Archiv für den Monat Februar 2013

Interview mit Michaela Schober

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© Michaela Schober

Moin Moin Ihr Kreativen,

es ist wieder höchste Zeit für ein Interview. Dieses Mal haben wir wieder eine Musicaldarstellerin interviewt, die bis vor kurzem noch bei „Rebecca“ in Stuttgart im Palladium Theater zu sehen war.

Michaela Schober hat ihre Ausbildung nach ihrem Abitur an der German Musical Academy Osnabrück 2004 erfolgreich beendet. Im Anschluss absolvierte sie von 2005 – 2007 ein Studium der Vokalpädagogik am Konservatorium Osnabrück.

Auf der Bühne konnte man Michaela vor allem in Tecklenburg beim Freilichttheater sehen, wie beispielsweise in Stücken wie „Die Schöne und das Biest“ (2004), „Hair“ (2005), „Les Misérables“ (2006) oder auch „Jekyll und Hyde“ (2007).

Doch nicht nur dort sondern auch in anderen Spielstätten in Deutschland konnte man sie auf verschiedenen Tourneen bewundern wie zum Beispiel bei „Best of Musicals“ (2007/2008) oder zuletzt als Special Guest bei „Lampenfieber“, einer Tournee mit Jan Ammann im Oktober 2011 bis März 2012. Des Weiteren

Was Michaela uns über ihre Ausbildung, ihre Engagements erzählt hat und welchen Einblick sie uns in ihr Privatleben gegeben hat, könnt Ihr nun selber nachlesen.

Viel Spaß dabei und bis nächste Woche!

Allgemeines

 

Wie würdest Du dich selbst beschreiben?

 Ich bin ein sehr sensibler und ehrgeiziger Mensch. Ich arbeite gerne und liebe Herausforderungen.

Was ist für Dich das schönste am Tag?

Nach einem tollen Konzert glücklich zuhause in den Armen meiner Frau zu liegen

Was macht Dich glücklich?

Musik in jeglicher Hinsicht genießen zu dürfen

Ohne was kannst Du nicht mehr leben?

Ohne meine Familie

Hast Du einen besonderen Tick oder eine Macke die Du mit uns teilen möchtest?

Ich hasse putzen 🙂 

Ich liebe Xbox zocken

Was würdest Du auf eine einsame Insel mitnehmen?

Laptop mit Dauerakku und Internetflatrate 😉

Nein Quatsch…auf jeden Fall meine Frau

Was wünscht Du dir für deine Zukunft?

 Dass ich ein erfülltes und langes Leben habe, immer glücklich, gesund und zufrieden bin

 

Deine Lieblingsfarbe ist: schwarz und blau

Dein Lieblingsauto ist: Crossovers

Dein Lieblingstier ist: Hund, Katze

Deine Lieblingskleidung ist: Legère 🙂

Deine Lieblingsmusik ist: Musical, Michael Jackson, Jackson 5, Adoro, Helene Fischer

Dein aktuelles Lieblingsbuch ist: Alles von Andreas Franz, Minette Walters

Dein Lieblingsfilm ist: Resident Evil, Mumie, Disney, Herr der Ringe, Jurassic Park

Dein Lieblingstheaterstück (und/oder) Musical ist: Les Misérables

Wenn du eine Superheldin sein könntest, was wäre dann Deine Fähigkeit/en?

 Ich wäre auf jeden Fall eine Heilerin, die Wunden, Verletzungen und Kranheiten heilen kann

 

Schauspiel, Ausbildung, usw .

 

Wieso wolltest Du Musicaldarstellerin werden? Hat Dich bei deinem Berufswunsch eine Person oder etwas anderes inspiriert?

Schon als Kind stand ich morgens auf und das erste, an das ich gedacht habe, war Singen… Durch das Musical „Cats“ wurde ich von der Faszination des Musicals angesteckt und so habe ich meine Liebe dafür entdeckt.

Du hast von 2001 – 2004 Deine Ausbildung zur Musicaldarstellerin an der „German Musical Academy Osnabrück“ absolviert. Wieso hast Du dich für diese Acadamy entschieden? War es die richtige Wahl?

Ich wollte an einer Schule studieren, die nach Talent geht und nicht danach, in welches Stück man passen könnte. Es war die richtige Entscheidung, denn ich habe viel fürs Leben gelernt, viele Leute kennengelernt und Beziehungen geknüpft. Ich habe viel über mich erfahren und herausgefunden, was für ein Mensch ich bin.

Was war das Positivste und was das Negativste während Deiner Ausbildungszeit?

Positiv: Spannende Einblicke in eine völlig neue Welt

Negativ: Dass man gerade in einem so sensiblen Umfeld wie Musical soviele schlechte, negative Menschen kennenlernt

Im Anschluss hast Du von 2005 – 2007 ein Studium der Vokalpädagogik am Konservatorium Osnabrück absolviert. Wie kam es zu diesem Entschluss ein weiteres Studium an Deine Musicalausbildung anzuschließen?

Ich wollte mein Hauptfach Gesang weiter ausbauen, um so auch anderen die Freuden des Singens nahe zu bringen und meine Liebe zur Musik weiter geben zu können.

Welche Charaktereigenschaften und Fähigkeiten sollte für Dich ein MusicaldarstellerIn haben?

Man sollte natürlich auf allen Gebieten des Musicals eine solide Grundausbildung haben und mindestens in einem Fachbereich sehr gut sein. Man sollte gute Noten- und Musikkenntnisse haben. Man muss flexibel sein, eine schnelle Auffassungsgabe besitzen, da man oft sehr wenig Zeit hat, Stücke oder Shows zu lernen, man sollte gefühlvoll und sensibel für seine Kollegen und das Stück sein.

Was ist für Dich das faszinierendste an Deinem Beruf?

Das faszinierendste ist für mich die Welt, in die man bei jeder Show eintaucht und die man auch für das Publikum so lebendig entstehen lässt

Du hast 5 Jahre hintereinander immer wieder bei den Freilichtspielen in Tecklenburg mitgespielt unter anderem in Produktionen wie beispielsweise in „Die Schöne und das Biest“,  „Hair“,  „Les Misérables“, „Jekyll und Hyde“ oder auch  „Mozart! Das Musical“. Was ist für Dich das Besondere an Tecklenburg und Freilichttheater?

Tecklenburg ist die größte Freilichtbühne Deutschlands. Es ist ein wahnsinnig schönes Ambiente und eine grandiose Kulisse. Es macht sehr großen Spaß dort zu spielen, da es eine große Familie ist und jeder jeden kennt. Man fühlt sich immer geborgen und aufgenommen, es ist wie ein nach Hause kommen.

Du hast nicht nur Engagements an festen Theatern in Deutschland angenommen sondern bist auch mit einigen Engagements auf Tournee gegangen unter anderem mit „Musical Starlights Europa Tournee“ und „Best of Musicals“. Was ist für Dich der größte Unterschied zwischen Tour und festem Theater?

Eine Tournee ist einfach etwas komplett anderes als eine Ensuite Produktion. Man ist jeden Abend auf einer anderen Bühne in einer anderen Stadt. Manchmal ist das sehr anstregend, meistens aber sehr spannend und aufregend, da die Routine, wie in einem festen Haus, nie aufkommt. Man hat immer neue Voraussetzungen. Meist gibt es keine Zweitbesetzungen und man spielt Monate am Stück durch, das ist eine große körperliche Anstrengung aber ein unglaublich tolles Gefühl, wenn man es geschafft hat.

Man wächst mit den Kollegen und dem Team viel mehr zusammen, da man ja den ganzen Tag (sei es im Bus oder im Hotel) miteinander verbringt und es war bisher immer sehr tränenreich, wenn die Zeit vorbei war.

Gibt es eine Traumrolle für Dich, die Du gerne einmal spielen möchtest?

Fantine in Les Misérables

Erzählerin in Joseph 

Mrs van Hopper und Beatrice in Rebecca

 Rebecca in Tanz der Vampire

Mary Patrick in Sister Act

Was war bisher Deine schönste Rolle?

Aloysia in Mozart 

Meine Rollen auf Tournee ( Christine, Nala, Killer Queen)

 

Du warst von 2008 – 2010 Teil der Cast von „Tanz der Vampire“ und das nicht nur an einem Standort, sondern sowohl in Stuttgart als auch in Oberhausen. Was war oder ist für Dich das Besondere an „Tanz der Vampire“? Könntest Du dir auch vorstellen noch einmal in diesem Musical mitzuspielen?

Tanz der Vampire hat einfach einen gewissen Zauber, der die Menschen anzieht, sowohl vor als auch auf der Bühne. Es war so schön, jeden Abend diese Gestalt eines Vampirs zu kreieren und in diese Rollen zu schlüpfen. Gerade als Cross Swing war es eine tolle Erfahrung, da man immer wieder eine neue Herausforderung hatte. Ich würde das Stück auf jeden Fall gerne noch einmal spielen

Ebenfalls 2010 hast Du die böse Stiefmutter in dem Familienmusical „Aschenputtel“, welches durch Deutschland getourt ist, gespielt. Dies ist eher eine kleine Produktion, wie ist für Dich mal kleinere und mal größere Rollen in unterschiedlich großen Produktionen zu spielen?

Es war eine tolle Erfahrung, mit einem Kinderstück auf Tour zu sein. Kinder sind ein so unglaublich ehrliches Publikum, man merkt an den Reaktionen sofort, ob man alles richtig macht.

Es war eine sehr kleine und somit sehr familiäre Produktion, man war den ganzen Tag zusammen unterwegs, wir hatten so viel Spaß zusammen.

Der Kontakt zum Publikum ist mir sehr wichtig, deshalb genieße ich solche kleineren Produktionen, da man einfach näher an den Menschen dran ist, wie zum Beispiel auch in den Dinner-Shows, die ich nebenbei mache.

 

Rebecca

 

Was ist für Dich das besondere an „Rebecca“?

Rebecca ist eine wahnsinnig spannende Geschichte mit tollen Charakteren, die Spannung bis zum Schluss garantiert.

Wie viele Shows  hast  Du in etwa in einer Woche gespielt?

7-8 Mal

Wenn Du am Wochenende eine Doppelshow gespielt hast, was hast Du dann zwischen den Shows gemacht?

Erstmal essen wir und reden ein bisschen über die Show, danach hat man entweder etwas zu üben (für Auditions oder Shows) oder man legt sich ein bisschen hin, bis die Vorbereitungen für die zweite Show beginnt.

Du bist erst später Teil der Cast von „Rebecca“ geworden, wie war es für Dich erst später hinzu zukommen? Wurdest Du trotzdem herzlich empfangen oder war es schwer, sich in die Cast zu intrigieren?

Überhaupt nicht! Ich wurde von der Cast unglaublich lieb aufgenommen! Ich habe mich sofort wohl gefühlt und war sofort integriert. Ich hatte natürlich den Vorteil, dass ich das Palladium Theater schon kannte und somit auch das Haus für mich nicht fremd war und somit konnte ich nach nur 5 Probentagen schon direkt auf die Bühne.

Kam es zu Pannen während der Show, an die Du dich sofort erinnerst und wie sahen diese aus?

Pannen gibt es ganz oft, meistens können sie aber schnell behoben werden und das Publikum bekommt nichts davon mit.

Gerne passieren natürlich solche Dinge wie: In den Kisten sind die falschen Gegenstände (Neue Mrs De Winter Reprise)

Darsteller singen plötzlich den falschen Text.

Eine Wand fährt nicht runter, die Treppe lässt sich nicht mehr bewegen.

Was wirst Du am meisten an dem Stück, der Cast oder an dem Standort Stuttgart vermissen?

Es hat wirklich großen Spaß gemacht das Stück zu spielen, aber ich freue mich auch sehr sehr auf zuhause. Ich werde mit einigen aus der Cast auf jeden Fall in Verbindung bleiben, vorallem mit meinen Garderobenmädels, meine Schrottvögel 🙂

Wir haben uns so gut verstanden, sind zu einem Team zusammengewachsen und die ersten Besuchstermine untereinander sind schon verabredet 🙂

Allgemein muss ich sagen, dass ich noch nie über einen so langen Zeitraum eine so harmonische Cast erlebt habe, es gab kein Gezicke, kein Geschrei, was schon passieren kann, wenn man sich ein Jahr lang jeden Tag sieht 🙂  Aber hier war alles top!!

 

Lampenfieber“,“ Thomas Borchert – Borchert besinnlich“, Zukunftspläne

 

Oktober 2011 – März 2012 warst Du Special Guest (Solistin) bei „Lampenfieber“, der Tournee von Jan Ammann. Wie ist es für Dich bei solchen Touren aufzutreten?

Mit Jan aufzutreten war einfach toll!! Ich habe so liebe und tolle Menschen kennengelernt und die Erfahrungen auf dieser kleinen Tournee waren so schön. Jeder Auftritt war ein Genuss und ich könnte die Tour auf jeden Fall noch 100 mal spielen!!

Suchst Du dir dort dann immer die Lieder selbst aus oder wird gemeinsam geschaut, welches Lied am besten in das Programm passt?

Beides. Für Lampenfieber waren die Songs vorgegeben, für Borchert durfte ich teilweise Vorschläge machen. Es muss  halt ein stimmiges Programm sein und dafür hat Andreas Luketa ja ein grandioses Händchen.

Nachdem Du nicht nur mit Jan Ammann, sondern auch zuletzt mit Thomas Borchert aufgetreten bist, kannst Du dir auch vorstellen selbst eine Tourneereihe zu erschaffen und mit anderen Künstlern gemeinsam auf Tour zu gehen?

Da ist auf jeden Fall einiges in Planung 🙂  Viel kann ich noch nicht verraten, aber eine kleine Showreihe mit Melanie Walter entsteht gerade. Es wird eine sehr lustige Show im Musical-Comedy Stil.

Ich liebe diese kleinen Tourneen auf jeden Fall sehr und bin gespannt, was dieses Jahr noch auf mich zukommt

Dieses Jahr hast Du deine Frau Britta geheiratet und Deine Fans sogar mit Fotos teilhaben lassen. Wieso hast Du dich dazu entschlossen?

Das ist nun mal mein Leben und ich möchte Euch gegenüber immer authentisch und ehrlich sein und warum sollte ich Euch dann nicht auch an meinen Privatleben teilhaben lassen? Das gehört doch genauso zu mir und macht mich zu dem Menschen, der ich bin und ich möchte so gemocht werden, wie ich bin, das finde ich ganz ganz wichtig!!

Rebecca wird am 6.1.2012 Derniere feiern. Wie sieht Dein Plan für die Zeit danach aus? Was sind Deine neuen Projekte?

Es sind einige Projekte in Planung.

Momentan bin ich aber froh, zuhause zu sein muss ich sagen J Ein bisschen erholen und schonmal planen, Texte schreiben, neue Songs lernen, auf Auditions vorbereiten…und ich fange wieder mit meinen Dinnershows an (im Ruhrgebiet)

 Ich muss mich leider in der nächsten Woche einer Op unterziehen, nicht Wildes, aber ich falle eine Zeit lang aus und diese Zeit werde ich für die Vorbereitungen auf das Jahr 20123 gut nutzen!!

Zum Schluss geht unser Dank natürlich an Michaela, dass du dieses Interview mit uns gemacht hast. Wir wünschen dir privat, gesundheitlich und natürlich auch beruflich alles, alles gute und freuen uns schon sehr dich bei deinen neuen Projekten das eine oder andere Mal wiederzusehen! Alles Gute!

Edit: Das Interview wurde vor der Operation beantwortet und diese ist laut Michaela gut verlaufen. Wir wünschen Michaela an dieser Stelle nochmals gute Erholung!

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Interview mit Betty Vermeulen

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©  Karim Khawatmi/ Betty Vermeulen

Hallöchen Ihr Lieben,

es ist wieder Montag und das heißt für Euch, dass wir wieder ein neues Interview  veröffentlichen. Heute möchten wir Euch das Interview mit der Musicaldarstellerin Betty Vermeulen präsentieren und Euch Betty etwas vorstellen.

Betty Vermeulen absolvierte Ihre Ausbildung nicht nur an der Musikakademie Mol in Belgien, sondern nahm auch an Theaterworkshops in Amsterdam teil. Sie spielte nicht nur in  Theaterproduktionen, sondern auch in vielen Musicals mit, zu diesen Stücken in denen sie mitwirkte,  gehören beispielsweise „Mamma Mia!“, „Les Miserables“ oder die „Die Schöne und das Biest“.  Diese spielte sie alle an  festen Spielstätten in Deutschland, jedoch  spielte sie allgemein gesehen  nicht nur an festen Standorten, sondern ging auch mit Musicals auf Tour. Dazu zählen beispielsweise ihre Engagements in „Elisabeth“, „Jekyl and Hyde“, „Fame“ oder „Sweeney Todd“. Aktuell hat man Betty  in München, in dem Stück „Hairspray“ gesehen, in dem sie die Rolle der Velma von Tussle verkörpert hat. Wie oben bereits erwähnt, hat Betty bereits einmal in einer „Mamma Mia!“-Produktion mitgewirkt und wird auch ab Frühjahr 2013 wieder in diesem Musical in Stuttgart im Palladium zu sehen sein.

Da Ihr ja nun einen kleinen Einblick in das Leben von Betty Vermeulen bekommen habt, wollen wir Euch nichts weiter vorweg nehmen und wünschen Euch nun viel Spaß mit dem Interview von Betty!

Habt noch einen schönen Tag,

Euer heutemalkreativ-Team

Allgemeines

 

Wie würdest Du dich selbst beschreiben?

 

Als ein postiv eingestellter Mensch, der aber auch sehr nachdenklich sein kann und sich sehr aufregen kann über Unrecht.

 

Was ist für Dich das schönste am Tag?

 

Der Spaziergang mit meiner Hündin Mimi , am frühen Morgen, im Park, am Wasser, im

Wald, egal wo wir sind. Mimi hält mich fit, gesund und glücklich.

 

Was macht Dich glücklich?

 

Mimi 🙂

 

Die Liebe meiner Freunden, die Menschen die mir nahe sind und dass es ihnen gut geht, freie Stunden in der Natur, meine Arbeit auf der Bühne, Sonnenschein.

 

Ohne was kannst Du nicht mehr leben?

 

Ohne Liebe, Freiheit, Sonnenschein.

 

Hast Du einen besonderen Tick oder eine Macke die Du mit uns teilen möchtest?

 

Nein 🙂

 

Was würdest Du auf eine einsame Insel mitnehmen?

 

Meine Freunde und natürlich Mimi.

 

Was wünscht Du dir für deine Zukunft?

 

Eine gute Gesundheit und weiter schöne Rollen in schöne Produktionen spielen zu können. Weltfrieden wäre wohl zuviel gefragt……..

 

Wenn Du eine Superheldin sein könntest, was wären dann Deine Fähigkeit/en?

 

Ich würde fliegen und unter Wasser atmen können.

 

Deine Lieblingsfarbe ist: Bunt.

 

Dein Lieblingsauto ist: Keins.

 

Dein Lieblingstier ist: Hund.

 

Deine Lieblingskleidung ist: Jeans.

 

Deine Lieblingsmusik ist: Blues-folk-country crossover.

 

Dein aktuelles Lieblingsbuch ist:

 

Am liebsten lese ich Autobiografien. z. B. Barack Obama´s Bücher und Jane Fonda´s Autobriografie.Auch Hape Kerkeling´s „Ich bin dann mal weg“ habe ich sehr genossen.Interessant und die perfekte Entspannung. Ich liebe übrigens Krimi´s und Stieg Larson´s Trilogie ist das Beste dass ich in dem Genre gelesen habe.

 

Dein Lieblingsfilm ist:

Station Agent.

Ein wunderschöner Film über Freundschaft, mit großartigen Schauspielern, u.a. eine meiner Lieblingschauspielerinnen, Patricia Clarkson..

 

Dein Lieblingstheaterstück (und/oder) Musical:

 

Les Misérables wird immer etwas Besonderes für mich sein, weil diese Produktion –

abgesehen davon dass es ein sehr berührendes Stück mit wunderschöne Musik ist- für mich

der Anfang eines neuen Lebens war.

 

Du bist schon länger bekennende Vegetarierin. Wieso empfindest Du es als besonders wichtig, Dich auf diese Art zu ernähren?

 

Weil die grausame Weise worauf mit Tieren umgegangen wird im Fleischhandel,

menschenunwürdig ist und das Leiden der Tieren- nur weil Menschen unbedingt viel und am liebsten so günstig wie möglich Fleisch essen wollen- für mich inakzeptabel ist.

Wenn es nach mir ginge, würden die Bilder die ich gesehen habe im Fernsehen von

Grausamkeiten gegen Tieren, jeden Tag gestrahlt werden, bis keiner noch Fleisch essen

könnte, ohne das ihm schlecht wird.

 

 

Schauspiel, Ausbildung, usw .

 

 

Wieso wolltest Du Musicaldarstellerin werden? Hat Dich bei deinem Berufswunsch eine Person oder etwas anderes inspiriert?

 

Ich wollte schon als Kind Tänzerin, Sängerin und Schauspielerin werden, wollte nie was

anderes. Das Wichtigste wurde dann aber bald schon singen. Mein Vater hat auch in einer

Band gesungen als ich noch sehr klein war, er hatte eine sehr schöne Stimme und hat immer und überall gejodeltDas war ein Tick von ihm. Von meinem Vater habe ich wohl mein Gesangstalent und meine Liebe zur Musik. Schauspiel wurde in der Musikschule wichtiger für mich. Eine meiner Dozenten meinte, ich sollte es an der Schauspielschule versuchen. Dann bekam ich aber schon mit 19 meinen ersten Job als Sängerin in der damals sehr erfolgreiche Holländische Popgruppe Teach In, die ein Jahr vorher den Grand Prix d´Eurovision gewonnen hatte. Danach dauerte es Jahre bevor die Schauspielerei wieder ein Thema wurde, aber aufgegeben hatte ich diese Ambition nicht. Ich folgte Theater –Workshops, Schauspielkursen, Unterricht hier und da, bis ich eines Tages vorsang für Les Misérables und „The rest is history“.

 

Du hast Deine Ausbildung an der Musikakademie Mol in Belgien absolviert. Was denkst Du heute über Deine Studienzeit? Was sind besonders schöne Erinnerungen, die Du mit dieser, Zeit verbindest, beziehungsweise was sind weniger schöne Erinnerungen?

 

Die Musiakademie war keine Berufsausbildung.Es war eine Vorbereitung auf eine

Berufsausbildung, auf das Konservatorium z.B. Ich habe da aber 6 Jahre sehr diszipliniert gelernt. Und dann kam, bevor ich überhaupt anfangen konnte mit einem Studium, die Arbeit mit Teach In, einer professionelle und sehr erfolgreiche Band. Eine harte, aber sehr gute Schule! Die schönsten Erinnerungen habe ich nicht an meiner Schulzeit, sondern an vielen Arbeitserfahrungen, vor allem im Musicaltheater.

 

Des Weiteren hast Du Theaterworkshops in Amsterdam besucht. Wieso hast Du dich gerade dazu entschieden, diese in Amsterdam zu absolvieren?

 

Weil ich damals in den Niederlanden wohnte und es in Amsterdam interessante Kursangebote gab.

 

Bisher hast Du schon 3 Preise gewonnen, unter anderem den Total Theatre Award. Wie war es für Dich diese Auszeichnungen zu erhalten?

 

Die Preise bekam nicht ich alleine, sondern die Musiktheatervorstellung „Anonymous

Society“. Wir, der ganze Cast und das Kreative Team, bekamen den Preis.Die Theatergruppe hatte auch den Namen Anonymous Society.Es war eine Vorstellung mit Musik von Jacques Brel, womit wir am Edinburgh Fringe Festival und in London am Lyric Hammersmith sehr erfolgreich waren. Das war Im Jahr 1999 und Anfang 2000. Es war eine einmalige Erfahrung. Das Stück war etwas ganz besonderes. Dafür Preise zu bekommen war eine Art Anerkennung. Das Schönste war aber die Erfahrung, das wir mit einer Gruppe von Freunden, etwas gemacht hatten dass so erfolgreich wurde und das so schön war, es war ein seltsames Geschenk des Lebens.

 

„Les Misérables“ war damals Dein erstes großes Engagement. Wie war dies damals für Dich?Bedeutet Dir dieses Stück deshalb mehr als andere?

 

Les Misérables brachte mich dort wo ich hingehörte, auf die Theaterbühne.

Im Theater zu arbeiten, hat mir klar gemacht dass Schauspielen etwas ist dass ich brauche. Es hat aus mir einen glücklicheren Menschen gemacht.

2005 hast Du wieder in „Les Misérables“ mitgespielt, dieses Mal allerdings in Berlin. Hast Du große Unterschiede zwischen den Schauspielorten gesehen? Gab es Änderungen im Stück?

 

Große Änderungen gab es nicht. Am Anfang fehlte mir Tom Zahner, mein guter Freund und

in Duisburg 2,5 Jahre lang „mein“ Monsieur Thénardier. In Berlin gewöhnte ich mich aber

schnell an Ulrich Wiggers, der dort Thénardier spielte. Zusammen haben wir dann auch viel Spaß gehabt. Es sind einfach herrliche Rollen, die des bösen Thénardier-Ehepaars. Und die Kollegen in Berlin waren sehr gastfreundlich. Ich war traurig als die Zeit in Berlin so schnell wieder vorbei war.

 

Du hast nicht nur in Deutschland sondern auch in Belgien und den Niederlanden verschiedene Rollen gespielt. In welchem Land gefällt es Dir am besten? Worin liegen die größten Unterschiede?

 

Belgien und die Niederlande sind soviel kleinere Länder als Deutschland. Eine Tour in

Deutschland bedeutet dass man viele Monate unterwegs ist, richtig weg von Zuhause.In

Holland kann man auf Tour oft sogar jede Nacht zuhause schlafen.Die Distanzen sind soviel

kleiner.In Belgien genauso. Dadurch dass Deutschland so groß ist, muss man hier im eigenen Land oft für längere Zeit den Erstwohnsitz , wo man zuhause ist, verlassen. Ich meine, wenn man in Berlin wohnt und in Stuttgart spielt, wie ich bald mit Mamma Mia machen werde, dann kann man nicht zuhause wohnen bleiben. Wenn man nur in Holland und Belgien arbeitet, ist das kein Thema. Mir gefällt es aber sehr als Musicaldarstellerin in Deutschland zu arbeiten und zu leben. Ich fühle mich hier so wohl.

 

Mit „Sweeney Todd“ und „Fame“ warst Du damals auf Tour. Wie war es für Dich Teil einer Tourproduktion zu sein? Worin siehst Du die Vor- aber auch Nachteile?

 

Ich war mit verschiedenen Musicalproduktionen auf Tour. Nicht nur mit Sweeney Todd und

Fame. Ein Nachteil ist, monatelang aus dem Koffer leben zu müssen. Tagsüber stundenlang in einem Bus, abends auf der Bühne, da bleibt wenig Zeit für privates. Ein grosser Vorteil ist,

man lernt andere Gegenden kennen, kommt in Städte und Dörfer die man sonnst nie

kennenlernen würde. Man ist dauernd mit den Kollegen unterwegs, die sonst nach Hause gehen würden nach der Vorstellung, mit denen man auf Tour aber viel mehr Zeit verbringt, vor, während und nach den Vorstellungen. Musiker, Cast und Crew, alle sind von zuhause weg und müssen damit klar kommen und das Beste machen aus der Situation. Das hat etwas Spezielles dass ich sehr mag, so anstrengend es auch ist.

 

Gibt es eine Traumrolle für Dich, die Du gerne einmal spielen möchtest?

 

Mrs. Lovett in Sweeney Todd würde ich gerne spielen und die Hauptrolle in Sunset

Boulevard. Únd ich würde so gerne mal eine Kommissarin spielen in einer Krimi Serie im

Fernsehen! In Tatort z.B.

 

Was war bisher Deine schönste Rolle?

 

Das ist eine zu schwierige Frage, ich mochte jede Rolle.

Vielleicht kommt die Schönste noch………

 

Du warst nicht nur an Theater- und Musikproduktionen beteiligt, sondern hast auch in Bands oder Gruppen mitgesungen. Was macht Dir daran am meisten Spaß?

 

Der direkte Kontakt mit dem Publikum und die Freiheit so zu singen wie ich es möchte, nicht wie eine Rolle es von mir verlangt.

 

Zurzeit spielst Du in dem Stück „Hairspray“ in München. Kannst Du dir vorstellen nun für eine längere Zeit in Deutschland zu leben und zu arbeiten oder möchtest Du lieber Engagements in Belgien oder den Niederlanden annehmen?

 

Ich lebe ja schon seit längere Zeit in Deutschland. Wo ich arbeite ist mir egal, dáss ich arbeite ist wichtig. Belgien, die Niederlanden, Deutschland, solange ich arbeiten kann und Freunde um mich herum habe, ist das Leben gut.

 

 

Hairspray

 

 

Was ist für Dich das besondere an „Hairspray“?

 Die Musik ist so herrlich aufmunternd. Sie bringt mich in meine Erinnerungen zurück zu den 60´s als ich ein Kind war und den 70´s als ich ein Teenager war. Ich liebe die Musik von

damals, vor allem die Musik von Motown und überhaupt Rhythm and Blues.

 Wie viele Shows spielst Du in etwa in einer Woche?

Das ist unterschiedlich. Bei Hairspray weniger als in eine Ensuite-Produktion, worin immer 8 Shows pro Woche gespielt werden. Bei Hairspray sind es 6 pro Woche.

Kam es bereits zu Pannen während der Show, an die Du dich sofort erinnerst und wie sahen diese aus?

Pannen, klar, die gehören dazu. Dekorstücke die runter gefallen sind, wobei zum Glück niemand verletzt wurde.Dennoch geht ab und zu technisch mal etwas schief, wodurch ein „Show Stop“ gemacht werden muss.Technisch sind viele Shows so kompliziert, dass es leider immer wieder mal zu Pannen kommen kann.

Liebe Betty,

als Du damals für ein Interview zugesagt hast, haben wir uns beide sehr gefreut und nun ist es schon hier auf unserem Blog veröffentlicht. An dieser Stelle möchten wir uns also nochmal sehr bei Dir bedanken, dass Du dir die Zeit genommen hast unsere  Fragen zu beantworten. Wir hoffen wir sehen Dich bald in Stuttgart und wünschen Dir weiterhin viel Erfolg, Glück und alles Gute!

Interview mit Jeanette Claßen

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© Gilioux Photography/ Jeanette Claßen

 

Grüßt Euch alle!

Es ist wieder Interviewtime! Diesmal mit einer super sympathischen Musicaldarstellerin, die bewiesen hat, dass man auch aus dem kleinsten „Kaff“  einen sehr erfolgreichen Weg ins Theater/Musicalbusiness schaffen kann! 😀

Jeanette Claßen ist unsere heutige Interviewpartnerin und zu sehen ist sie zurzeit im „Musiktheater im Revier – Gelsenkirchen“ in den Produktionen „Die Hexen von Eastwick“ und „Hans und Gretchen“. Das erste Stück ist, aufgrund eigener Erfahrungen, sehr zu empfehlen!

Weitere Engagements waren unter anderem  „Cabaret“ (2007-08 Staatstheater Cottbus), “My Fair Lady” (2008 Admiralspalast Berlin) oder auch „Sekretärinnen“ (2010-11 Theater Dortmund).

Ihre Ausbildung zur Musicaldarstellerin absolvierte Jeanette von 2004-2008 an der Universität der Künste in Berlin und studiert seit 2010 auch noch Kultur- und Medienmanagement an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg.

Doch nicht nur auf Musical und Theaterbühnen kann man sie  bewundern. Jeanette ist seit 2007 Mitglied im „Damenorchester Salome“, seit 2011 hat sie ihre eigene Motown, Soul, RnB-Band  und in diesem Jahr ist sie Mitglied der „Livecats“ geworden, bei denen Jeanette unter anderem neben ihrer Schwester Isabell Classen, die ebenfalls im selben Business tätig ist, auf der Bühne steht und alle Wünsche des Publikums mit hervorragender Live-Musik erfüllt.

Wer jetzt schon neugierig ist und genauso begeistert von Ihr wie wir, der kann sich vor dem Lesen des Interviews gerne schon einmal genauer über Jeanette informieren:

http://www.jeanetteclassen.de/

Und jetzt wünschen wir Euch erstmal viel Spaß beim Lesen des Interviews, indem Jeanette von ihrer Ausbildungszeit, ihrem derzeitigen Engagement bei den „Hexen von Eastwick“ und von ihren anderen Live-Engagements berichtet! Also seid gespannt und bleibt (heutema-l)kreativ 😀

Allgemeines

 

 

Wie würdest Du dich selbst beschreiben?

 

neugierig, bodenständig, herzlich ehrlich

 

Was ist für Dich das schönste am Tag?

 

Frei haben an einem richtigen Sonntag

 

Was macht Dich glücklich?

 

Zu wissen, dass ich eine große Familie habe, die mich immer unterstützt

 

Ohne was kannst Du nicht mehr leben?

 

Gutes Essen

 

Hast Du einen besonderen Tick oder eine Macke die Du mit uns teilen möchtest?

 

Ich bin ziemlich ordnungliebend… und gern mal zu spät dran

 

Was würdest Du auf eine einsame Insel mitnehmen?

 

Zeit

 

Was wünscht Du dir für deine Zukunft?

 

Gesundheit, Liebe, Freude, Herausforderungen

 

Wenn Du eine Superheldin sein könntest, was wäre dann Deine Fähigkeit/en?

 

Ich könnte durch die Zeit reisen

 

Deine Lieblingsfarbe ist: lila

 

Dein Lieblingsauto ist: schnell und schwer

 

Dein Lieblingstier ist: Katzen stehen definitiv weit oben

 

Deine Lieblingskleidung ist: locker, gut geschnitten und gerne mit Farbe

 

Deine Lieblingsmusik ist:

 

Aretha Franklin bis Steve Wonder, Green Day bis Nikka Costa, Eric and me bis Eskeemo

 

Dein aktuelles Lieblingsbuch ist: Preußlers Krabat ist immer eine gute Wahl

 

Dein Lieblingsfilm ist: The kids are allright und Das weiße Band

 

Dein Lieblingstheaterstück (und/oder) Musical ist:

 

 Goethes Clavigo und Anouilhs Antigone

 

Schauspiel, Ausbildung, usw .

 

Wieso wolltest Du Musicaldarstellerin werden? Hat Dich bei deinem Berufswunsch eine

Person oder etwas anderes inspiriert?

 

Auf der Bühne stehe ich seit ich laufen kann, auschlaggebend für meinen Berufswunsch war

aber definitiv meine Schwester Isabell Classen. Sie hat 1994 ihre Ausbildung zur

Musicaldarstellerin bei Peter Weck in Wien abgeschlossen und dann viele wunderbare

Produktionen gespielt. Ich durfte sie immer begleiten, tolle Menschen kennenlernen und

feststellen, dass ich genau das auch machen will. Mit elf Jahren war mein Plan gefasst und ich habe mich auf den Weg gemacht…

 

Du hast von 2004-2008 an der Universität der Künste Berlin Musical/Show studiert. Wieso hast Du dich dafür entschieden, Deine Ausbildung an dieser Schule zu absolvieren?

 

Ich würde sagen, die UdK hat sich für mich entschieden. Zum Zeitpunkt meiner

Aufnahmeprüfung war ich noch ziemlich lost in space und dort saßen die richtigen Menschen,

mich zu sehen. Ich hatte von der ersten Minute an ein Zuhause Gefühl bei den Berlinern und

als ich den Studienplatz erhielt, war meine Suche beendet.

 

Was sind Deine positiven, aber auch negativen Erfahrungen, die Du mit deiner

Ausbildungszeit verbindest?

 

Ich hatte in vier Jahren Studium genug Zeit, mich auszuprobieren, meine Grenzen auszutesten

und ich selbst zu werden- die intensivste Entwicklung, die ich bisher erleben durfte. Leider

hatte ich viel Heimweh, da ich weit weg war von Zuhause und ich habe oft an mir und meiner

Kunst gezweifelt.

 

Schon während Deines Studiums hast Du ein Engagement bei „Cabaret“ bekommen. Wie war es für Dich, schon während Deines Studiums Teil eines großen Engagements zu sein?

 

Cabaret war eine wichtige Erfahrung für mich. Ich wurde dort sehr freundlich aufgenommen

und hatte die Gelegenheit, mit einer überschaubaren Aufgabe in den Alltag als Darstellerin

einzusteigen. Ein sehr gesunder Start!

 

Welche Charaktereigenschaften und Fähigkeiten sollte für Dich eine MusicaldarstellerIn haben?

 

Neben Leidenschaft, Stolz, Durchhaltevermögen, Leistungsbereitschaft und

Organisationstalent braucht man vor allem die Fähigkeit, etwas geben zu wollen.

 

Was ist für Dich das faszinierendste an Deinem Beruf?

 

Menschen zu berühren

 

Gibt es eine Traumrolle für Dich, die Du gerne einmal spielen möchtest?

 

Mehr als eine…

 

Was war bisher Deine schönste Rolle?

 

Meine aktuelle Rolle der Jane Smart ist wirklich ein Highlight, besondere Freude hatte ich

aber auch daran Felicity in Kauf dir ein Kind zu kreieren.

 

Während Deiner bisherigen Karriere hast Du schon in verschiedenen Städten gespielt, wie unter anderem Cottbus, Berlin, Nürnberg oder München. Hast Du Dich immer schnell an die neuen Orte, Theater und Leute gewöhnt? Was ist Deine Lieblingsstadt, in der Du gespielt hast?

 

Berlin ist weit oben in meinem Ranking, allein deshalb, weil ich dort lebe. Nach einer

Vorstellung im eigenen Bett schlafen- das ist mein Begriff von Luxus! Nürnberg ist

wunderschön, NRW meine Heimat… Ich kann mich gut anpassen und bin immer interessiert,

neue Leute und Orte kennenzulernen. Mit Offenheit und Respekt ausgerüstet komme ich so

überall gut zurecht.

 

Seit 2010 studierst Du Kultur- und Medienmanagement an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Was hat Dich dazu bewegt, dies zu studieren?

 

Mir ist es wichtig, eine Wahl zu haben, das beudetet Freiheit für mich. Ich möchte auf der

Bühne stehen, weil ich es will, nicht weil ich es muss. So ist das Studium eine tolle

Möglichkeit, ein weiteres Standbein aufzubauen, in einer Disziplin, in der ich ebenfalls

Stärken habe.

 

Die Hexen von Eastwick

 

Was ist für Dich das besondere an „Die Hexen von Eastwick“?

 

Das Stück macht wirklich Spaß: Ich habe eine Rolle, die vom Nerd zur Sexbombe wird, es

gibt also viel zu spielen und eine Menge zu singen, von lyrisch bis jazzig. Ich liebe das! Und

als Teil der Deutschsprachigen Erstaufführung gab es eine Menge zu entdecken, so auch die

großartigen Projektionen von Fufu Frauenwahl.

 

Wie viele Shows spielst Du in etwa in einer Woche?

 

Das ist ganz unterschiedlich, da das Stück an einem Stadttheater im Repertoirbertieb gespielt

wird. Insgesamt sind 16 Spieltermine angesetzt.

 

Wie lang kannst du dir noch vorstellen bei „Die Hexen von Eastwick“ mitzuspielen und

wie lang läuft dein Vertrag noch?

 

Mein Vertrag für dieses Stück endet Mitte Januar 2013.

 

Kam es bereits zu Pannen während der Show, an die Du dich sofort erinnerst und wie sahen diese aus?

 

Ja, bei der Premiere wollte unsere komplexe Video-Musik-Seqeunz nicht starten, also hat

unser Regisseur Gil Mehmert eingegriffen, einen spontanen Auftritt hingelegt und wir haben

einfach nochmal von vorne angefangen.

 

Damenorchester Salome

 

Seit 2007 bist Du Sängerin im Damenorchester „Salome“ Berlin. Wieso hast Du dich entschlossen dort mitzumachen?

Eines Tages klingelte mein Telefon und Bettina Erchinger, die Leiterin der Band, fragte mich, ob ich mir vorstellen könnte bei Salome als Sängerin dabei zu sein. Also lernte ich alle Salomes kennen und es passte sofort. Zusammen mit Antje Rietz singe und tanze ich nun im fünften Jahr mit tollem Erfolg.

Hast Du neben Deinem Engagement bei „Die Hexen von Eastwick“ überhaupt noch die Zeit Auftritten und Proben von „Salome“ beizuwohnen?

Es erfordert auf jedenfall einer Menge Organisation, Teamwork und Vertrauen auf allen Seiten. Bisher klappt es wirklich gut, dafür bin ich allen sehr dankbar.

Ihr tretet nicht nur bei Konzerten oder Festivals auf, sondern hattet bereits einen Auftritt auf dem Bundespresseball. Stellst Du dich immer anders auf das Publikum ein? Was ist es für Dich für ein Gefühl, vor so unterschiedlichen Leuten zu singen?

Das ist das Tolle an Salome und ich bin auf jedenfall daran gewachsen. Die Leute erwarten, das wir rocken, egal ob beim Festival oder beim Bundespresseball… also tun wir das! Das fühlt sich großartig an, funktioniert aber nur, weil wir ein gut eingespieltes Team sind.

 

Neben Deiner Tätigkeit als Musicaldarstellerin und Sängerin des Damenorchesters „Salome“ bist Du auch Sängerin einer Band Wie schaffst Du es alle Auftritte immer zu organisieren? („Salome“ und  „Die Hexen von Eastwick“)

Bei der Band  habe ich das Glück, dass wir aktuell noch viel im Hintergrund basteln, bevor wir das Projekt launchen werden. Die Produktion unseres Materials wird also an meinen Zeitplan angepasst. Das vereinfacht meine Planung immens.

 

Die Band ist ein neues Projekt, welches den Motown, Soul und RnB der 60er /70er Jahre wieder publik machen möchte. Was macht diese Kombination von Genre´s so besonders an der Band?

Der Motown, Soul und R´n´B der 60er/70er Jahre bedeutet für mich den Ursprung meiner Musikleidenschaft. Man findet die Einflüsse dieser Zeit in so vielen großartigen Titeln der letzten Jahrzehnte, die mich maßgeblich beeinflusst haben. Es ist somit eine Art back to the roots und wir sind immer wieder erstaunt, wie aktuell und handwerklich gut diese Musik noch immer ist.

 

Was ist für Dich das Besondere an „Salome“ und der Band ?

Beide Bands spielen in rein weiblicher Besetzung. Das ist wirklich selten! Ich bin glücklich mit so vielen großartigen Musikerinnen arbeiten zu dürfen.

 

Welcher Tätigkeit gehst Du lieber nach, der Tätigkeit der Musicaldarstellerin oder der, der Sängerin in einer Band?

Beide Tätigkeiten sind sehr unterschiedlich und erfordern ganz verschiedene Qualitäten. Ich bin froh, beides machen zu können und möchte mir diese Vielfalt unbedingt bewahren. Denn die Abwechslung ermöglicht mir immer wieder, meine Arbeit in beiden Bereichen zu überprüfen und Wert zuschätzen.

 

Liebe Jeanette,

unser üblicher Schlussdank geht natürlich auch an Dich! Vielen Dank, dass Du Interesse an diesem Interview hattest, trotz Deines stressigen Zeitplans die Fragen sehr ausführlich und wirklich interessant beantwortet hast und vor allem für die Zeit, die Du dir nach der Vorstellung genommen hast, für Kathrin, die das Vergnügen hatte Dich bereits live zu sehen und zu hören!

Wir wünschen Dir auch weiterhin ganz viel Erfolg in Deinen jetzigen und noch kommenden Engagements und in allen Bandprojekten bei denen Du beteiligt bist, vor allem für die neue Band der „JamCats“, die ab Februar 2013 auf Veranstaltungen die Gäste dazu bewegen wird, das Tanzbein zu schwingen! 😀

Kreative Grüße und alles Gute!  Das heutemalkreativ-Team