Archiv für den Monat November 2012

Interview mit Melanie Walter

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© Melanie Walter

Hallo Ihr Lieben,

am heutigen Tage haben wir wieder etwas Besonderes für Euch! Was das sein wird, wisst Ihr bestimmt schon längst: wir haben wieder ein neues Interview für Euch. Unsere heutige Interviewpartnerin ist die Musicaldarstellerin Melanie Walter, die aktuell im Musical „Rebecca“  im Ensemble des Palladium Stuttgarts zu sehen ist.

Melanie Walter hat eine klassische Ballettausbildung und absolvierte ihre Musicalausbildung  an den Performing Arts Studios Vienna in Wien in den Jahren 1997 bis 2001. Sie war Tänzerin in einer Modern Dance Company und war bereits vor und während dem Studium Tanzsolistin bei Jazz, HipHop und Volklore- Engagements.

Des Weiteren war sie bereits als Choreographin in der Uraufführung von „Faust- die Rockoper“ tätig  aber unterrichtet auch Tanz, Gesang und Schauspiel.

Während ihrer Ausbildungszeit in Wien, spielte sie bereits in einigen Produktionen mit. Zu diesen zählen beispielsweise  „Body Electric Show“,  „Verliebte und Verrückte“ oder „Magic To Do“.

Nach ihrer abgeschlossenen Bühnenreifeprüfung für Musical war Melanie dann  unter anderem Teil der Cast von „Les Misérable“  in der Oper Bonn, „Ludwig II.- Sehnsucht nach dem Paradies“ im Theater Neuschwanstein, „Elisabeth“ in Stuttgart  oder auch in „Anything Goes“ im Kolping Musiktheater.

Nun steht sie im Stuttgarter Palladium Theater im Stück „Rebecca“  im Ensemble auf der Bühne. Was Melanie uns über ihre Ausbildungszeit, ihre Tourneeerfahrungen, über ihr aktuelles Engagement und vieles mehr berichtet hat, könnt Ihr nun in unserem Interview nachlesen.  Wir bedanken uns an dieser Stelle bei Melanie und wünschen Euch viel Spaß beim Lesen!

 

Allgemeines

 

 Wie würdest Du dich selbst beschreiben?

Impulsiv, Lebensfroh, verständnisvoll, laut, aktiv

Was ist für Dich das schönste am Tag?

Der Feierabend: wenn man auf den Tag sieht, und damit zufrieden ist!

Was macht Dich glücklich?

Mein Leben

Ohne was kannst Du nicht mehr leben?

Liebe

Hast Du einen besonderen Tick oder eine Macke die Du mit uns teilen möchtest?

 Ich rede unglaublich viel und gerne

Was würdest Du auf eine einsame Insel mitnehmen?

Einen Musiker mit Gitarre

Was wünscht Du dir für deine Zukunft?

Familie und viele tolle Rollen

Wenn du eine Superheldin sein könntest, was wäre dann deine Fähigkeit/en?

Mich überall hinbeamen zu können…

 

Deine Lieblingsfarbe ist: Blau

Dein Lieblingsauto ist: Käfer

Dein Lieblingstier ist: Panter

Deine Lieblingskleidung ist: Kleid

Deine Lieblingsmusik ist: Soul

Dein aktuelles Lieblingsbuch ist: Der Alchimist

Dein Lieblingsfilm ist: Benny & Joon

Dein Lieblingstheaterstück (und/oder) Musical ist: last 5 years

 

Schauspiel, Ausbildung, usw .

 

 

Wieso wolltest Du Musicaldarstellerin werden? Hat Dich bei deinem Berufswunsch eine Person oder etwas anderes inspiriert?

Meine Mutter hat im Ulmer Theater als Regieassistentin von Ferry Olsen bei der Inszenierung von „Wonderful Oli“ gearbeitet.. ich habe als Ballettratte jede freie Minute mich im Zuschauerraum versteckt und zugesehen… ich glaube da hat es angefangen.

Welche Charaktereigenschaften und Fähigkeiten sollte für Dich ein/e Musicaldarsteller/in haben?

Er sollte seine Stärken und seine Schwächen kennen, und keine davon überbewerten. Ausdauer und Demut für den Beruf haben und Respekt vor sich selbst und seinen Kollegen.

Was ist für Dich das faszinierendste an Deinem Beruf?

Die Menschen mit denen ich arbeiten darf. So viel unglaublich großartige Menschen!

Gibt es eine Traumrolle für Dich, die Du gerne einmal spielen möchtest?

Jede Rolle ist ein Traum… Ich möchte so viele unterschiedliche wie möglich machen.

Was war bisher Deine schönste Rolle?

Reno Sweeney aus Anything Goes

Du hast bereits einige Erfahrungen durch unzählige Engagements auf der Bühne sammeln können – unter anderem auch Tournee-Erfahrung: Was ist für Dich das Besondere an so einer Tournee? – Gibt es Vor- und Nachteile für dich?

Ich liebe Tourneen.. ich finde es sehr aufregend und spannend an vielen Orten und Hallen zu spielen. Ich mag Busfahrten, wenn sie nicht zu lang sind. Es sei denn, man hat einen Nightliner… dann ist das auch kein Thema. Unangenehm wird es, wenn die Crew und das Ensemble nicht harmoniert.. wenn man mit den Leuten nicht klar kommt, und die Hotels schlecht sind….

Auch während deiner Ausbildung hattest Du bereits einige Projekte unter anderem „Body Electric Show“, „Verliebte und Verrückte“ und „Magic To Do”. Wie hast Du es mit dem Studium zeitlich vereinbaren können?

Das waren Produktionen, die in Zusammenarbeit mit den Performing Arts Studios Inszeniert wurden. Wir wurden dafür freigestellt.

Du hast auch als Dozentin für Gesang, Schausiel und Tanz gearbeitet. Was ist für Dich das Besondere am Unterrichten? Welche Kategorie unterrichtest Du am liebsten?

Am liebsten Unterrichte ich Gesang und Schauspiel. Da sieht man die Entwicklung sehr schnell, wenn jemand regelmäßig übt. Tanz ist da sehr viel schwieriger. Die meisten jungen Leute haben da nicht den nötigen Biss. Am Unterrichten liebe ich es, weiter zu geben was ich selber gelernt und erarbeitet habe. Und vor allem, wenn jemand merkt, dass etwas besser ist. das es funktioniert was sie lernen….

 Bisher warst du als Swing, im Ensemble und als Mitglied der „Modern Dance Company“ aber auch als Tanz- und Gesangssolistin tätig. Was ist Dir lieber, als Solodarstellerin auf der Bühne zu stehen oder gemeinsam mit anderen zu performen?

 hmmm-… das ist schwierig. Im Ensemble hat man seinen Rahmen, den man nicht verlassen darf. Dafür kann man auch mal bis um 4 in der Früh feiern gehen. Als Solist kannst du deine Rolle wirklich ausreizen, stehst im Mittelpunkt. Das wünscht sich jeder Darsteller. Dafür hast du auch eine größere Verantwortung, und bist immer der Erste, der bei den Partys heim fährt…ich mag beides gerne…

 

 

Rebecca

 

Hast Du die Geschichte (Buch, Film, Musical) vorher bereits gekannt?

 Ich kannte den Film.

Was ist für Dich das besondere an Rebecca?

Die Story.. es ist eben wirklich ein Psychokrimi… das ist toll!

Wie viele Shows spielst Du in etwa in einer Woche?

 Bis Juni hab ich 8 Shows die Woche gespielt.. jetzt sind es 7 die Woche…

Was machst du in deiner Freizeit zum Ausgleich von einer stressigen Arbeitswoche?

Ich treffe mich mit Freunden, geh zum Sport und Karaoke singen.. nicht sehr einfallsreich!

Wenn Du am Wochenende eine Doppelshow spielst, was machst Du dann zwischen den Shows?

Schlafen, essen, spazieren gehen

Wie lang kannst du dir noch vorstellen bei REBECCA mitzuspielen und wie lang läuft dein Vertrag noch?

mein Vertrag geht bis Spielzeit Ende… ich weiss nicht… könnte bestimmt noch länger REBECCA spielen… das käme auf den Vertrag

an.

Kam es bereits zu Pannen während der Show, an die Du dich sofort erinnerst und wie sahen diese aus?

oh, am Anfang gab es ein paar technische Pannen…aber eigentlich gab es keine großen Ereignisse, die man so erzählen könnte…

 

Liebe Melanie,

vielen Dank für Dein Interesse an heutemalkreativ und deine interessante Beantwortung  unserer Fragen. Wir haben uns sehr gefreut, dass Du daran teilgenommen hast. Für deine berufliche aber auch private Zukunft wünschen wir Dir nur das Beste! Vielen Dank nochmal!

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Interview mit Claudie Reinhard

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© Veit Schäfermeier/ Claudie Reinhard

 

Liebe Leser,

es ist  wieder soweit:  wir haben ein neues Interview für Euch! Unsere heutige Interviewpartnerin ist die Musicaldarstellerin Claudie Reinhard, die zurzeit in dem Erfolgsmusical „Tanz der Vampire“  als Cross  Swing  und Cover Rebecca auf der Bühne zu sehen ist.

Bereits vor ihrer Ausbildungszeit nahm sie Gesangs- und Schauspielunterricht und  absolvierte dann 1995 bis 1997  ihre Musicalausbildung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Wien. Zu ihren Engagements zählen zum Beispiel „Kiss me, Kate“, bei dem sie die Rolle  Bianca / Louis Lane im Theater Hagen übernahm oder auch „Les Misérables“ in dem sie als Mme Thénardier, Factory Girl und als Swing  im Theater des Westens performte. Des Weiteren war Claudie  Teil der Cast von „3 Muskeltiere“ in Berlin (2005/2006)  und Rebecca (2006/2007)  im Raimundtheater Wien und war zusätzlich auch mit der Produktion „Elisabeth“ aber auch mit „Grease“ auf Tour. Während „Grease“ in ganz Deutschland zu sehen war, tourte Claudie mit dem Stück „Elisabeth“ sogar in der Schweiz, Österreich und Deutschland.

Aktuell sieht man sie wie oben bereits erwähnt in dem Musical „Tanz der Vampire“ als Cover Rebecca und als Cross Swing. Was Claudie uns über diese Tätigkeit bei „Tanz der Vampire“, ihre Ausbildung, ihre Tourerfahrungen und vieles mehr berichtet hat – könnt Ihr nun in unserem Interview nachlesen. Wie immer wünschen wir Euch viel Spaß!

Allgemeines

Wie würdest Du dich selbst beschreiben?

 Kurz, tolerant, speziell, ordnungsliebender Chaot. Ungerechtigkeit vertrage ich gar nicht.

Was ist für Dich das schönste am Tag?

Sonnenschein

Was macht Dich glücklich?

Sonnenschein und Massagen!

Ohne was kannst Du nicht mehr leben?

Meine Familie   … Sauerstoff, Trinkwasser, Nahrung,…

Hast Du einen besonderen Tick oder eine Macke die Du mit uns teilen möchtest?

Ich will immer entgegengesetzte, sich meist widersprechende Dinge, wie Großstadtleben auf dem Dorf. Ich bin z.B. Nachtmensch und Frühaufsteher. Blöde Mischung. Geht nicht zusammen.

Was würdest Du auf eine einsame Insel mitnehmen?

Irgendwas, womit ich wieder zurückkomme.

Was wünscht Du dir für deine Zukunft?

Gesundheit, Arbeit, Liebe und weniger Dummheit in der Welt

Wenn du eine Superheldin sein könntest, was wäre dann deine Fähigkeit/en?

Gedanken lesen, Fliegen, Teleportation, …

Deine Lieblingsfarbe ist:  (helles) Grün!

Dein Lieblingsauto ist: Hab ich nicht.

Dein Lieblingstier ist: Meerschweinchen. Und Hunde. Wasserschweine mag ich auch.

Deine Lieblingskleidung ist: Hauptsache bequem.

Deine Lieblingsmusik ist:

Ziemlich alles quer durch den Gemüsegarten AUßER volkstümliche Schlager, Techno, atonale Musik,…                                         

Dein aktuelles Lieblingsbuch ist: Viele! Z.B. das Dosenmilch-Trauma, Ich bin dann mal weg, Glennkill

Dein Lieblingsfilm ist: Ödipussi, Pappa ante portas, die Starwars-Triologie aus den 70er/80er Jahren

Dein Lieblingstheaterstück (und/oder) Musical ist:

Ich kann mich nicht festlegen, aber Les Misérables und Grease sind bei den Musicals ganz vorne mit dabei. Bei den Theatherstücken ist es „die neuen Leiden des jungen W.“, seitdem ich eine sehr gute Inszenierung davon gesehen habe.

 

Schauspiel, Ausbildung, usw .

 

Wieso wolltest Du Musicaldarstellerin werden? Hat Dich bei deinem Berufswunsch eine Person oder etwas anderes inspiriert?

Ich wollte schon immer auf die Bühne, Geschichten erzählen, und ausschließlich Schauspiel war mir zu „trocken“.

1997 hast Du die Ausbildung zur Musicaldarstellerin an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Wien abgeschlossen. Würdest Du sagen, dass es die richtige Entscheidung war an dieser Schule deinen Abschluss zu absolvieren? Gibt es etwas, was Du an dieser Schule besonders findest, vielleicht sogar im Vergleich zu anderen Schulen?

Für mich war es die richtige Schule. Es gab nur wenige Studienplätze, die Klassen waren klein, das ist meiner Meinung nach ein Vorteil. Ich weiß leider nicht, wie es heute dort ist, aber damals fand ich die Ausbildung sehr gut.

Was war das Schönste, beziehungsweise Negativste während Deiner Ausbildungszeit?

Das Schönste war, die Peppermint Patty in „Snoopy“ spielen zu dürfen und der Moment, als ich am Tag der Abschlussprüfung die Auszeichnung überreicht bekam.

Das Negativste … hm… sagen wir, das Unangenehmste: Ballettunterricht morgens um acht. 😉

Würdest Du allgemein sagen, dass es sehr hilfreich ist bereits während der Schul- beziehungsweise Ausbildungszeit Mitglied in Musical/- Theaterproduktionen zu sein und viele Erfahrungen zu sammeln?

Auf jeden Fall! Solange man nicht glaubt, dann schon alles zu wissen. Man hört nie auf, zu lernen, vor, während und nach der Ausbildung.

Du hast Deine Ausbildungszeit in Wien verbracht, kannst Du dir in Zukunft vorstellen wieder Engagements in Österreich anzunehmen?

Oh ja! Ich fühle mich in Wien sehr wohl! Ich hatte eine tolle Zeit dort! Andere Städte in Österreich kenne ich nicht gut genug, um dazu etwas sagen zu können.

Welche Charaktereigenschaften und Fähigkeiten sollte für Dich ein MusicaldarstellerIn haben?

Durchhaltevermögen, Teamfähigkeit und ein gesundes Maß Verrücktheit.

Was ist für Dich das faszinierendste an Deinem Beruf?

Menschen begeistern zu können und die Möglichkeit, in so viele verschiedene Rollen zu schlüpfen.

Gibt es eine Traumrolle für Dich, die Du gerne einmal spielen möchtest?

Es gibt einige Rollen, die ich gerne mal spielen würde! (Leider passe ich meistens vom Typ her nicht…) Zum Beispiel Ellen in Miss Saigon, Eliza in My Fair Lady und vielleicht irgendwann einmal die Hexe in Into the Woods. Und Eponine in Les Misérables.

Was war bisher Deine schönste Rolle?

Ich glaube, das ist und bleibt Jan in Grease. Aber Mme Thénardier hat auch sehr viel Spaß gemacht und Audrey und Bianca/Lois Lane und Schwester Amnesia und Mrs Van Hopper und Rebecca und… Ich hatte schon viele schöne Rollen.

Wie ist es für Dich, nachdem Du bereits schon 2003 bis 2004 in dem Stück „Les Misérables “ in der Rolle der Mme Thénardier, Factory Girl und als Swing und 2005 bis 2006 in „3 Musketiere“ als Cabaretsängerin, Ensemble im Theater des Westens Berlin gespielt hast, an diese Spielstätte für Dein aktuelles Engagement zurückzukehren?

Und 2008 in „Elisabeth“! Es ist ein bisschen wie heimkommen. Ich liebe dieses Theater!

Du warst 2008 – 2010 mit dem Musical “ Elisabeth“ als Todesengel / Fanny Feifalik auf Tournee durch Deutschland, Österreich und die Schweiz und 2010 bis 2011 in Grease als Jan auf Tournee durch Deutschland. Was ist für Dich der größte Vorteil einer Tour-Produktion, was der größte Nachteil?

Der Nachteil ist, man ist lange nicht zuhause. Und man muß ständig Koffer packen.

Der Vorteil ist, man kommt rum.

 

Tanz der Vampire

 

 Was ist für Dich das Besondere an Tanz der Vampire und an deiner Rolle?

 Die Stimmung. Und die Mischung aus Komödie, rockiger Musik, Choreographie.

Als Swing muß ich 10 Rollen beherrschen, zusammen mit Rebecca 11. Ich versuche, jeder Rolle einen eigenen Touch zu geben und nicht immer die gleiche Person zu sein, die nur auf einer anderen Position steht. Rebecca ist eine wunderbare Rolle, weil sie so viel beinhaltet. Sie ist die Robuste, die Schwache, die Bauernschlaue, die Gutherzige. Es ist eine Gradwanderung, groß zu spielen und trotzdem ehrlich zu bleiben und die Facetten der Rolle zu zeigen.

Wie viele Shows spielst Du in etwa in einer Woche?

Als Swing spielt man ja nur, wenn jemand krank ist oder Urlaub hat…  Also meistens alle Shows. 😉

In Deiner aktuellen Rolle verwandelst Du Dich in einen Vampir. Wie lange brauchst Du für die Verwandlung?

Von Bauer/Witwe auf Vampir habe ich nicht viel Zeit, ein paar Minuten für Abschminken, Neuschminken, Kostüm- und Perückenwechsel. Danach kann ich mir Zeit lassen, um zum Ewigkeitsvampir zu werden. 15-20 Minuten ungefähr.

Wenn Du am Wochenende eine Doppelshow spielst, was machst Du dann zwischen den Shows?

Erstmal frisch machen. Abschminken, Umziehen, dann geh ich meistens in die Kantine. Essen, mit Kollegen quatschen. Manchmal leg ich kurz die Füße hoch oder schau noch mal in meine „Swingbibel“. Neuschminken, Umziehen, Show die 2.

Wie lang kannst Du dir noch vorstellen bei Tanz der Vampire mitzuspielen und wie lang läuft dein Vertrag noch?

Mein Vertrag läuft bis zum Ende der Spielzeit, aber von mir aus könnte die noch länger gehen.

Kam es bereits zu Pannen während der Show, an die Du dich sofort erinnerst und wie sahen diese aus?

Bislang habe ich nicht viele Pannen mitbekommen, aber ich bin ja noch nicht so lange dabei. Neulich hatten wir einen Ausfall eines Teils der Bühnentechnik, da gab es dann eine halbkonzertante Show. Leider war ich an dem Abend nicht auf der Bühne.                   

Bereitest Du Dich anders vor, wenn Du in der Show die Rolle der Rebecca übernimmst? Was ist vielleicht in der Vorbereitung zwischen Deiner Rolle der Rebecca oder Deiner Tätigkeit als Swing anders?

Als Rebecca fange ich früher an, mein Make up zu machen. Und kurz vor der Show nehme ich mir einen Moment, um mich in den Charakter und die Körperlichkeit von Rebecca zu versetzen. Denn wenn ich nicht aufpasse, geht es mit mir durch und ich spiele zu agil und quirlig. Dafür brauche ich als Rebecca  meine Swingbibel nicht. Wenn ich eine Ensemblerolle spiele, die ich noch nicht oft übernommen oder länger nicht gespielt habe, lese ich immer noch einmal nach, wann ich wo was tun muß.

Als Swing in einem Musical, muss man viele Rollen beherrschen. Was war/ist Dein „Trick“ so viele Rollen zu erlernen?

Jede Rolle hat eine eigene Farbe. Dann hat man bei den Notizen gleich einen guten Überblick. 

War es für Dich schwierig als Swing, Dich immer gleich in die verschiedenen Gesangsrollen hineinzuversetzen, die Du am Tag spielst? Wenn ja, worin genau lag diese Schwierigkeit?

Es ist noch schwierig, denn ich beherrsche noch nicht alle Rollen. Das Schwierigste ist, die Rollen nicht zu verwechseln, vor allem wenn man zwei Parts gleichzeitig lernt. Es kommt schon vor, dass man auf der Bühne steht, mit Tanzen beschäftigt ist und sich einfach nicht erinnern kann, ob man in dieser Rolle an einer Stelle im Lied von der Mittelstimme zur Oberstimme oder zur Unterstimme wechseln muß. Oder man steht im Tanzsaal und es fällt einem eine bestimmte Position nicht mehr ein. Zum Glück bemerkt das Publikum so was normalerweise nicht. Aber die Angst vor großen Patzern ist zur Zeit noch da.

 

Weiteres

 

Zuletzt warst Du im Coupé Theater Berlin auf der Bühne. Im Gegensatz zu vielen anderen Bühnen, auf denen Du aufgetreten bist, ist diese Bühne sehr klein- was ist für Dich die größte Herausforderung gewesen, auf einer kleinen Bühne zu spielen?

Eigentlich stehe ich auch gerne auf kleinen Bühnen, wenn es zum Stück passt. Non(n)sens zum Beispiel, oder Sekretärinnen. Man ist viel näher am Publikum dran, bekommt mehr mit.  

Unter anderem hast Du in der Musicalrevue „Showtime“  die Choreographie entworfen, was gefällt Dir am meisten daran, selbst Choreographien entwickeln zu können?

Das kreative Arbeiten. Und zu sehen, wie eine Idee Formen annimmt und Realität wird. Natürlich lässt sich nicht immer alles umsetzen, man muß die Choreographien oft allem Möglichen anpassen. Zum Beispiel der Bühne, den Vorgaben des Regisseurs, der Anzahl der Beteiligten, den Möglichkeiten der Tänzer usw. Aber das kann auch spannend sein. Besonders freut es mich, wenn es den Tänzern Spaß macht, meine Choreos zu tanzen.

Könntest Du dir auch weiterhin vorstellen, als Choreographin zu arbeiten oder beschränkt sich Deine Leidenschaft eher auf Deine Tätigkeit als Musicaldarstellerin?                                    

Ich möchte weiterhin beides machen, wobei ich an erster Stelle Darstellerin bin.

Neben Deiner Tätigkeit als Darstellerin, bietest Du auch Musicalworkshops, z.B. an Schulen an. Was ist für Dich das Besondere am Unterrichten?

Der große Reiz besteht für mich hauptsächlich darin, schlummernde Talente zu wecken und die Teilnehmer zu ermutigen, zu zeigen, was sie können. Und, gerade an Schulen, die Jugendlichen dafür zu begeistern, sich auf ein Projekt zu konzentrieren und gemeinsam etwas entstehen zu lassen. Wenn ich sehe, wie aus so manchem Sack Flöhe eine Riege begeisterter Darsteller wird, die zusammen eine tolle Show hinbekommen, bin ich immer ganz gerührt… 🙂

Was beinhalten Deine Musicalworkshops?

Prinzipiell können die Workshops Bewegungsimpro, Schauspielimpro, Text-und Rollenarbeit, Choreographieeinstudierung und Liedinterpretation beinhalten. Je nach Dauer und Ziel des Workshops. Für musikalische Einstudierungen hole ich mir noch jemanden dazu, ich kann nämlich nicht wirklich Klavierspielen. Soll am Ende eine Aufführung stattfinden, wird zielgerichtet darauf hingearbeitet, die Einstudierung steht also im Mittelpunkt.

Und Zum Schluss möchten wir uns hier ganz herzlich bei Dir, Claudie, bedanken, dass du dir Zeit für uns genommen hast und dich für unseren Blog interessiert hast! Wir wünschen dir alles Gute im Privaten und genauso im beruflichen Werdegang. Viel Spaß auf der Bühne und bei allem Anderen was du in die Hand nehmen wirst. Vielen Dank!

Interview mit Myrthes Monteiro

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© Myrthes Monteiro

Hey Leute,

es ist mal wieder höchste Zeit für ein neues, sehr interessantes Interview, dieses Mal mit einer feurigen Lateinamerikanerin. Wir reden hier von Myrthes Monteiro, die zurzeit im Ensemble und die Zweitbesetzung der Sarah im Berliner Theater des Westens bei „Tanz der Vampire“ spielt.

Doch ihre Ausbildung absolvierte Myrthes in Sao Paulo an verschiedenen Schulen, wie an der Brazilian Academy of Circus und in den Bereichen klassisches Ballet, Jazz, Stepptanz, Contemporary Dance, Regional und Street Dance sowie Flamenco. Ihren Abschluss in Tanz machte sie dann 2002 am MEC in Sao Paulo. In Brasilien sammelte Myrthes bereits erste Musicalerfahrungen unter anderem in Produktionen wie „The Phantom of the Opera“, „A Dream is a Wish“ und „My Fair Lady“. Ebenfalls ist sie in Brasilien auch als Synchronsprecherin, sowie als Sängerin und Sprecherin für Radio und TV- Werbung bekannt.

Erst 2007 verließ die gebürtige Brasilianerin für ein Engagement als Tänzerin/Sängerin bei Disneys „König der Löwen“ in Hamburg erstmals ihr Heimatland. Das war ihr erstes aber nicht einziges Engagement in Deutschland. Nach „König der Löwen“ spielte Myrthes bei „Buddy Holly – Das Musical“ im Colosseum Theater in Essen die Rolle Apollo Sängerin und die Zweitbesetzung der Maria Elena Santiago. Danach könnte man sie in Berlin im Theater am Potsdamer Platz als Gesangssolistin bei dem Musical „Dirty Dancing“ bewundern. Des Weiteren war sie auch Teil von Tourproduktionen, wie beispielsweise mit dem Musical „CATS“, welches auf Deutsch/Europa-Tournee ging. Dort war sie als Sillabub und Zweitbesetzung Victoria auf der Bühne zu sehen.

Wie es für Myrthes war, für „König der Löwen“ ihre Heimat zu verlassen, was sie uns über ihre große Leidenschaft des Tanz und Gesangs erzählt hat und wie es sich für sie anfühlt, ihre bisherige Traumrolle Sarah zu spielen – könnt Ihr in dem folgenden Interview selbst nachlesen. Wie immer wünschen wir Euch hierbei viel Spaß!

Allgemeines

Wie würdest Du dich selbst beschreiben?

Eine Person die liebt, Gutes zu tun, die viel träumt und an ihre Träume glaubt.

Was ist für Dich das schönste am Tag?

Am Ende des Tages, wenn ich das Gefühl habe, dass ich mein Ziel erreicht habe.

Was macht Dich glücklich?

Eine andere Person glücklich zu machen. Jemanden zum Lächeln zu bringen.

Ohne was kannst Du nicht mehr leben?

Ohne Musik, Tanz und Kunst.

Hast Du einen besonderen Tick oder eine Macke die Du mit uns teilen möchtest?

Ich zupf immer an meinen Haaren, wenn sie offen sind. Das mach ich seit meiner Kindheit, und nicht nur ich, sondern mein Bruder auch.

Was würdest Du auf eine einsame Insel mitnehmen?

Meine Gitarre.  (…und ein Taschenmesser 😉

Was wünscht Du dir für deine Zukunft?

Ich wünsche mir eine schöne Karriere, wo ich gesund bleiben kann und dass ich meinen Traum leben darf. Ich wünsche mir auch, dass  ich einen Weg finden kann, wo ich mein Talent benutzen kann  um Menschen zu helfen und eine bessere Welt zu schaffen.

Wenn Du eine Superheldin sein könntest, was wäre dann Deine Fähigkeit/en?

Ahhh ich wünschte, meine Hände wären wie 2 Wasserpistolen… mit  einer Hand würde ich Liebe in Menschen und Sachen spritzen und mit  der anderen, würde ich eine Energie spritzen, die Ärger löscht. (I wish my hands were like 2 waterguns… from one hand I could squirt love into people and things, and with the other hand destroy the anger from someone.)

Deine Lieblingsfarbe ist: lila und türkis

Dein Lieblingsauto ist: Mini Cooper

Dein Lieblingstier ist: hm… ich glaub Hund.. obwohl ich alle Tiere liebe

Deine Lieblingskleidung ist: Sommerkleid

Deine Lieblingsmusik ist:

Reggae, Jazz, Blues.. Ich kann auch ein paar Songs nennen, die ich liebe: Don´t Worry Be Happy-Bob Marley (meine Lieblingsversion ist aber von Bobby McFerrin), Smile-Charles Chaplin, The Impossible Dream-Luther Vandross, Beatriz- Chico Buarque

Dein aktuelles Lieblingsbuch ist:Die Prophezeiungen von Celestine

Dein Lieblingsfilm ist:

Hm.. schwierig.. es gibt viele…Hinter dem Horizont, Wie ein einziger Tag, Amadeus….ah, und ich liebe alle Harry Potters!

Dein Lieblingstheaterstück (und/oder) Musical istRent

Schauspiel, Ausbildung, usw .

Was ist für Dich das faszinierendste an Deinem Beruf?

Jeden Tag in eine Geschichte zu tauchen, und andere Rollen zu erleben… ich fühl mich als ob ich in einem Märchen lebe. Und die Möglichkeit jeden Tag so viele Menschen in die Geschichte mitzubringen und so viele Herzen zu berühren.. es ist ein Gefühl das kein Wort beschreiben kann. Ich kann nur sagen dass ich meinen Job liebe und es ist eine Ehre diesen Beruf haben zu dürfen!

Gibt es eine Traumrolle für Dich, die Du gerne einmal spielen möchtest?

Es gibt viele… aber Mimi in Rent und Maria in West Side Story sind oben in der Liste

Was war bisher Deine schönste Rolle?

 Sarah auf  jeden Fall.

Du hast Deine Ausbildung im Bereich Tanz an verschiedenen Schulen, wie beispielsweise an der Brazilian Academy of Circus absolviert. Diese hast Du dann 2002 in Sao Paulo (Brasilien) abgeschlossen. Unter anderem in den Bereichen: Klassisches Ballet, Flamenco, Jazz oder Regional und Street Dance. Kannst du diese Vielseitigkeit gut umsetzen? Welcher dieser Tänze gehört zu Deinen Lieblingen?

Leider nicht wirklich, es ist sehr schwierig eine Rolle zu finden, wo ich alle Seite gut umsetzen kann. Normalerweise tanzen die „Sänger“ in einem Musical viel weniger als die „Tänzer“, und die, die  singen dann weniger als die Sänger. In einem Musical, müssen alle beides machen, aber nicht in gleicher Proportion, deswegen sind Tanz und Gesangs- Ensemble getrennt. Bis heute war  Cats das Musical wo ich richtig tanzen konnte, obwohl ich auch eine Gesangsrolle hatte. Manchmal krieg ich einen Job wo ich mehr tanzen muss und manchmal wo ich mehr singen muss, und es fehlt mir immer das andere.
Ich liebe alle Art von Tanzen, aber ich glaube Klassisches Ballett gehört zu meinem absoluten Lieblingstänzen.

In Brasilien hast Du bereits als Synchronsprecherin, Sängerin und Sprecherin für TV- und Radiowerbung gearbeitet. Könntest Du Dir auch weiterhin vorstellen als Synchronsprecherin oder Sprecherin im Bereich Radio/TV zu arbeiten?

Auf jeden Fall. Es macht wirklich Spaß deine Stimme in anderen Körpern zu sehen!
Aber ich finde es würde nicht so bald passieren, weil die Aussprache für diesen Beruf ganz klar sein muss.. und es ist tatsächlich sehr schwierig in den „Markt“ reinzukommen. Ich habe als Sprecherin in Brasilien gearbeitet, also, auf meiner Muttersprache. Und falls ich eines Tages zurück nach Brasilien gehen würde, dann würde ich auf jeden Fall diesen Beruf weitermachen.

Für Deine Rolle in „König der Löwen“ kamst Du damals nach Deutschland. War es schwer für Dich, sich an das neue Umfeld und die neue Sprache zu gewöhnen?

Die Sprache war für mich das Schwierigste von allem. Ich konnte überhaupt kein Deutsch sprechen, und habe in meinem ganzen Leben kein Kontakt mit der Sprache gehabt. Außerdem konnte ich kein Englisch oder Spanisch, einfach nur Portugiesisch. Es war sehr schwierig für mich, weil ich immer eine herzliche kontaktfreudige Person war, und plötzlich war ich schüchtern und konnte nicht sprechen. Ich fühlte wie ich eine andere Person war, und konnte nicht ich selbst sein. Das war für mich das Schlimmste.
Und mit dem Wetter war es  natürlich auch sehr schwer sich daran  zu gewöhnen. Aber jetzt geht’s schon…das lustige ist dass, wenn ich nach Brasilien im Sommer fliege, halte ich die Sonne nicht mehr so lang aus hahaha. Ich muss immer drinnen bleiben, mit der Klimaanlage an.
Woran ich mich nicht gewöhnen kann, ist nicht bei meiner Familie zu sein. Ich vermisse sie jeden Tag und das wird sich nie ändern…

Eigentlich hast Du Deine Ausbildung im Bereich Tanz absolviert, jedoch performst Du jetzt eher Gesangsrollen. Gab es hierfür einen bestimmten Grund? Was spielst Du lieber Gesangs- oder Tanzrollen?

Ich habe meine Ausbildung im Tanz gemacht, weil ich eine richtige „Ballerina“ werden wollte. Das Singen hat mir sehr gefehlt, und ich wollte parallel eine Karriere als Sängerin machen. Das war natürlich fast unmöglich, weil man für beide Karriere viel Zeit und Fleiß braucht. Außerdem, hab ich auch Schauspiel immer geliebt, und 6 Jahre in Brasilien studiert und wollte unbedingt im Theater arbeiten. Musical war der Weg, den ich gefunden habe, alles zu kombinieren.
Ich habe allerdings als Tänzerin bei Musicals angefangen, und ich bin noch auf meinem Weg nach oben. Ich liebe tanzen aber ich habe den Traum, ein Musicalstar zu werden, und das Tanzen wird leider automatisch ein bisschen „zur Seite“ verschoben. Es gibt leider ganz wenige Rollen in Musicals wo der Darsteller richtig singen und richtig tanzen muss. Die Hauptrollen sind meistens Gesangsrollen und das Tanzen gehört meistens zum Ensemble. Das ist wirklich schade. Ich finde beide Bereiche sind extrem schwer und erfordert viel Anstrengung. Für mich, sind die Tänzer genauso wichtig wie die Sänger.

Tanz der Vampire

Was ist für Dich das Besondere an Tanz der Vampire und an Deiner Rolle als Sarah aber auch Deiner Rolle im Gesangsensemble?

Tanz der Vampire ist ein komplettes Musical. Die Musik, das Buch, der Tanz, die Kostüme, die Inszenierung, alles sind so perfekt kombiniert…es ist faszinierend. Ich liebe  dieses Gefühl wenn man ein Musical zuschaut, und in einen Traum durch die Zeit reist, und für 3 Stunden komplett weg ist und wirklich in die Geschichte reingeht. Das erlebt man nicht bei allen Musicals, aber bei Tanz der Vampire sicherlich.
Wir haben auch das Glück, so eine talentierte und fleißige Cast zu haben, wo alle immer jeden Tag 100% auf der Bühne geben.
Das Besondere für mich an Sarah ist, diese gefühlvolle Rolle zu spielen. Sarah hat diesen „Hunger nach Glück“ und sie sucht eine Antwort für diese Emotionen, Gefühle und besonders die Sehnsucht, die sie die ganze Zeit spürt. Ich habe Gänsehaut,  jedes Mal wenn  ich auf der Bühne bin und ich kann nicht beschreiben was ich fühle, wenn ich diese Rolle spiele. Leidenschaft pur.

Bei Tanz der Vampire coverst Du die Rolle der Sarah. Diese ist nicht unbedingt eine Tanzrolle – vermisst Du das intensive Tanzen, wenn Du diese Rolle performst?

Ja, ich vermisse das intensive Tanzen… aber nicht wenn ich Sarah spiele. Das ist eine Traumrolle und wenn ich sie spiele, denk ich an nichts anderes, und habe ich gar nichts zum vermissen  🙂
Natürlich würde ich es lieben wenn ich auch eine Rolle hätte, wo ich mehr tanzen könnte. Aber ich hoffe, sie kommt noch 🙂

Wie viele Shows spielst Du in etwa in einer Woche?

 7 Shows

Wenn Du am Wochenende eine Doppelshow spielst, was machst Du dann zwischen den Shows?

Nachdem Essen, mag ich es meine Lieder zu üben… manchmal bringe ich meine Gitarre  ins Theater mit, und spiele meinen Reggae und andere Art von Musik.

Wie lang kannst Du dir noch vorstellen bei Tanz der Vampire mitzuspielen und wie lang läuft dein Vertrag noch?

Ich werde bei Vampire noch bis Dezember dieses Jahr spielen. Bald ist meine Derniere :(😦

Kam es bereits zu Pannen während der Show, an die Du dich sofort erinnerst und wie sahen diese aus?

Och ja.. bei meiner Sarah Premiere, habe ich mein Blut-Päckchen auf den Boden fallen lassen, bevor ich Alfred beiße, dann dachte ich.. oops, was soll ich jetzt machen? Er wird fragen:  „Was ist das?“, und was werde  ich denn sagen?: „Hm… hm… Blut… ist das nicht!“ hahaha… da waren dann wenige  Sekunden Panik! Dann hab ich ihn beim Beißen auf den Boden gebracht um das Blut zu holen. Haha.  Am Ende habe ich es geschafft und alles hat geklappt 🙂 (obwohl die Szene ein bisschen „wild“ ausgesehen hat!)

Last but not least, wollen wir uns wieder recht herzlich bei unserer Interviewpartnerin bedanken. Liebe Myrthes, es war uns ein großes Vergnügen mit Dir zusammenzuarbeiten und Deine Antworten zu lesen. Wir ziehen unsere imaginären Hüte vor Deinem Mut, Deine Heimat Brasilien zu verlassen und Dir hier in Deutschland ein neues Leben aufgebaut zu haben. Wir wünschen Dir für die restliche Zeit bei „Tanz der Vampire“ in Berlin noch viel Spaß, viele Sarah-Shows und vor allen Dingen auch viel Erfolg bei Deinen nächsten Engagements, aber auch für Deine persönliche Zukunft.

Interview mit Matthias Graf

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© Matthias Graf / Franziska Haeder (www.fh-photo.de)

Hey ihr Lieben,

wir finden dass es mal wieder höchste Zeit für ein neues Interview ist. Auch dieses Mal sind wir im musikalischen Bereich und stellen Euch den tollen und sehr sympathischen Musicaldarsteller Matthias Graf vor. Zurzeit ist er in Stuttgart anzutreffen, da er dort den etwas „steifen“ aber liebenswerten Butler „Frith“ spielt, aber auch die  Zweitbesetzung des „Frank Crawley“ in der Deutschlandpremiere des Musicals „Rebecca“ performt.

Doch er ist nicht nur in Sachen Musical unterwegs, denn  Matthias Graf engagiert sich bereits seit 1992 für den „Knabenchor Hannover“, bei dem er selbst Mitglied bis zum Stimmbruch war.  Und diese Leidenschaft zum Chorgesang setzt sich in seiner Vita fort. 2002 bis 2006 war er Gründer der  A-Cappella Gruppe „2/3 und co.“, von 2001-2011 war er Mitglied des Ensembles „Sister T. and the S.P.A. Gospel Unit“, 2010/2011 hat er die Leitung des „Leipzig Gospel Choir“ übernommen und gründete  ebenfalls 2010   das Ensembles „Gospel Effect“, bei dem er auch die Leitung übernommen hat. (www.gospel-effect.de) Aber natürlich ist er auch etlichen Engagements und Rollen im Musicalbuisness nachgegangen. Unter anderem spielte Matthias Rollen in „Company“ (2007), Musicalrevue „Comedian Harmonists“ (seit 2008 an der Alten Oper Erfurt), Musicalgala „The Broadway Show“ (2008/2009 in Bad Elster), „City Of Angels“ (2009 an der Musikalischen Komödie Leipzig), „My fair Lady“ (2010 am Theater Plauen/Zwickau) , „Ali Baba und die 40 Räuber“  (2011 Brüder-Grimm-Festspielen Hanau) und wie bereits erwähnt seit Ende 2011 „Rebecca“ im Palladiumtheater Stuttgart.

Matthias hat uns in diesem Interview verraten wie er zum Musical gekommen ist, was das Besondere an seinem Gospelchor ist und  er präsentiert uns einige lustige Pannen, die während der Aufführungen bei  „Rebecca“ geschehen sind.

Also lehnt Euch zurück, nehmt Euch was zu trinken und zu futtern und erfreut Euch an unserem neuen Interview mit Matthias Graf

 

Allgemeines

                 

Wie würdest Du dich selbst beschreiben?

 Ruhig, gelassen, manchmal launisch.

Was ist für Dich das schönste am Tag?

 Die Mittagszeit (wenn die Sonne scheint)

Was macht Dich glücklich?

 Meine Freundin, Draußen sein

Ohne was kannst Du nicht mehr leben?

 Musik, Urlaub, Klavier, Fernseher

Was würdest Du auf eine einsame Insel mitnehmen?

 Ein Taschenmesser mit vielen Funktionen, man will ja überleben.

Was wünscht Du dir für deine Zukunft?

 Viele tolle Engagements

Deine Lieblingsfarbe ist: Gelb

Dein Lieblingsauto ist: Meins (Nissan Note)

Dein Lieblingstier ist: Schnecke

Deine Lieblingskleidung ist: Kapuzenpulli

Deine Lieblingsmusik ist: Gute Musik

Dein aktuelles Lieblingsbuch ist: Eine Insel, Terry Pratchett

Dein Lieblingsfilm ist: meistens der, den ich gerade schaue, gestern war es Fluch der Karibik 4

Dein Lieblingstheaterstück (und/oder) Musical ist:

Da gibt es zu viele tolle Stücke: Rent, Wicked, City of Angels, usw. 

 

Schauspiel, Ausbildung, usw .

 

Wieso wolltest Du Schauspieler werden? Hat Dich bei deinem Berufswunsch eine Person oder etwas anderes inspiriert?

 Ich mag es, auf Bühnen zu stehen. Meine Mutter war Laienschauspielerin und hat mich begeistert!

Welche Charaktereigenschaften und Fähigkeiten sollte für Dich ein Schauspieler haben?

 Die Fähigkeit, sich in andere Charaktere hineinzuversetzen, aber natürlich zu bleiben, kein Overacting. Man sollte den Moment erleben!

Was ist für Dich das faszinierendste an Deinem Beruf?

 Dass das Publikum immer wieder so schön applaudiert!

Gibt es eine Traumrolle für Dich, die Du gerne einmal spielen möchtest?

 Nein.

Was war bisher Deine schönste Rolle?

 Robert Biberti, Comedian Harmonists Erfurt. Die Person hat eine toll spielbare  Charakterentwicklung.

Neben Deiner Tätigkeit als Musicaldarsteller bist Du auch Gründer und Leiter des Ensembles „Gospel Effect“. Was bedeutet Dir diese Arbeit und wieso hast Du dich dazu entschlossen, diesen zu gründen?

 Ich bin durch Gospelmusik zum professionellen Gesang gekommen und diese Musik hat mir gefehlt, als ich nach Leipzig gekommen bin. Daher habe ich mich dazu entschlossen, das Ensemble zu gründen. Die Musik ist so echt und energievoll, das macht Spaß!

Hast du während deiner Engagements beim Musical noch Zeit für die Leitung deines Chors und öffentliche Auftritte?

 Momentan nicht, wir arbeiten an einer Lösung.

2011 hast Du die Diplome für Popularmusik/Musical sowie Gesangspädagogik an der HMT Leipzig erhalten. Übst Du diese Tätigkeit zurzeit noch aus oder falls nicht,kannst Du dir vorstellen dies in Zukunft zu machen?

Musical übe ich zur Zeit aus, ja! J Und Gesangsunterricht zu geben möchte ich gerne weitermachen, man lernt selbst am Meisten, wenn man es anderen weitergibt.

 

Rebecca

 

Hast Du die Geschichte (Buch, Film, Musical) vorher bereits gekannt?

 Nein, aber ich habe das Buch vor Probenbeginn gelesen.

Was ist für Dich das besondere an Rebecca?

 Dass die Musik der Story dient, nicht andersherum.

Wie viele Shows spielst Du in etwa in einer Woche?

 Alle, also zur Zeit 7.

Wenn Du am Wochenende eine Doppelshow spielst, was machst Du dann zwischen den Shows?

 Schlafen, essen, mich unterhalten, momentan Olympia schauen.

Wie lang kannst du dir noch vorstellen bei REBECCA mitzuspielen und wie lang läuft dein Vertrag noch?

 Tja, wir hören leider am 6. Januar auf, sonst hätte ich gerne noch länger gespielt.

Kam es bereits zu Pannen während der Show, an die Du dich sofort erinnerst und wie sahen diese aus?

Viele. Beim Ball wurde Robert mal das Tablett mit Gläsern aus der Hand geschlagen  und wir mussten während American Woman putzen. Als Frank bin ich in der Bibliothek beim Aufhalten von Maxim hingefallen. Als Frith habe ich statt „Der Oberst kam vor einer halben Stunde“ aus unerfindlichen Gründen gesagt „Der Oberst kam vor einer Woche“ usw. 🙂

 

Und wiedermal möchten wir uns bei unserem Interviewpartner rechtherzlich bedanken.

Lieber Matthias, es hat uns sehr viel Spaß gemacht, mit Dir zu arbeiten und wir sind begeistert , dass wir einen Einblicken in dein  Leben und in deine Engagements erhalten haben. Wir wünschen Dir sowohl  im Chorbereich als auch im Musicalbereich viel Erfolg und Freude bei den Engagements, die Du zurzeit ausübst aber natürlich auch in Deinen künftigen.  Vielen Dank und genieß die letzten Monate bei „Rebecca“.