidonie Smith für Euch!

Sidonie, oder auch gerne Sid genannt, steht schon seit Kindesbeinen auf Bühnen dieser Welt. Geboren wurde sie in Amerika und bekam dank ihrer Mutter bereits mit 4 Jahren Klavierunterricht und mit 10 Jahren kamen die Instrumente Violine und Bratsche hinzu. Zusätzlich konnte sie mit ihrem eigenen komponierten Orchesterwerk „Genesis“ mit 17 Jahren die Kritiker überzeugen und nahm im selben Jahr ein Stipendium am renommierten „College of Music an der Florida State University“ für das Studienfach Bratsche an. Doch das reichte Sid nicht aus und so fügte Sie ihrem Lehrplan Theater (Schauspiel, Gesang, Tanz) hinzu und schloss das Studium in beiden Fächern ab.

Nach erfolgreichem Mitwirken in Produktionen in America wie „Jesus Christ Superstar“ ( 2005) oder auch „How to Succeed in Business…“ (2006) entschloss sie sich für eine weitere Ausbildung, an der Joop van den Ende Academy Hamburg, nach Deutschland zu kommen. Im Anschluss daran konnte man Sid auf der Bühne bei Stücken wie beispielsweise  „Buddy – Die Buddy Holly Story“ (2009/2010, Essen), „AIDA“(2011, Clingenburg Festspiele) und bis vor kurzen in  „Sister Act“ (2011/2012) in Wien im Ronacher Theater sehen.

Zurzeit kann man sie in der neuen deutschen Adaption des preisgekrönten Broadway Musicals „Natürlich Blond“  im Ronacher Theater Wien  sehen, welches  am 21.02.2013 Premiere feierte.

Neben diesen Engagements hat Sid einen eigenen Youtubekanal (http://www.youtube.com/user/siddielove) auf dem sie regelmäßig eigene Videos und die „ One Woman Disney Series“ postet. Also es lohnt sich sehr nach dem Lesen dieses Interviews auch mal dort vorbeizuschauen!

Noch mehr dazu, zu ihrer Ausbildung und ihrem neuen Engagement in Wien und der neuen Rolle im neuen Musical erfahrt ihr jetzt im folgenden Interview.

Viel Spaß Ihr Lieben!

Allgemeines

 

Wie würdest Du dich selbst beschreiben?

Ich bin eine Träumerin.

Was ist für Dich das schönste am Tag?

Ein herzhaftes Lachen.

Was macht Dich glücklich?

Ich liebe es, Leute zu beschenken.

Ohne was kannst Du nicht mehr leben?

Sauerstoff ;P

Hast Du einen besonderen Tick oder eine Macke die Du mit uns teilen möchtest?

Komisch aber wahr: 1. Wenn ich laufe, zähle ich unterbewusst meine Schritte. 2. Privat passt mein Lidschatten immer zum Oberteil.

Was würdest Du auf eine einsame Insel mitnehmen?

Meinen Mann.

Was wünscht Du dir für deine Zukunft?

Liebe, Zufriedenheit und ganz viel Musik.

Wenn Du eine Superheldin sein könntest, was wäre dann Deine Fähigkeit/en?

Toll wäre es, nie schlafen zu müssen oder die Zeit anhalten zu können. Dann könnte ich ganz viele Sachen erledigen und schöne Momente länger genießen.

Deine Lieblingsfarbe ist: Glitzer 🙂

Dein Lieblingsauto ist: Taxi!

Dein Lieblingstier ist: Mickey Mouse

Deine Lieblingskleidung ist: Ich liebe alles, was sommerlich ist. Ich bin in Flip-Flops geboren.

Deine Lieblingsmusik ist: Motown!

Dein aktuelles Lieblingsbuch ist: Ich lese am liebsten die Bibel.

Dein Lieblingsfilm ist: Oooooh schwierig…

The Shawshank Redemption, Disneys Der Glöckner von Notre Dame, Hook, Psycho und und und…

Dein Lieblingstheaterstück (und/oder) Musical ist:

Shakespeares “Macbeth” und “You’re a Good Man Charlie Brown.”

 

 

Schauspiel, Ausbildung, usw .

Wieso wolltest Du Musicaldarstellerin werden? Hat Dich bei deinem Berufswunsch eine Person oder etwas anderes inspiriert?

Ich wuchs mit vielen talentierten, kreativen Menschen auf. In der Schule hatten wir nicht nur Englisch, Mathe, Wissenschaft usw., sondern auch Fächer wie Tanz, Schauspiel, Kunst und Musik. Ich habe sehr früh angefangen bei Musicals mitzuwirken, allerdings im Orchestergraben als Instrumentalistin. Ich liebte das Musical Theater schon immer, auch als ich „unter“ der Bühne gespielt habe. Ich bewunderte die Leute „auf“ der Bühne immer sehr und habe eigentlich nie damit gerechnet, dass ich eines Tages auch dort stehen würde.

Welche Charaktereigenschaften und Fähigkeiten sollte für Dich eine MusicaldarstellerIn haben?

Fleiß und Humor.

Was ist für Dich das faszinierendste an Deinem Beruf?

Die Menschen! In dem Geschäft lernt man immer wieder neue interessante Menschen kennen.

Gibt es eine Traumrolle für Dich, die Du gerne einmal spielen möchtest?

Es gibt so viele, aber ich würde wahnsinnig gerne eine Rolle in einerUraufführung kreieren.

Was war bisher Deine schönste Rolle?

Aida ist und bleibt meine Lieblingsrolle.

NEU Aida SidonieSmith

NEU Aida SidonieSmith2

Du hast Deine Ausbildung an der Florida State University in Florida absolviert und dann ein Jahr an der Joop van den Ende Academy in Hamburg studiert. Was hat Dir an beiden Universitäten am besten gefallen?

Ich habe an beiden Hochschulen wahnsinnig viel gelernt. Sie waren beide im positiven Sinne sehr herausfordernd. Die Anforderungen an klassische Instrumentalisten waren und sind noch immer sehr hoch. Bei der Florida State University habe ich ungefähr 6 Stunden am Tag Bratsche geübt und musste parallel noch den normalen Unterricht besuchen. Meine Challenge bei der JvdE war, dass ich vorher kein einziges Wort Deutsch konnte! Der Unterricht und die Prüfungen waren auf Deutsch und das Schwierigste dabei war, die Schauspielszenen in dieser für mich neuen Fremdsprache, zu spielen, da man erst eine Herzensverbindung zu einer neuen Sprache aufbauen muss, damit es aufrichtig rüberkommt.

Mit „Diva Lessons: Lehrstunde mit Regeln und Liedern für angehende Diven“ und „Head Over Heels: Ein Konzert der Liebe“ kann man Dich auch auf anderen Veranstaltungen antreffen. Was ist das Besondere an ihnen?

Diva Lessons und Head over Heels sind mir persönlich sehr wichtig, denn ich habe beide selbst zusammen mit meinem Mann Christopher Ryan geschrieben.

Du spielst nicht nur Klavier, Violine und Bratsche sondern komponierst auch selber Stücke. Bereits mit 17 Jahren hast Du dein erstes eigenes Orchesterwerk „Genesis“ unter Beifall der Kritiker zur Aufführung gebracht. Was war das für ein Gefühl in so jungen Jahren bereits seine eigenen Kompositionen zu hören?

Wir haben „Genesis“ bei meiner High School Abschlußfeier mit einem großen Orchester und einem Chor (über 100 Mann) aufgeführt und ich durfte dirigieren! Es war bis zu diesem Zeitpunkt das unbeschreiblichste Erlebnis meines Lebens. Ich bekomme immer noch Gänsehaut wenn ich daran denke.

Du hast ein Stipendium am renommierten College of Music an der Florida State University für das Studienfach Bratsche bekommen und hast während des Studiums den Lehrplan Theater (Schauspiel, Gesang, Tanz) hinzugefügt. Wie kam es dazu?

Ich wollte schon immer mit Gesang, Tanz und Schauspiel anfangen. Ich bekam im College endlich mal den Mut dazu, meinen Traum zu verfolgen:)

Wie bist Du nach Wien gekommen beziehungsweise was hat Dich dazu gebracht die Staaten zu verlassen und ins deutschsprachige Gefilde zu kommen?

Lustigerweise wollte ich eigentlich nur 3 Wochen in Deutschland bleiben…und vier Jahre später HERE I AM:). Ursprünglich kam ich nach Europa wegen eines kurzen Gesangworkshops und daraus habe ich die tolle Möglichkeit bekommen in meine Lieblingsstadt, Hamburg, an der Joop van den Ende Academy zu studieren. Seitdem durfte ich in wunderbaren Musicals mitspielen, inklusive Sister Act, was mich ins schöne Wien gebracht hat. Ganz ehrlich, ich hatte es nie vor, in Europa zu spielen. Es ist alles ein wunderschöner, unerwarteter Segen.

Kannst Du dir in Zukunft vorstellen wieder in Amerika zu spielen oder siehst Du es vorerst vor, in Europa zu bleiben?

Ich mache im Moment keine Pläne. Mal schauen was das Leben bringt!

 

 

Sister Act Wien

© Rolf Bock

© Rolf Bock

Was ist für Dich das besondere an „Sister Act“?

Die Aussage, dass die Liebe an der ersten Stelle steht.

In diesem Stück hast Du auch die Rolle der „Deloris“ gecovert. Was gefällt Dir am meisten an dieser Rolle?

Ich mag es sehr Charaktere zu spielen, die ganz anders sind als ich. Deloris ist wild, hemmungslos und ein richtiges Partygirl. Es war ein fabelhaftes Abenteuer, Deloris spielen zu dürfen :).

© Rolf Bock (2)

© Rolf Bock

Wie viele Shows hast  Du in etwa in einer Woche gespielt?

6 bis 7

Kam es zu Pannen während der Show, an die Du dich sofort erinnerst und wie sahen diese aus?

Es war einmal bei Sister Act (in Wien), als wir plötzlich auf der Bühne im Regen standen. Es hatte sich so zugetragen: Die Rohre der Klimaanlage waren eingefroren und tauten, währen die Show lief, wieder auf, was wir natürlich nicht wussten. Als es dann plötzlich regnete, standen wir, mit großen Augen, ganz schön verloren da. Letztendlich haben wir die Szene einfach zu Ende gespielt. Und so mussten wir bis ans Ende unserer Tage den Pfützen ausweichen. Ende! 🙂

Bis vor kurzem hast Du noch bei „Sister Act“, was wie Dein jetziges Engagement ebenfalls in Wien spielt, performt. Was magst Du an Wien am meisten und was sind Deine Lieblingsplätze?

Was ich an Wien liebe ist die Architektur. Es gibt nichts Schöneres als Weihnachten in Wien. Besonders den Weihnachtsmarkt am Schloß Schönbrunn!

© Rolf Bock (3)

© Rolf Bock

„Legally Blonde“/ „Natürlich Blond“

Nat Blond 1 SidonieSmith

© Isabell Schatz – Natürlich Blond

 Was ist für Dich das Besondere an „Natürlich Blond“ und an Deiner Rolle Pilar?

Die Botschaft des Musicals ist für mich immer am wichtigsten. Das Skript ist intelligent und extrem witzig, wobei was ich an Natürlich Blond liebe, ist, dass die Charaktere alle ein Klischee erfüllen: die Blonde, der Schwule, die Cheerleaderin, die Black Diva (ratet mal wen ich spiele :)). Daher merkt man im Lauf der Show, dass man über einen Menschen nicht so schnell anhand seines Auftretens urteilen sollte.

Am 21. Februar 2013 war  die deutschsprachige Musical-Premiere von „Natürlich Blond“ im Ronacher Theater in Wien. Wie ist es für Dich Mitglied dieser Premierenbesetzung zu sein?

Unbeschreiblich schön. Die Besetzung wird alle umhauen. Ich fühle mich richtig geehrt dabei zu sein.

Auf was hast Du dich  bei „Natürlich Blond“ am meisten gefreut?

Auf die Hunde natürlich!


Nat Blond 2 SidonieSmith

© Isabell Schatz – Natürlich Blond

YouTube – „One Woman DISNEY Series“

 One Woman DISNEY Series Sidonie Smith     © Christopher Ryan

© Christopher Ryan –  One Woman DISNEY Series, Hinter den Kulissen

Bei YouTube hast Du einen eigenen Kanal (http://www.youtube.com/user/siddielove), auf dem Du , neben anderen Videos und Songs, von Dir interpretierte Disney-Lieder hochlädst. Wie bist Du auf diese Idee gekommen? Was ist die Intention deines Projekt?

Bevor ich nach Deutschland gekommen bin, habe ich in Disney World als Schauspielerin/Sängerin gearbeitet. Ich habe, so wie viele Kinder auch, schon immer Disney Filme geliebt und kann auf diesem Weg meine Interpretationen mit anderen Disney- und Musicalliebehaber teilen.

Disney World Sidonie Smith  © WDW

© WDW – Mitarbeiter bei Disney World.

Eine „One Woman“ -Show…ist das eine Variante, die Dich mehr interessiert als zusammen mit einem Ensemble auf der Bühne zu stehen?

Im Gegenteil, mit anderen Künstlern zu arbeiten ist das Schönste am Theater überhaupt. Ich mag die Herausforderung, alles selber zu arrangieren, zu inszenieren, und zu designen (Maske, Kostüme). Deswegen produziere ich meine One-Woman Disney Series.

Haben die Lieder, die Du bisher gecovert hast eine spezielle Bedeutung für Dich oder sind es „nur“ deine Lieblingslieder?

Oft sind es Lieder wie „Zero to Hero ,“ die ich immer gerne singen wollte, aber ab und zu singe ich Songs wie „Home“ von Scott Alan, die mir ganz nah am Herzen liegen.

Machst Du die Videos und Aufnahmen komplett alleine oder gibt es noch jemand der Vielleicht hinter der Kamera steht? 🙂

Außer dass Prince Charming auf den Aufnahmeknopf drückt, übernehme ich den Rest! 🙂

Head Over Heels Sidonie Smith
Bild: Head Over Heels Konzert mit Christopher Ryan

Liebe Sid,
vielen lieben Dank, dass Du dir die Zeit für unser Interview genommen hast! Wir sind  von Deiner bisherigen Laufbahn sehr begeistert und waren stolz ein Interview mit Dir führen zu dürfen. Wir wünschen Dir auch weiterhin alles erdenklich Gute für Deine Zukunft und hoffen Dich hoffentlich sehr bald in Wien auf der Bühne zu sehen.

Interview mit Timothy Boldt

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© Chiara Cigliutti

© Chiara Cigliutti / Timothy Boldt

Hallo Ihr Lieben,
heute haben wir wieder ein neues Interview für Euch und wollen Euch den sympathischen Schauspieler Timothy Boldt anhand unseres Interviews vorstellen. Viele von Euch kennen Timothy wohl vor allem durch seine Rolle Richard „Ringo“ Beckmann, die er seit dem 24.08.2012 in der täglichen Serie „Unter Uns“ auf RTL darstellt.
Seine erste Schauspielerfahrung sammelte Timothy im Alter von 10 Jahren, als er 2001 eine Episodenrolle in der Serie „Die Rettungsflieger“ bekam. Neben der Schule folgten weitere kleine Engagements in deutschen TV-Produktionen wie „Alphateam“ oder „Notruf Hafenkante“, bevor Timothy nach seinem Abitur 2010 seine erste große Hauptrolle übernahm. In der ZDF-Telenovela „Hanna – Folge deinem Herzen spielte er Florian Castellhoff und drehte über ein halbes Jahr lang täglich in Potsdam-Babelsberg. Danach begann Timothy in seiner Heimat Hamburg ein BWL-Studium, arbeitete aber weiterhin als Schauspieler. Im Jahr 2011 folgten Mitwirkungen in „Kampen – manche mögen’s reich“, „In aller Freundschaft“ und „Countdown“. Im Folgejahr begann Timothy dann sein Engagement bei „Unter Uns“ und dreht seitdem durchgängig für die Serie in den Kölner MMC-Studios. Parallel stand er dabei auch für „Küstenwache“ und „SOKO Stuttgart“ vor der Kamera und wir denken nicht, dass es dabei bleiben wird…

Nun hat sich Timothy Zeit für uns genommen und wir freuen uns, euch heute das daraus entstandene Interview präsentieren zu können. Wir wünschen Euch viel Spaß damit!

Wie würdest du dich selbst beschreiben?

Als einen waschechten Hamburger.

Was ist für dich das schönste am Tag?

Von wildfremden Menschen ein Lächeln geschenkt zu bekommen.

Was macht dich glücklich?

Ziemlich viele Dinge. Zum Beispiel morgens aufzuwachen und die Sonne erhellt schon den ganzen Raum. Oder meine Freunde zum Grillen einladen. Ben & Jerry‘s Chocolate Fudge Brownie. Bei meinen Großeltern am Kamin zu sitzen. Ein voller iPhone-Akku. Der Support, den ich z.B. auf meiner facebook-Page bekomme. Die ganze süße Fanpost. Trotz der ganzen Bahnpendelei ab und zu wieder Auto zu fahren. Manchmal das Nachtleben. TED talks. Sonntage. Menschen mit meiner Arbeit glücklich zu machen. Mein Job. Flirten. Hamburg. Unabhängig zu sein. Erfolg zu haben, noch wichtiger: ihn teilen zu können. Mit Profis zu arbeiten und von Ihnen zu lernen. Eine neue Playlist. Die Stickersammlung auf meinem Koffer.

Ohne was kannst du nicht mehr leben?

Mein iPhone. Und küssen.

Hast du einen besonderen Tick oder eine Macke, die du mit uns teilen möchtest?

Ouhh, ich hab so einige. Und ich teile sie ziemlich oft, denn sie gehören einfach zu mir. Man sieht mich zum Beispiel im Studio nie ohne mein iPad, darauf lerne ich sogar meine Texte. Vor dem Drehen verstecke ich es dann immer sorgfältig im Set und es ist schon öfter
vorgekommen, dass ich danach nicht mehr wusste, wo…

Was würdest du auf eine einsame Insel mitnehmen?

Falls ich zu dem Zeitpunkt eine Freundin habe, dann die. Alternativ Cameron Russell 😉

Was wünscht du dir für deine Zukunft?

Dass ich am Ende sage, ich würde alles genauso noch einmal machen. Interessante Rollen und eine tolle Frau an meiner Seite. Ich glaube, viel mehr brauche ich nicht.

Wenn Du ein Superheld wärst, was wären dann deine Fähigkeiten?

Jedi-Kräfte, auf JEDEN Fall! Die fand ich immer am coolsten. Zum Beispiel die Gedanken von Menschen kontrollieren zu können. Das wäre übrigens auch für die Schauspielerei ganz hilfreich…

Lieblingsfarbe: schwarz

LieblingsautoAudi R8

Lieblingstier:   Wanderfalke

Lieblingsoutfit: Jeans und Hemd

Lieblingsmusik: wechselt ständig, aktueller Lieblingssong: „Pump Up Medley- Live in Hamburg“ von Jan Delay aus dem Album „Hamburg brennt!!“

aktuelles LieblingsbuchBoat People

LieblingsfilmCasino (1995)

Wieso wolltest du Schauspieler werden? Hat dich in deinem Berufswunsch eine Person oder etwas anderes inspiriert?

Ich hatte ja schon während meiner Schulzeit Erfahrungen vor der Kamera sammeln können. Das war damals aber eher ein Hobby, es hat mir einfach Spaß gemacht als kleines Kind. Als ich dann älter wurde und mein Abitur in der Tasche hatte, habe ich mich bei einer tollen Schauspiel-Agentur beworben und kurze Zeit später stand ich in den Babelsberger Studios vor der Kamera.

Seit Oktober 2010 studierst du BWL in Hamburg. Warum hast du dich für BWL und nicht für Schauspiel entschieden?

Nachdem die Telenovela abgedreht war habe ich mich direkt für das Wintersemester in Hamburg beworben und wurde sofort angenommen. Das hat zeitlich einfach supergepasst, ich bin quasi aus der Maske direkt in den Hörsaal. Und da ich inzwischen mit ein paar Schauspielern geredet hatte wusste ich, dass das nicht der sicherste Job der Welt ist. Ich war mit 19 immer noch sehr jung und hab mir gedacht eine gute Ausbildung kann nie schaden. Neben dem Studium habe ich weiter gedreht, das hätte ich auf einer Schauspielschule nicht gedurft. Und irgendwie wollte ich auch mal ein ganz normaler Student sein.

Bereits seit 2001 hattest Du immer wieder Episodenrollen wie beispielsweise in den Fernsehreihen „Die Rettungsflieger“ und „Alphateam“ übernommen. Wie war es für Dich bereits als Kind vor der Kamera zu stehen? War das Dein Impuls dich für diese
Serien zu bewerben?

Das war einfach nur cool. Wenn man als Kind an ein Set mit dreißig vierzig Leuten, Helikoptern und diesen riesigen Scheinwerfern kommt dann ist das schon eine besondere Erfahrung. Und man fühlt sich sehr erwachsen, wenn der Regisseur mit einem spricht 😉
Für diese Rollen habe ich mich aber nicht selbst beworben, sondern das regelt eine Agentur.

Deine erste Hauptrolle hattest Du in der ZDF-Telenovela „Hanna – Folge deinem Herzen“, in der Du Florian Castellhoff verkörpert hast und dort vom 5. März bis 17. September 2010 zu sehen warst. Wie war es für Dich in diesem Alter bereits eine Hauptrolle zu spielen? Wie hast Du das zeitlich mit Deiner Schule geregelt?

Das war krass. Ich kann mich noch ziemlich gut an meinen ersten Drehtag erinnern. Ich war so aufgeregt, dass ich fast umgekippt wäre. Als Neuling beim Tempo einer täglichen Produktion Schritt zu halten war für mich eine große Herausforderung. Aber wir hatten ein geiles Team und nach drei vier Wochen hatte ich mich eingegroovt. Und ich kann mir kaum vorstellen, dass irgendjemand keinen Spaß daran gehabt hätte Florian zu spielen. Eine coolere erste Szene in einer Rolle werde ich wahrscheinlich nicht wieder haben. Mit dem Sportwagen vorfahren und bei Mutti zehn Riesen zum Shoppen abholen, das war schon herrlich! 😉 Mit dem Abi war ich gerade fertig, das war also kein Problem.

Bisher hast Du keine vollständige Ausbildung zum Schauspieler absolviert, allerdings hattest Du bereits trotzdem die Möglichkeit Hauptrollen zu spielen. Hast Du in Zukunft vor, eine Schauspielausbildung durchzuführen?

Das weiß ich ehrlich gesagt noch nicht. Im Moment geht es nicht wegen der Produktion in Köln, aber danach ist das auf jeden Fall eine Option. Bis dahin arbeite ich weiter fleißig mit den Coaches am Set.

Was war bisher Deine schönste Rolle?

In Bezug auf das Set und die Produktion war das meine Hauptrolle im Pilotfilm für „Kampen – Manche mögen‘s reich“. Wir haben auf Sylt gedreht, ich hatte mit Nicole Ernst und Guido Broscheit tolle Kollegen am Set und wir hatten verdammt viel Spaß bei der Arbeit. Wenn es dein Job ist mit einem Porsche die Hörnumer Straße hoch- und runterzucruisen, dann hat man doch irgendwas richtig gemacht oder?

Am 22. Mai 2012 hast Du die Dreharbeiten zur RTL-Soap „Unter uns“ aufgenommen, wo Du seit dem 24. August in der Hauptrolle Richard „Ringo“ Beckmann zu sehen bist. Wie kam es dazu, dass Du dieses Engagement bekommen hast?

Ich habe das Casting gewonnen 🙂

Konntest Du dich gut in Deine Rolle einfinden oder gab es am Anfang Schwierigkeiten?

Da meine Rolle „Ringo Beckmann“ kein gewöhnlicher Teenager ist, war das tatsächlich nicht so einfach. Es gab zwar ein Rollenprofil, aber ich habe trotzdem lange mit den Coaches und den Regisseuren darüber gesprochen, wie man das am besten umsetzt. Ringo ist ja nicht einfach nur der böse Teenager, da steckt viel mehr dahinter.

Magst Du deinen Charakter „Ringo Beckmann“?

Er ist zwar nicht der typische Sympathieträger, aber ich mag ihn. Ich habe viel Arbeit hineingesteckt und bin mit dem Ergebnis bisher ganz zufrieden. Die kommenden Storys werden zeigen, was mit diesem Charakter noch so alles passiert. Aber das möchte ich
jetzt noch nicht verraten…

Was ist Deiner Meinung nach der größte Unterschied zwischen Deiner Rolle und Dir selbst?

Ich mag Fairplay, Ringo mag Gewinnen.

Hast Du die Soap „Unter Uns“ vorher auch schon verfolgt oder hast Du dich mit dieser erst beschäftigt, als klar war, dass Du die Rolle bekommst?

Natürlich kannte ich „Unter Uns“ auch schon vorher, aber „so richtig“ gucke ich es erst seit meinem Einstieg.

Wie war es für Dich als „Neuling“ an so ein großes Set zu kommen, dass mittlerweile auch schon seit 18 Jahren besteht?

Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen wie eine Standard-Antwort, aber ich habe mich schnell wohl gefühlt. Natürlich hast du da eine eingeschworene Mannschaft am Set, die kennen sich alle schon seit Jahren und arbeiten perfekt zusammen, auch hinter der Kamera. Aber wenn die merken du hängst dich rein, machst deinen Job genauso gerne wie die dann läuft das. Daily Drama ist Teamplay. Richtig Glück hatte ich auch mit meinem „Garderoben-WG-Partner“ Marvin Linke. Wir verstehen uns einfach bombe und haben nicht nur am Set, sondern vor allem in den Drehpausen oder auch mal nach Feierabend jede Menge Spaß.

Was macht Dir an Deiner Arbeit am meisten Spaß?

Dass ich jeden Tag etwas neues machen kann. Ich habe keinen Arbeitsalltag im herkömmlichen Sinn, jede Szene ist anders.

Wie sehen deine Zukunftspläne aus?

Fragt mich in 10 Jahren nochmal! 😉

Und zum Schluss möchten wir Dir, Timothy, natürlich auch ganz herzlich Danken! Es hat uns sehr gefreut, dass Du das Interview in Deinen Terminkalender integrieren konntest und Du Interesse an unserem Blog gezeigt hast. Vielen Dank dafür und wir wünschen Dir für Deine Zukunft auch alles erdenklich Gute, sowohl im privaten als auch im beruflichen Sinne!