Archiv für den Monat März 2013

Interview mit Johan Vandamme

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© Conny Wenk/Johan Vandamme

Ihr Lieben,

heute ist kreativer Montag und gerade heute trifft das Wort „kreativ“  sehr  auf unseren Interviewpartner zu. Von wem wir sprechen fragt Ihr Euch? –  Unser heutiger Interviewpartner  ist Johan Vandamme, der Musicaldarsteller ist, aber auch der Inhaber, Hersteller und Designer der bekannten Schmuckfirma „Juvelan“ ist.

Johan Vandamme besuchte 1999 – 2005 die Königliche Ballettschule Antwerpen in der er sich im Balletttanz ausbilden ließ. Nachdem er diese Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hat, fest zum Ensemble des Ballett Vorpommern. Unter anderem sah man ihn dort als Solotänzer in Engagements wie „Der Nussknacker“ oder „Romeo und Julia“.

Nach zwei Spielzeiten als Balletttänzer entschied er sich dann anschließend in den Jahren 2007 -2009 die Joop Van Den Ende Academy in Hamburg zu besuchen, wo er seine Ausbildung zum Musicaldarsteller abschloss.

Nach seiner Ausbildung begann Johan sein erstes Engagement bei „Tanz der Vampire“ in Oberhausen, wo er als Cross Swing Gesang/Tanz tätig war und zusätzlich die Rolle des  Black Vampire coverte. Auch ein Jahr später übernahm er dann diese Rollen bei „Tanz der Vampire“, jedoch dann in Stuttgart, wo er zusätzlich noch das Cover des White Vampire bekam. Im Jahr 2011 bis 2012 ging er dann mit dem Musical „Elisabeth“ in Deutschland und der Schweiz auf Tour und war dort als Swing zu sehen. Nun spielt Johan dieses Musical seit 2012 im Raimund Theater Wien, wo er die Rolle des Todesengel´s performt.

Aber Johan ist nicht nur Musicaldarsteller, sondern wie gesagt auch gemeinsam mit Fredrik Andersson  Inhaber der Schmuckfirma „Juvelan“. Des Weiteren ist Johan auch selbst Hersteller und Designer der vielen tollen Schmuckstücke.

So Ihr Lieben, nun wünschen wir Euch viel Spaß beim Lesen des Interview´s mit Johan Vandamme!

Allgemeines

Wie würdest Du dich selbst beschreiben?

Ich bin ein lebensfroher, humorvoller, dickköpfiger, hart arbeitender, zielstrebiger… Mensch der viel Freude hat an allem was er macht!

Was ist für Dich das schönste am Tag?

Morgens aufwachen, wissende das es einen ganzen Tag gibt wo man alles machen kann was einem glücklich macht.

Was macht Dich glücklich?

Mein Leben und alles/ allen die daran beteiligt sind.

Ohne was kannst Du nicht mehr leben?

Vielleicht traurig aber wahr, mein iPhone. Es ist einfach der Hammer was man alles mit dieses Teil machen kann. Und vor allem super wenn man viel unterwegs ist.

Hast Du einen besonderen Tick oder eine Macke die Du mit uns teilen möchtest?

Naja, so besonders ist es nicht aber ich bin extrem kritisch mit mir. Wenn nicht alles perfekt ist so wie ich mir das vorgestellt habe ist das echt schwierig für mich. Auch wenn sonnst niemand die für mich „offensichtlichen Fehlern“ nicht sieht.

Was würdest Du auf eine einsame Insel mitnehmen?

Viel Musik und ein Notizbuch um alle Ideen auf zu schreiben die mir einfallen

Was wünscht Du dir für deine Zukunft?

Glücklich zu sein und weiterhin das machen zu können was mir Spaß und Freude macht

Wenn du eine Superheld sein könntest, was wäre dann deine Fähigkeit/en?

Beamen! Definitiv.

Deine Lieblingsfarbe ist: alles außer schwarz

Dein Lieblingsauto ist: meins

Dein Lieblingstier ist: Fische, weil es mich beruhigt sie anzuschauen.

Deine Lieblingskleidung ist: Meistens Jeans & T-shirt aber öfters auch ein bisschen schicker!

Deine Lieblingsmusik ist: Sara Bareilles, Melody Gardot,

Dein aktuelles Lieblingsbuch ist: Vogue 🙂

Dein Lieblingsfilm ist: Da gibt’s einige. Aber ich liebe meine fast komplette Disney Classics Collection

Dein Lieblingstheaterstück (und/oder) Musical ist: Ich habe kein bestimmtes Lieblingsstück, aber viele die ich sehr schön/gut fand.

Schauspiel, Ausbildung, usw .

Wieso wolltest Du Musicaldarsteller werden? Hat Dich bei deinem Berufswunsch eine Person oder etwas anderes inspiriert?

Mein Leben auf der Bühne habe ich als Balletttänzer angefangen, da habe ich gemerkt, irgendwas in mir mehr wollte als nur Tanzen. Erst dann habe ich für mich entschieden das ich in Richtung Musical gehen wollte. Und es war die beste Entscheidung!

Welche Charaktereigenschaften und Fähigkeiten sollte für Dich ein Musicaldarsteller haben?

Man(n) muss sehr offen sein, viel Geduld haben, wissen wo Man(n) seine Stärken und Schwächen hat.

Was ist für Dich das faszinierendste an Deinem Beruf?

Das faszinierende finde ich das wir für jeden Job meistens unser komplettes Leben in eine neue Stadt ziehen und unser ganzes Privatleben immer wieder verlassen müssen. Aber das positive daran ist das wir sehr viele verschiedene Städte sehen können, da leben und somit sehr viele Leuten kennen lernen.

Gibt es eine Traumrolle für Dich, die Du gerne einmal spielen möchtest?

Nein! 🙂 Hauptsache mir gefällt das Stück welches ich spiele.

Was war bisher Deine schönste Rolle?

Im Musical hatte ich bis jetzt das Glück in zwei sehr tolle Produktionen zu spielen, für mich war es eine sehr schöne Erfahrung in Tanz der Vampire sowohl als Black

Vampire & White Vampire auf der Bühne zu stehen. Aber sicher auch meine jetzige Position als Todesengel in Elisabeth finde ich sehr schön.

Als Balletttänzer hatte ich die Ehre in verschiede Solopartien auf der Bühne stehen zu dürfen.

Wie bist Du dazu gekommen, Dich nach Deiner Tanzausbildung an der Königlichen Ballettschule von Antwerpen weiter zum Musicaldarsteller ausbilden zu lassen?

Ich habe nach meiner Ballettausbildung zuerst zwei Spielzeiten als Balletttänzer gearbeitet bevor ich mich Richtung Musical gewendt habe.

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© Conny Wenk/Johan Vandamme

Du hast Dich an der JOOP VAN DEN ENDE ACADEMY in Hamburg zum Musicaldarsteller weiterbilden lassen. Diese Schule hat einen weitverbreiteten Ruf. Würdest Du sagen, dass es die richtige Entscheidung war an dieser Schule deinen Abschluss zu absolvieren? Gibt es etwas, was Du an dieser Schule besonders findest, vielleicht sogar im Vergleich zu anderen Schulen?

Ich kann den Vergleich mit anderen Schulen nicht machen da ich das Glück hatte nach meiner ersten Aufnahmeprüfung einen Ausbildungsplatz bekommen zu haben an der Joop van den Ende Academy.

Ich kann nur über meine Erfahrung erzählen von der Zeit als ich da war. Seit 2009, als ich gegangen bin, hat sich auch die Joop van den Ende Academy weiterentwickelt.

Für mich war es auf jeden Fall die richtige Entscheidung diese Ausbildung an zu treten. Ich wollte nach meinen Spielzeiten als Balletttänzer unbedingt mehr als nur tanzen lernen. Was mich in der Ausbildung sehr viel gebracht hat ist das wir alles ausprobieren konnten. Ich habe es z.b. geliebt in den Schauspielstunden Improvisationsübungen zu machen. Das hat mich am Anfang sehr viel geholfen mein Deutsch zu verbessern und mich in einer Fremdsprache wohl zu fühlen. Auch was die Gesangsabteilung angeht habe ich es extrem genossen mich von vielen verschiedenen Dozenten formen zu lassen. Die Mischung von Einzelgesangsstunden, LiedInterpretation, Ensemblegesang, … war sehr gut, weil alles was wichtig ist für den späteren Beruf dir mitgegeben wurde. Die Joop van den Ende Academy legt auch viel wert auf Tanz. Das war für mich sehr schön weil ich auch endlich Steppen gelernt habe, etwas was ich schon sehr sehr lange machen wollte. Ich bin der Meinung das jeder aus dieser Ausbildung soviel Input mitnehmen kann wie er/sie will. Nachher merkt man dann was für einen mehr gebraucht wird und was nicht. Aber die Ausbildung hat mir auf jeden fall eine zusätzliche sehr sichere Basis gegeben um in der harten Musicalwelt zu überleben.

Wie bist Du dazu gekommen als Belgier nach Deutschland zu kommen und dort zu arbeiten?

Als ich im 2005 in Antwerpen meiner Ballettausbildung abschloss, habe ich so wie das üblich ist in der Tanzwelt, mich Europaweit bei vielen Tanzkompanien vorgestellt in dem ich überall zu den BallettVortanzen gegangen bin. Ich hatte das große Glück sofort einen Vertrag zu bekommen als Balletttänzer beim BallettVorpommern in Greifswald und habe keine Sekunde gezweifelt weil ich wusste das es nicht einfach war in diesen Bereich und bin sehr froh das ich damals als 17 jähriger diesen Riesenschritt ins unbekannte gemacht habe und einfach mal 800km von meiner Familie in ein fremdes Land gezogen bin um meinen Traum zu verwirklichen.

Tanz der Vampire

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© Jan Ammann/ Johan Vandamme

Du hast über einen langen Zeitraum bei „Tanz der Vampire“ mitgespielt, was war für Dich das Besondere daran ?

Ich habe „Tanz der Vampire“ fast zwei Jahre lange gespielt. Das besondere daran war das ich fast jeden Tag eine andere Position spielen durfte. Mal im Gesangsensemble, mal im Tanzensemble, oder auch als Tanzsolist. Das sorgte dafür das es immer abwechslungsreich war.

Kam es dort zu Pannen während der Show, an die Du dich jetzt noch erinnerst und wie sahen diese aus?

Oh ja, es gab zwei an denen ich mich gut erinnern kann. Eine war fast am Ende der Spielzeit in Oberhausen. Da standen wir alle fertig um anzufangen, das Orchester fing an den Prolog zu spielen und nach noch nicht mal fünf Takten hörte es wieder auf. Irgendwas mit dem Sound hat nicht gestimmt. Da saßen wir dann fast 50 Minuten lang und danach ging’s weiter.

Oder auch in Stuttgart hatten wir mal eine große Panne und durften die Bühne nicht betreten. Da haben wir die ganz Show konzertant vor dem Eisernen Vorhang gemacht. Das Publikum hat es geliebt, weil’s mal was besonderes war was man nicht jeden Tag erlebt! Auch wir nicht 🙂

Bei „Tanz der Vampire“ warst Du unter anderem als Swing (Cross Swing Gesang/Tanz) zu sehen. Als Swing in einem Musical, muss man viele Rollen beherrschen. Was war Dein „Trick“ so viele Rollen zu erlernen?

Ich glaube nicht das es da einen richtigen „Trick“ gibt. Da ich vom Tanz komme ist es für mich nicht so schwer viele verschiedenen Choreographien zu lernen und zu merken. Man muss zwar immer wieder nachschauen am Anfang weil alles nu ist, aber irgendwann ist die ganze Show selbstverständlich und weiß man wer wo steht und was macht.

War es für Dich schwierig als Swing, Dich immer gleich in die verschiedenen Rollen hineinzuversetzen? Wenn ja, worin genau lag diese Schwierigkeit?

Schwierig war es nicht unbedingt. Es gibt aber ein Unterschied. Bei „Tanz der Vampire“ hat jeder einzelne Person sein eigenen Charakter , Bauer, Vampir.. den konnte man fast auf jeder Position benutzen. Aber bei „Elisabeth“ hat jeder einen anderen Charakter und da war z.b. auch der Alterunterschied zwischen manche Rollen etwas Größer, und somit musste man sich da anders anpassen.

An was denkst Du als erstes, wenn Du heute an Deine damalige Zeit bei „Tanz der Vampire“ zurückdenkst?

Ich denke sehr gerne an meiner Zeit bei den Vampire zurück, und bin sehr dankbar das ich ein Teil sein konnte von dieser Produktion, wodurch sich vieles in mein Leben zum positiven verändert hat, ich viele neue Menschen kennen lernen durfte und mich weiterentwickelt habe.

Elisabeth

Auch in „Elisabeth“ warst Du als Swing tätig. Gab es dort eine Lieblingsrolle, die Du am liebsten performt hast?

Meine Zeit in Elisabeth fand ich für mich sehr lehrreich da ich sowohl die „älteren“ Rollen spielen durfte als auch die jüngeren. Für mich war es immer ein inneres Feuerwerk als ich auf der Bühne stand weil jede Rolle im Ensemble viel zu tun, Singen & spielen hatte.

Du warst Teil dieses Erfolgsmusicals. Wie war es für Dich?

Das erste was ich dachte als ich mit den Proben von der „Elisabeth“ Tour angefangen habe war: „ WOW, nach Tanz der Vampire darf ich jetzt eine zweite super erfolgreiche Deutschsprachige Originalproduktion spielen“ Als dann nach der Tour feststand das meine Elisabethreise weitergehen würde in dem ich Teil bin von der Jubiläumsprodutkion in Wien war ich schon ein wenig stolz. Beide Produktionen waren für mich bis jetzt eine sehr schöne Erfahrung.

Das Musical „Elisabeth“ tourte durch viele Orte. Wie war es für Dich, Teil einer Tourproduktion zu sein? War es schwierig für Dich?

Es war das erste mal das ich eine Tour gemacht habe. Auf der einen Seite war es unglaublich schön in so eine kurze Zeit so viele schöne ( manchmal weniger schöne) Städten zu sehen. Auf der einen Seite sehnt Man(n) sich nach einer Weil wieder nach dem eigenen zu Hause.

JUVELAN

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JUVELAN Charity (Tamara)

Gemeinsam mit Fredrik Anderson bist Du Inhaber der Schmuckfirma „Juvelan“. Wie bist Du dazu gekommen? Wie entstand die Idee?

Ich mache jetzt seit fast 7 Jahren Schmuck und habe mir alles selbst beigebracht. Als eines Tages so viele Anfragen hereinkamen, haben wir uns zusammengesetzt und entschieden, offiziell eine Firma zu gründen. Da Fredrik für das Business und Marketing zuständig ist, und ich der kreative Part bin, ist es eine schöne Aufteilung.

Hast Du gemeinsam mit Fredrik diese Firma gegründet oder gab es dieses Projekt bereits?

Wir haben unsere Firma von Anfang an gemeinsam aufgebaut.

Was würdest Du denjenigen raten, die auch selbst so etwas auf die Beine stellen möchten?

Von außen sieht man immer nur das Endergebnis, aber nicht unbedingt die harte und lange Arbeit dahinter. Man braucht eine Unmenge an Geduld, Ideen und extrem viel Zeit und Ausdauer. Es ist aber ein unglaublich schönes Gefühl, wenn man sieht wie sich alles langsam, aber sicher entwickelt.

Du bist nicht nur Inhaber sondern auch Designer. Woher nimmst Du Deine Inspirationen?

Und Hersteller! 🙂  Genau das ist es, worauf wir sehr stolz sind. Ich entwerfe nicht nur alle Schmuckstücke, sondern fertige auch jedes einzelne Schmuckstück, das wir verkaufen. Somit können wir sagen, dass jedes Schmuckstück ein handgefertigtes Einzelstück ist.

Meine Inspiration kommt von überall. Von den Frauen, für die ich den Schmuck mache, von den Farben der Steine und Perlen, mit denen ich arbeite. Und dem Drang, immer wieder etwas Wunderschönes kreieren zu wollen, damit jede Frau, die unseren Schmuck trägt, sich sehr besonders fühlt!

Wie hast Du Dein Talent des Designens von Schmuck entdeckt?

Ich komme aus einer sehr kreativen Familie. Das Handwerkliche habe ich von meiner Mutter, die auch sehr viel Geduld hat, feine und delikate Sachen mit viel Detail herzustellen. Ich habe mein Talent nie wirklich „entdeckt“, so wie man das sagt, sondern habe mich immer auf meinen eigenen Geschmack verlassen und bin sehr glücklich, dass mein Stil & Geschmack von den Frauen gemocht wird.

Bei „JUVELAN“ sind noch einige andere bekannte Musicaldarsteller integriert. Unter anderem auch Valerie Link, Thomas Borchert oder Pia Douwes. Was ist das Besondere an dieser Zusammenarbeit?

Diese Zusammenarbeit ist für uns wunderschön! Wir sind sehr dankbar, dass sehr viele unserer Kollegen unseren Schmuck genauso mögen wie wir! So ist beispielsweise auch die Zusammenarbeit mit Valerie Link entstanden, die exklusiv für uns immer wieder eine limitierte Kollektion handgemachter Schmucktäschchen herstellt. Auch sind wir sehr dankbar, das JUVELAN in der Musicalbranche immer bekannter wird, und wir daher schon sehr oft die Möglichkeit hatten, Kolleginnen wie Wietske van Tongeren, Annemieke van Dam, u.v.m. auf deren Wunsch mit unserem Schmuck auf verschiedenen Events begleiten durften. Genauso stolz sind wir, dass wir für die jetzige Konzerttour von Pia Douwes & Uwe Kröger die komplette Schmuckausstattung von Pia Douwes gemacht haben.

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Pia Douwes for JUVELAN
© Conny Wenk

Was ist das Besondere an „JUVELAN“?

Jedes Schmuckstück ist ein Unikat und wird von mir in detailverliebter Handarbeit mit einem kompetenten Blick für Farb- und Materialkombinationen angefertigt. Wir verwenden für unsere Kollektionen ausschließlich hochwertige Materialien wie Süßwasserperlen, Edelsteine, Gold, Sterling Silber und CRYSTALLIZED™ Swarovski Elements. Unsere Schmuckstücke werden auch mit viel Liebe und Sorgfältigkeit verpackt und verschickt. Wir lieben Schmuck und haben es uns zur Aufgabe gemacht, außergewöhnliche, hochwertige und zugleich für jeden Geldbeutel erschwingliche Halsketten, Ohrringe und Armreifen anzufertigen, die das „gewisse Etwas“ haben. Wir sind auch sehr stolz darauf das wir mit unsere Schmetterling Armbänder den Verein 46Plus unterstützen in dem wir 47% pro verkauftes Armband spenden. Auch Arbeiten wir sehr eng zusammen mit der wundervollen Fotografin Conny Wenk, die immer wieder genau die Freude, Schönheit und den gewissen Glamour in ihren Bilder wiedergibt und somit eine „realistischen Phantasiewelt“ kreiert, den unsere Kundinnen und JUVELAN Liebhaber einfach nur lieben können. Wenn ich euch jetzt neugierig gemacht habe, schaut dann einfach mal vorbei auf http://www.juvelan.net oder http://www.facebook.com/juvelan.net?ref=ts&fref=ts  und lass dich auch verzaubern.

Lieber Johan,

an dieser Stelle gilt unser Dank Dir!

Vielen lieben Dank für Dein Interesse und Deine netten Worte. Wir freuen uns, dass Du dir die Zeit genommen hast unsere Fragen zu beantworten und wünschen Dir alles erdenklich Gute für Deine Zukunft.

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Interview mit Nina Maria Föhr

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© Katja Klose/ Nina Maria Föhr

Es ist Montag der 18.3 , also „kreativer Montag“!

Ein neues Interview steht in den Startlöchern und dieses Mal betreten wir wieder die Theaterbühne.

Unsere Interviewpartnerin ist Nina Maria Föhr, vielleicht ist sie nur wenigen von Euch bekannt aber das wollen wir hier ändern.  Geboren wurde Sie in einer Erolzheim, Baden-Württemberg ist heute aber Wahlleipzigerin.

Schon als Jugendliche wollte Sie Schauspielerin werden und spielte immer wieder in unterschiedlichen Laien Schauspielgruppen mit, bei denen Sie gefördert wurde.

Ihre Ausbildung zur Schauspielerin absolvierte Nina von 2000 – 2003 am Schauspielstudio Frese, staatlich anerkannte und geförderte Berufsfachschule für Schauspiel in Hamburg, unter der Leitung von Jürgen Hirsch. Später zog Nina dann nach Leipzig und ist dort unter anderem bei Produktionen vom „Tanzzenit Leipzig“ zu sehen oder betreibt auch Klinikclownerie mit der Sie schwerkranke Kinder wieder ein Lächeln auf das Gesicht zaubert.

Doch nicht nur auf Theaterbühnen wie z.B  als „Tom“ in „Tom Saywer“ (Altonaer Theater Hamburg 2003), 2004 „Die Schneekönigin”  als Gerda, 2006 „Die Reise um die Erde in 80 Tagen“ als Aouda, 2007 „Chronist der Winde“  als Alfredo Bomba (alles auf den Württembergischen Landesbühnen Esslingen), 2010 „Tingel Tangel”  als Jahrmarktsdirektorin ( Tanzzenit Leipzig),

kann man sie bewundern sondern auch im Film und Fernsehen u.a  2004 „Tanz der Vampire” Werbespott als  Gast und Opfer, 2006 „Hecker und Nagel” TV Krimi als Tine Rock, 2009 „Zwei gegen einen“ TV Film der ARD als Empfangssekretärin und zuletzt als Sprecherin in dem tollen Dokumentarfilm“ Lost Place Geschichten hinter vergessenen Mauern“, eine Geschichte über runtergekommende Fabrikgebäude und Häuser in Leipzig die in dieser Doku trotzdem ihren außergewöhnlichen Charme präsentieren.

Was Nina uns sonst noch so aus Ihrem Leben, Ihrem Werdegang und Ihrer beruflichen Laufbahn erzählt hat könnte ihr jetzt selber lesen. Viel Spaß dabei und einen schönen „kreativen Montag“

Wie würdest du dich selbst beschreiben:

Verliebt, verrückt, motiviert!

Was ist für dich das schönste am Tag:

Mit einem „Cafe to Go“ in der Früh, durch den Park gehen/fahren und dabei mit der Familie telefonieren.

Was macht dich glücklich:

Unvoreingenommen Menschen oder wenn man sich einfach offen und tolerant begegnet.

Ohne was kannst du nicht mehr leben:

Smartphone

Besonderer Tick oder Macke:

Ich lese immer min 5 Bücher auf einmal und fangständig neue an.

Was würdest du mit auf eine einsame Insel nehmen:

Freunde und Familie

Was wünscht du dir für die Zukunft:

Immer neue Träume die man verwirklichen kann.

Lieblingsfarbe: Grün

Lieblingsauto: Mercedes

Lieblingstier: Pferd

Lieblingsmusik: Get well soon

Lieblingsbuch: Der Schwarm

Lieblingsfilm: Absolute Giganten

Lieblingsstück: Chronist der Winde von Henning Mankell

 

Warum Schauspiel, wer oder was hat dich inspiriert?

Ich glaube ich wollte schon immer Schauspielerin werden aber genauso wollte ich auch immer, Tänzerin, Agentin ….oder Polizistin werden. Schauspiel hat sich dann wohl durchgesetzt weil ich immer in freien Laiengruppen als Jugendliche gespielt habe, in denen immer tolle Leute waren die mich unterschiedlich gefördert und motiviert haben.

Warum Schauspielschule Frese in Hamburg..?

Ach ich war einfach so begeistert von der Stimmung den Menschen und der Stadt, dass ich sofort zugesagt habe als ich die Aufnahmeprüfung bestanden hatte.

Ich bin nach wie vor voll zufrieden mit der Freseschule, wobei ich natürlich sagen muss, dass eine rein staatliche Ausbildung sicherlich günstiger ist und einem mehr berufliche Verbindungen schafft.

Das schönste oder negativste während deiner Ausbildung?

Toll war einfach dass man plötzlich mit lauter gleichgesinnten zusammen war, man konnte sich auf einmal mit jedem über Stücke, Rollen… unterhalten. Das war alles sehr bereichernd und spannend.

Du kommst aus einem kleinem Dorf im  Allgäu, warum bist du gerade nach Hamburg gegangen?

Habe mich einfach in Hamburg verliebt und auch wenn ich mir momentan keine bessere Stadt wie Leipzig vorstellen kann, wird Hamburg immer ganz oben mit dabei sein!

Welche Charaktereigenschaften, Fähigkeiten sollte eine Schauspielerin haben?

Immer gewillt neues zu suchen neue Wege auszuprobieren. Viel Liebe und Freude für dich Sache!!..und natürlich die körperlichen, stimmlichen und physischen Standards..

…was gefällt dir an TV Produktionen was nicht?

Beim Film ist es herrlich dass man durch Schnitte, Animationen… noch soviel machen kann, das finde ich auch echt spannende Bereiche. Schade finde ich, dass ständig Polizeigeschichten oder derart produziert wird, ich finde es gibt auch andere Spannende Geschichten neben „Tatort“

…Was ist für dich das Besondere am Tanztheater?

Die Kooperation die ich mit dem TanzZenit Leipzig habe ist eine tolle Sache für mich. Es ist herrlich mit Tänzerinnen zu arbeiten, zu sehen und forschen wie man mit körperlich, tänzerischen Mitteln etwas erzählen kann. Ich glaube wir bereichern uns da gegenseitig echt sehr gut.

..was kannst du uns über ActorsSlam und impro Theater sagen?

..voll die Herausforderung! Und dabei und danach einfach genial!

Du unterrichtest auch.. wie sieht das im Genauen aus?

Hauptsächlich unterrichte ich werdende Pädagogen im darstellenden Spiel. Ich versuch Ihnen  für Ihr späteres Berufsleben Handwerk für diesen Bereich mit zu geben, aber auch dass selber Wahrnehmen, wie es ist sich in andere, Charaktere zu versetzen. Gerade für die Empathiefähigkeit finde ich das doch sehr wichtig. Aber einfach auch kreativ denken mal anders sein und schauen was passiert. Schauspielunterricht mit Profis sieht noch mal anders aus.

Was ist das faszinierende an deinem Beruf?

Es ist immer wieder alles neu und anders!

Was war deine schönste Rolle?

Alfredo Bomba! Ein kleiner Junge der so positiv durchs leben geht, am Ende angeschossen wird und stirbt und selbst dann noch nicht aufgibt. Von Henning Mankell.

Hättest du auch Lust auf ein Musical?

Ich liebe Musicals. Und in ein paar Gesangtheaterstücken, an der WLB oder Harburger Theater.. habe ich auch schon mitgewirkt. Aber ich muss ehrlich sagen, so gern ich auch singe und tanze, ich bin trotzdem mehr Schauspielerin als Musicaldarsteller, da gibt es echt bessere.

Erzähle etwas über die Klinikclownerie:

Die Klinikclownerie ist glaube ich somit das sinnvollste das ich neben dem normalen Schauspiel, mit meinem Beruf mache. Wir besuchen hauptsächlich schwer erkrankte Kinder. Es gibt immer eine Übergabe mit einer Schwester oder Psychologin  wo wir informiert werden um was es genau geht. Und dann schauen wir ganz vorsichtig was oder wie wir improvisieren können um dem Kind ein lächeln ins Gesicht zu zaubern. Hierbei ist auch immer alles neu, man kann nichts reproduzieren. Man muss im Moment sein und sehr sensibel vorgehen.

Lost Place Geschichten hinter vergessenen Mauern:

Bei diesem Dokumentationsfilm habe ich die ganzen Sprecherparts übernommen. Der Film war für seine Größe ein absoluter Erfolg! Zumal er wirklich mit No Budget gedreht wurde, aus lauter liebe für das Thema „Verlassene Orte“, und Enthusiasmus  eine Idee zu verwirklichen. Es war eine super Zeit!

Bei einigen Drehs war ich auch mit dabei und hatte viel Freude hinter der Kamera zu stehen.

Ich freu mich sehr dass bei dieser Arbeit sich nach und nach so ein herrliches Team zusammen gefunden hat und bin gespannt was dieses als nächstes auf die Beine stellt.

Und wie immer an dieser Stelle bedanken wir uns rechtherzlich bei Nina! Wir fanden es wundervoll, dass du dich auf dieses Interview eingelassen hast, was aus einer flucksen Idee in einem Gespräch bei der Fahrradkino-Vorstellung des Films „Lost Place – Geschichten hinter vergessenen Mauern“ entstanden ist. Wir wünschen dir in deinem weiterem Leben und bei deinen neuen Projekten viel Erfolg und Spaß speziell auch für die Fortsetzung der Dokumentation „Lost Place“ die man unter diesem Link finden kann.

http://www.visionbakery.com/vision/717

Also wenn es euch interessiert schaut mal vorbei und bis nächste Woche!

Interview mit Jan van Weyde

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© Jan van Weyde

Guten Tag Ihr da Draußen,

das heutige Interview führt uns mal wieder auf die Couch unseres Wohnzimmers vor den Fernseher, denn unser heutiger Interviewpartner ist der Schauspieler Jan van Weyde, den man zurzeit montags bis freitags um 15.10 Uhr auf ARD in der Telenovela „Sturm der Liebe“ als „Xaver Steindle“ sehen kann.

Zu seinen schauspielerischen Anfängen zählt, natürlich vor seiner Ausbildung als Schauspieler, sein Studienjahr an dem „Acting Class College“ in Chicago, was er 1999 absolvierte. Im Anschluss ging er von 2001 bis 2003 an die „Arturo Schauspielschule“ um dort das Handwerk des Schauspiels zu erlernen und bildete sich 2004 an der „Film Acting School“ in Köln weiter.

Seine ersten Auftritte im Fernsehen hatte Jan unter anderem 2003 bei „Interaktiv“ auf VIVA, das er moderierte.

Von 2005 bis 2007 spielte van Weyde erstmalig in der ARD-Telenovela „Sturm der Liebe“ die Rolle des Xaver Steindle´s. Nach zwei kurzen Gastspielen Ende 2007 und Anfang 2009 ist er seit Anfang 2011 wieder dort in der gleichen Rolle zu sehen.

Was Jan uns über seine Engagements, das Arbeiten vor der Kamera, seine Ausbildung und noch vieles Mehr erzählt hat, könnt Ihr jetzt hier nachlesen.

Viel Spaß dabei und bis nächste Woche!

Allgemeines

Wie würdest Du dich selbst beschreiben?

humorvoll und unkompliziert, aber professionell

Was ist für Dich das schönste am Tag?

Sonnenschein am frühen Morgen … im Sommer

Schnee am Frühen Morgen … im Winter

Was macht Dich glücklich?

Meine Frau, meine Familie, mein Hund, meine Freunde, meine Gesundheit, mein Beruf

Ohne was kannst Du nicht mehr leben?

 Luft

Hast Du einen besonderen Tick oder eine Macke die Du mit uns teilen möchtest?

Ich muss immer das überstehende Plastik-Siegel von Flaschen abpiddeln nachdem ich sie geöffnet habe … und ich HASSE es, wenn Menschen am Telefon essen, während sie mit mir sprechen.

Was würdest Du auf eine einsame Insel mitnehmen?

Ein Boot

Was wünscht Du dir für deine Zukunft?

Dass ich weiterhin gesund und behütet bleibe

Wenn du ein Superheld sein könntest, was wäre dann deine Fähigkeit/en?

Das Denken und das Handeln einiger Politiker zu steuern

 

Deine Lieblingsfarbe ist: grün, blau, hell-grau

Dein Lieblingsauto ist: elektrisch

Dein Lieblingstier ist: Hund

Deine Lieblingskleidung ist: gemütlich

Deine Lieblingsmusik ist:

Alles was mit Gitarre ist – soft oder mit Wumms – Alexi Murdoch, Sydtem Of A Down, Silverstein, Rise Against, Jack Johnson, Rammstein, Die Ärzte …

Dein aktuelles Lieblingsbuch ist: Ich lese gern Tommy Jaud und Loriot

Dein Lieblingsfilm ist:

das würde den Rahmen sprengen – „Psycho“, „In meinem Himmel“, „96 Hours“ …

Dein Lieblingstheaterstück (und/oder) Musical ist: Blue Man Group

 

Schauspiel, Ausbildung, usw .

 

Wieso wolltest Du Schauspieler werden? Hat Dich bei deinem Berufswunsch eine Person oder etwas anderes inspiriert?

Es war en Wunsch, der schon als Kind bei mir sehr präsent war. Es gab allerdings keinen besonderen Anlass oder Person.

Du hast Deine Ausbildung an der „Film Acting School“ und an der Schauspielschule „Arturo“ in Köln absolviert. Wieso hast Du dich dafür entschieden, Deine Ausbildung an diesen Schule zu absolvieren?

Die Ausbildung zum Spielen vor der Kamera hatte mich besonders gereizt.

Was sind Deine positiven, aber auch negativen Erfahrungen, die Du mit deiner Ausbildungszeit verbindest?

Ich habe mir die „Rosinen“, die ich für mich als wichtig empfand aus dem „Kuchen“ herausgepickt. Ich denke jede Ausbildung hat seine positiven und negativen Momente.

Welche Charaktereigenschaften und Fähigkeiten sollte für Dich ein SchauspielerIn haben?

Authentizität, Uneitelkeit, Professionalität, Begeisterung in dem was er/sie tut

Was ist für Dich das faszinierendste an Deinem Beruf?

Sich selber in vielen Dingen ausprobieren zu können und dabei erfolgreich zu sein, aber auch zu scheitern. Man lernt in diesem Beruf sehr viel über sich selbst.

1999-2000 hast Du am „Acting Class College“ in Chicago USA studiert. Wie waren Deine Erfahrungen in Chicago?

Es war sehr interessant die ersten Schritte in einer Fremdsprache zu machen.

Wie kam es dazu, dass Du in Chicago lernen wolltest?

 Ich habe dort als Au Pair gearbeitet und die Au Pair-Organisation gab gewisse Auflagen zur Weiterbildung – ich habe mich für die Schauspielerei entschieden.

Gibt es eine Traumrolle für Dich, die Du gerne einmal spielen möchtest?

Ich würde mich gern im Comedybereich ausprobieren, aber habe ebenso großes Interesse an ernsthaften/tragischen Charakteren. Vielfalt macht den Beruf aus.

Neben Deiner Tätigkeit als Schauspieler bist Du auch Teil der Band „False Pretense“. Welcher Tätigkeit gehst Du lieber nach, der als Schauspielers in Film und Fernsehen oder der als Bandmitglied?

Die Band ist ein reines Hobby. Die Gitarre hilft mir beim Runterkommen, Abreagieren, Nachdenken. Es macht mir beides großen Spaß und ist schwer zu „vergleichen“.

Was kannst Du uns über Deine Band berichten? Welche Musik spielt ihr?

Das ändert sich im Laufe der Zeit immer wieder – mal rockig, mal mit elektronischen Einflüssen, mal akustisch.

Neben Deiner Tätigkeit als Film/Fernseh-Darsteller konntest Du ebenfalls auch Erfahrungen als Theaterschauspieler sammeln. Wo spielst Du lieber, auf der Theaterbühne oder vor der Kamera?

Zur Zeit vor der Kamera – es interessiert mich momentan einfach mehr. Aber ich habe auch tolle Erfahrungen auf der Bühne sammeln dürfen und bin nicht abgeneigt Theater zu spielen.Es sind zwei vollkommen unterschiedliche Arbeitsplätze, die beide einen großen Reiz auf mich ausüben. Meine Arbeit als Sprecher liebe ich ebenfalls sehr.

Als Schauspieler und vor allem Seriendarsteller bist Du lange Drehtage gewohnt. Wie schaffst Du es in deinen Beruf ab und an mal freie Zeit für Hobbies, Freunde und Familie zu haben?

 Es ist alles eine Frage der Organisation – aber natürlich gehört es leider immer dazu Abstriche zu machen. Aber ich denke das ist in vielen Berufen so.

Hast Du einen besonderen Ausgleich zu deinen stressigen Arbeitsleben? Wenn ja, wie sieht er aus?

Freizeit mit meiner Frau, Freunden und Familie ist für mich der schönste Ausgleich. Ob zu Hause auf der Couch, in den Bergen wandern oder feiern gehen.

Was war bisher Deine schönste Rolle?

 Mein „Xaver“ bei Sturm Der Liebe macht mir sehr viel Freude – aber es war auch super den kriminellen „Matthias“ bei „Wilsberg“ zu spielen.

 

Sturm der Liebe

 

Was ist für Dich das besondere an „Sturm der Liebe“?

Das Team, die Kollegen, meine Rolle

Du hattest bereits 2005 bis 2007 für „Sturm der Liebe“ gedreht. Wie ist es für Dich, jetzt wieder diese Rolle zu spielen?

Es fühlt sich an, als wäre man nie weg gewesen, aber ich sehe am Ergebnis meiner Arbeit und höre auch von Kollegen und Zuschauern, dass ich mich stark weiterentwickelt habe … wäre auch traurig, wenn nicht.  🙂

War es schwer für Dich wieder in die Rolle des Xaver Steindle zu schlüpfen oder hattest Du das Gefühl sofort wieder an damals anknüpfen zu können?

Ich konnte sofort anknüpfen.

Wie war für Dich das Wiedersehen mit den für Dich bekannten Darstellern am Set?

Es ist immer wieder schön – ich wurde bislang immer sehr freudig empfangen.

Gab es am Anfang irgendwelche Herausforderungen bei den Dreharbeiten von „Sturm der Liebe“, vor denen Du Angst oder Zweifel hattest?

Es sind große Textmengen, die einen manchmal schlucken lassen, aber entwickelt sich natürlich mit der Zeit eine gewisse Routine.

Gab es für Dich bereits einen sehr besonderen Moment bei „Sturm der Liebe“, über den Du gerne etwas erzählen möchtest?

Es war für mich eine ganz besonders intensive Arbeit, als ich in meiner Rolle auf einer alten Tretmine im Wald stand und nicht weg konnte. Das hat unglaublich großen Spaß gemacht, weil es für mich eine kleiner „Emotionaler Ausflug“ aus meinem Charakter war, wie ihn sonst jeder kennt.

Kam es bereits zu Pannen während den Dreharbeiten, an die Du dich sofort erinnerst und wie sahen diese aus?

Es gibt jeden Tag sehr lustige Pannen und Versprecher – Einer meiner Favoriten war, als ein verzweifelter Werner Saalfeld in einer eigentlich sehr ernsten und tragischen Szene aus dem Hotel gerannt kam, das gerade aufgrund einer Paketbombe explodiert wa, und nach seiner Frau Charlotte rufen sollte, aber stattdessen ebenfalls seinen eigenen Namen brüllte. „Charlotte! Werner! Werner!“

Und Mareike Lindenmeyer (Rolle: Kira König) bekommt des Öfteren herzzerreißende Lachanfälle, bei denen das gesamte Team mitlachen und der Dreh kurz pausiert werden muss. Ist schon einige mal vorgekommen – ich LIEBE es!  🙂

Lieber Jan,

wir haben uns wirklich sehr gefreut dass Du  Interesse und Zeit für unser Interview hattest und es so schnell beantwortet hast! Wir wünschen Dir auch weiterhin viel Erfolg im beruflichem Sinne aber natürlich auch Dein private Zukunft! Auf viele weitere, tolle Stunden in denen man Dich als „Xaver“ bewundern kann und auf interessante neue Projekte mit Dir sind wir schon sehr gespannt!

Kreative Grüße – das Heutemalkreativ- Team!

Interview mit Björn Klein

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Hey Ihr Kreativen,

es ist wieder Montag und hier kommt das neue Interview.  Dieses  Mal mit Björn Klein, einem deutschen Theater-/Schauspieler, Fotograf und Regisseur und baldigen „Saftladenbesitzer“.

Nachdem Björn seine Ausbildung zum Schauspieler abschloss übernahm er Rollen in Kurzfilmen und TV-Produktionen wie beispielsweise in   „Das Duo“ (ZDF, 2003), „Heimat 3“ (ARD 2004) oder „5 vor 11“ (Kurzfilm). Doch nicht nur im Fernsehen hat man ihn angetroffen, sondern vor allem  auch auf den Theaterbühnen, besonders  im Norden Deutschlands wie unter anderem  im Altonaer Theater mit Stücken wie „Die Feuerzangenbowle“ und „Die drei Musketiere“ und lange Zeit bei der „Landesbühne Nord GmbH“  dort mit Theaterstücken wie „Anatevka“, „Nathan der Weise“ (beides 2004), „Don Carlos“ (2005), „Othello“ (2006) und einige mehr.

Neben der Schauspielerei hat er dann im Jahr 2007 die Leidenschaft für sich entdeckt, als Regisseur tätig zu sein und das bei Stücken wie beispielsweise  „Weitere Aussichten…“ (2010).

Im Juni 2013 ist Björn aber erst mal in einem komplett anderen Bereich zu finden: er eröffnet seine erste eigene Saftbar in Detmold und wird so sein eigener Chef. Mehr Infos dazu findet Ihr unter: www.presswerk.biz .

Was er über dieses neue Projekt zu erzählen hat und was er uns über seine Vergangenheit als Schauspieler und Regisseur berichtet hat,  könnt Ihr nun selber nachlesen.

Also viel Spaß dabei und noch eine schöne Woche!

Allgemeines

 

Wie würdest Du dich selbst beschreiben?

 Lebenslustig, neugierig, schaffensbewillt.

Was ist für Dich das Schönste am Tag?

 Ich mag den Tagesanfang sehr. Ausgeschlafen als Erster aufzustehen und noch die letzten nächtlichen Momente zu betrachten, hat etwas sehr friedliches.

Was macht Dich glücklich?

 Klingt vielleicht nicht sehr sympathisch, ist aber so: Erfolg.

Ohne was kannst Du nicht mehr leben?

 Meine Familie ist mir sehr wichtig.

Hast Du einen besonderen Tick oder eine Macke, die Du mit uns mitteilen möchtest?

Ich bin doch nicht des Wahnsinns.

Was würdest Du auf eine einsame Insel mitnehmen?

 Ein Messer, eine Flasche und vielleicht einen bengalischen Tiger.

Was wünschst Du dir für deine Zukunft?

 Glück.

Wenn Du ein Superheld sein könntest, was wäre dann Deine Fähigkeit? Entwaffnung.

Deine Lieblingsfarbe ist: Irgendwas zwischen infrarot und ultraviolett.

Dein Lieblingsauto ist: Der Alfa Romeo Spider aus „Die Reifeprüfung“.

Dein Lieblingstier ist:

Mein Sohn (dreieinhalb Jahre alt) plädiert auf Giraffe, weil die so schön aussieht.

Deine Lieblingskleidung ist: Ich finde Jacken toll.

Deine Lieblingsmusik ist: Der erste Frühlingsgesang von Vögeln – wie kitschig.

Dein aktuelles Lieblingsbuch ist:

Ich lese gerade „1984“ – mein Lieblingsbuch wird es nicht, wenngleich es fasziniert.

Dein Lieblingsfilm ist:

„So glücklich war ich noch nie“ ist der letzte Film, den ich mehrfach gesehen habe.

Dein Lieblingstheaterstück (und/oder) Musical ist: Vielleicht „Woyzeck“.

 

Schauspiel, Ausbildung, usw .

 

Wieso wolltest Du Schauspieler werden? Hat Dich bei deinem Berufswunsch eine Person oder etwas anderes inspiriert?

 Nachdem ich während eines Auslandsjahres Theater gespielt habe, hat die darauf folgende Theaterabstinenz während Schulabschluss und Zivildienst, meinen Wunsch, mich darin zu professionalisieren, gefestigt.

Welche Charaktereigenschaften und Fähigkeiten sollte für Dich ein Schauspieler haben?

 Neugier, Empathie, Intelligenz.

Was ist für Dich das Faszinierendste an Deinem Beruf?

 Die Überwindung von Distanz zu neuen Kollegen innerhalb kürzester Zeit ist in diesem Metier einzigartig.

Gibt es eine Traumrolle für Dich, die Du gerne einmal spielen möchtest?

 In zehn Jahren vielleicht den Woyzeck.

Was war bisher Deine schönste Rolle?

Da gibt es ein ganzes Pool. Das hängt häufig weniger mit der Rolle an sich, als vielmehr mit der Arbeit daran zusammen. Es wäre unangemessen, einzelne Arbeiten hervor zu heben.

Du hast sowohl im Film, als auch im Theater mitgespielt. Was machst Du lieber und worin liegt für Dich der größte Unterschied?

 Im Theater habe ich deutlich mehr Erfahrung gemacht. Mit der Arbeit vor der Kamera bin ich nie vertraut geworden. Der momentane Zeitdruck beim Film ist größer. Es wird sich also nicht der Raum genommen zu scheitern. Das ist im Theater anders, da gibt es in der Regel keine Probe ohne Scheitern.

Du bist nicht nur als Schauspieler auf Theaterbühnen zu finden, sondern auch als Regisseur tätig. Unter anderem warst Du Regisseur in Produktionen wie „Der Vorleser – eine Lesung“ mit Sibylle Hellmann, „Der Luftballonverkäufer“ und „Weitere Aussichten…“ (Landesbühne Nord GmbH). Wie bist Du dazu gekommen, eher hinter der Bühne zu arbeiten?

Es hat sich genügend Neugier gesammelt, wie eine Inszenierung aussieht, bei der ich die Verantwortung und die finalen Entscheidungen übernehme. In diesem Bereich gibt es viel Neues zu entdecken. Ein Positionswechsel ist immer gewinnbringend, auch in Bezug auf die Arbeit auf der Bühne. In letzter Zeit habe ich verschiedene Inszenierungen fotografiert, auch dabei habe ich Neues über meinen Beruf kennen gelernt.

In Deiner Mail an uns sagtest Du, dass Du dich „gerade mitten in einem vorläufigen Berufsausstieg“ befindest. Was genau bedeutet das für Dich?

 Die Schauspielerei zwingt mich, immer wieder für Monate von zu Hause fort zu gehen. In dieser Zeit sehe ich meine Familie sehr wenig. Ich habe gemerkt, dass das nicht nur den familiären Alltag, sondern auch mich persönlich belastet. Ich bin darauf hin dem Grundbedürfnis nach Selbständigkeit nachgegangen und habe mich nach einer Beschäftigung umgesehen, die lokal begrenzt ist. Im Juni 2013 startet in Detmold mein erstes eigenes Geschäft: eine Saftbar. (www.presswerk.biz)

Was sind deine Pläne für die Zukunft?

Dieses Geschäft wird mich für mehrere Jahre intensiv beschäftigen. Es kann gut sein, dass ich, wenn mein Sohn größer geworden ist, wieder ans Theater gehe. Es kann aber genauso gut sein, dass ich ein weiteres neues Feld für mich eröffnen möchte, an das ich heute noch nicht im Traum denke. Ich bin mir lediglich sicher, dass der Wunsch nach Veränderung immer wieder aufkeimen wird.

Ein kleiner Appell als Ergänzung:

In unserem Beruf wird viel über widrige Umstände geklagt. Ein großer Teil der Klagen ist berechtigt, weil für wenig Geld viel geleistet wird. Viele Klagende sind sich aber nicht bewusst, dass sie den ersten Schritt zum Kampf für bessere Arbeitsbedingungen selbst noch nicht gegangen sind. Organisiert Euch! Tretet in die Gewerkschaft ein! Nur so werdet Ihr wirklich mächtig! Und nehmt keine schlecht bezahlten Jobs an. Das ist definitiv nicht leichter getan als gesagt, sondern eine Frage von Würde und Entscheidungsgewalt.

Lieber Björn,

zum Schluss folgt auch bei Dir wie immer ein Dank! Es hat uns sehr gefreut, dass Du Dir die Zeit genommen hast unsere Fragen zu beantworten und uns und unseren Lesern von alten und neuen Projekten erzählt hast. Wir wünschen Dir viel Erfolg für Dein neues Projekt des „Presswerks“ und viel Spaß bei der Eröffnung! Gutes Gelingen – das heutemalkreativ- Team!