Interview mit Esther Hehl

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© Esther Hehl / Philipp Schläper

Hallo liebe Bloggerwelt,

viele von Euch haben sicherlich schon auf ein neues Interview gewartet – und wir können Euch beruhigen- heute ist es wieder soweit: unser neues Interview ist online. Heute wollen wir Euch die Musicaldarstellerin Esther Hehl vorstellen, die zuletzt in dem Erfolgsmusical „Tanz der Vampire“ in Berlin mitgespielt hat und aktuell für  die Tourproduktion „Elisabeth – Die Wahre Geschichte der Sissi“ probt. Bei „Tanz der Vampire“ war Esther Teil des Gesangs-Ensemble und Zweitbesetzung der  Rolle Magda.

Esther absolvierte ihre Ausbildung  von 2000 bis 2003 an der  Stage School of Music, Dance & Drama in  Hamburg und spielte dann in unterschiedlichsten Produktionen mit. Sie war unter anderem Teil der Cast von „Freak Out!“ (Hamburg 2004), „Elisabeth“ und „Tanz der Vampire“. Esther Hehl spielte nicht nur an festen Standorten wie beispielsweise in Stuttgart, wo sie ihr Engagement bei „Elisabeth“ oder „Tanz der Vampire“ hatte, sondern war auch Teil der Tourproduktion  von „JOSEPH & THE AMAZING TECHNICOLOUR DREAMCOAT“. Was Esther über die Tourproduktionen in unserem Interview erwähnt hat oder was sie über „Elisabeth“, „Tanz der Vampire“, ihre Ausbildung oder über ihre Band „Happily Ever After“ zu berichten hat, erfahrt ihr nun in unserem Interview. Wir wünschen Euch auch dieses Mal wieder: viel Spaß!

Allgemeines

Wie würdest Du dich selbst beschreiben?

Eigentlich immer positiv, extrem humorvoll und unfassbar begabt! J

Was ist für Dich das schönste am Tag?

Lachen!

 Was macht Dich glücklich?

Musik! Laut hören, selber singen, tanzen, auf Konzerte gehen,…

Ohne was kannst Du nicht mehr leben?

 s.o.

Hast Du einen besonderen Tick oder eine Macke die Du mit uns teilen möchtest?

Immer, immer, IMMER zweite Stimmen mitzusingen. Fragt einfach die Mädels in meiner Garderobe! Schlimmer Tick!

Was würdest Du auf eine einsame Insel mitnehmen?

Viele nette Menschen, damit die Insel nicht mehr ganz so einsam ist… 

Was wünscht Du dir für deine Zukunft?

Immer gesund zu bleiben. Das ist nämlich tatsächlich das absolut Wichtigste!

Wenn Du eine Superheldin sein könntest, was wäre dann Deine Fähigkeit/en?

Fliegen!

 Dein Lieblingstier ist: Hund

Deine Lieblingsmusik ist: Zur Zeit liebe ich Ed Sheeran! Tolles Album und ein unglaublich tolles Konzert!

Dein aktuelles Lieblingsbuch ist: Die Sonntags-FAZ!

Dein Lieblingsfilm ist: Da gibt es mehrere: ONCE, 500 DAYS OF SUMMER oder WIE IM HIMMEL gehören auf jeden Fall dazu.

Dein Lieblingstheaterstück (und/oder) Musical ist: BILLY ELLIOT war ganz toll, das habe ich schon zweimal gesehen.

 

Schauspiel, Ausbildung, usw .

Wieso wolltest Du Musicaldarstellerin werden? Hat Dich bei deinem Berufswunsch eine Person oder etwas anderes inspiriert?

Ich wollte immer „was mit Musik machen“. Das stand für mich fest! Den Weg zur Musicaldarstellerin habe ich durch den Workshop an der Stage School entdeckt. Der ging damals eine Woche und danach wusste ich was mein Berufswunsch ist.

 

2010 hast Du die Ausbildung zur Musicaldarstellerin an der Stage School of Music, Dance and Drama in Hamburg abgeschlossen. Würdest Du sagen, dass es die richtige Entscheidung war an dieser Schule deinen Abschluss zu absolvieren? Gibt es etwas, was Du an dieser Schule besonders findest, vielleicht sogar im Vergleich zu anderen Schulen?

Für mich war es damals genau die richtige Entscheidung. Nicht nur die Ausbildung, sondern auch die Stadt Hamburg war perfekt für mich.

Besonders ist, dass ich an dieser Schule Freunde kennengelernt habe, die bis heute zu den wichtigsten Menschen in meinem Leben gehören.

Was war das Schönste, beziehungsweise Negativste während Deiner Ausbildungszeit?

Das Schönste war die Ausbildung an sich. Das was man liebt als Beruf zu lernen!

Negativ? Früh aufstehen, um als erstes am Tag an der Ballettstange zu stehen.

Würdest Du allgemein sagen, dass es sehr hilfreich ist bereits während der Schul- beziehungsweise Ausbildungszeit Mitglied in Musical/- Theaterproduktionen zu sein und viele Erfahrungen zu sammeln?

Klar! Wenn man schon über eine gewisse Technik verfügt, kann Erfahrung jeglicher Art nur von Vorteil sein.

Welche Charaktereigenschaften und Fähigkeiten sollte für Dich eine MusicaldarstellerIn haben?

Durchhaltevermögen! Ganz wichtig. Nicht gleich aufgeben und sich immer wieder selbst motivieren.

Aber auch eine gute, realistische Einschätzung des eigenen Könnens und Typs.

Was ist für Dich das faszinierendste an Deinem Beruf?

Die Gegensätze. Man liebt und hasst es.

 Gibt es eine Traumrolle für Dich, die Du gerne einmal spielen möchtest?

Tanya in MAMMA MIA würde ich gerne mal spielen.

Was war bisher Deine schönste Rolle?

Erzherzogin Sophie in ELISABETH war eine der Schönsten. Allein das Alter zu spielen war so eine große Herausforderung für mich. Außerdem ist sie keine fiktive Person, was die Arbeit an der Rolle sehr spannend gemacht hat.

Du standest unter anderem bei der Deutschland-Tournee des Webber-Musicals „JOSEPH AND THE AMAZING TECHNICOLOR DREAMCOAT“ als Mrs. Potiphar auf der Bühne. Was ist für Dich der größte Unterschied zwischen Engagements, die einen festen Standort haben oder die, die auf Tour gehen? Was sind für Dich Vor- und Nachteile einer Tourproduktion?

Bei einer Tournee ergibt sich nie ein Gefühl von Alltag. Vor allem bei der JOSEPH-Tour hatten wir sehr viele verschiedene Städte und waren jeden Tag woanders. Ich denke, man muss ein gewisser Typ für Tournee-Produktionen sein. Ich persönlich reise sehr gerne und mag auch Hotels, deshalb waren Tourneen für mich immer positiv.

Negativ ist, dass man Freunde und Familie seltener sieht, man sich jeden Tag auf ein anderes Theater, eine andere Bühne, anderen Sound usw. einstellen muss und das man natürlich 24std mit den Kollegen unterwegs ist und sich manchmal eine Art Lagerkoller einstellt.

Du hast auch an diversen Gala-Veranstaltungen und Konzerten teilgenommen, unter anderem beim Donauinselfest in Wien, den Shows MUSICAL & MOVIE DINNER in Sargans (Schweiz) oder MUSICAL FOREVER, welches anlässlich des 20 jährigen Jubiläum der Vereinigten Bühnen Wiens stattfand. Wie ist es für Dich bei solchen besonderen Veranstaltungen immer wieder andere Kollegen zu treffen und mit ihnen zu singen?

Die „Musicalwelt“ ist dann doch kleiner als man denkt. Man trifft eigentlich immer wieder dieselben Kollegen was ich sehr schön finde.

Mit neuen Kollegen zu arbeiten finde ich aber auch toll. Man kann immer Neues voneinander lernen.

Du warst für die Musical-Revue „SUMMER DREAMS“ auf der Insel Föhr choreografisch tätig. Könntest Du Dir vorstellen auch weiterhin eher hinter der Bühne tätig zu sein? Meistens stehst Du nicht als Choreografin auf der Bühne, sondern als Musicaldarstellerin – Was war bei „SUMMER DREAMS“ das Besondere für Dich, dieses Mal als Choreografin und nicht als Tänzerin und Sängerin selbst mitzuwirken? Macht es Dir Spaß, auch mal diese Tätigkeit zu übernehmen?

SUMMER DREAMS und auch ein Jahr später MARY POPPINS auf der Insel Föhr waren eine tolle Erfahrung für mich. Die Schüler dort sind sehr motiviert und das Besondere ist die Entwicklung zu sehen. Die jungen Darsteller hatten quasi keine tänzerische Vorbildung und haben am Ende komplette (nicht immer einfache) Choreografien getanzt! Man ist dann einfach unglaublich stolz! Gerne würde ich in Zukunft öfters choreografisch tätig sein. Aber nicht ausschließlich, dann würde mir die Bühne ganz sicher fehlen…

 

Happily Ever After

 

Mit den drei anderen Sängerinnen Anna-Katharina Meier, Jenny Viola Offen & Jennifer Sarah Boone singst Du in dem A-Capella-Quartett “ Happily Ever After“ mit . Wer von Euch hatte die Idee dieses Quartett zu gründen? Wie ist diese Idee entstanden und was ist für Dich das Besondere daran?

Bei diesen drei jungen Damen handelt es sich, wie oben bereits erwähnt, um meine besten Freundinnen. Wir haben uns im Jahr 2000 bei der Ausbildung kennengelernt und schon damals unsere gemeinsame Leidenschaft zum A Capella Gesang entdeckt. Uns gibt es also schon ziemlich lange, den Namen haben wir dann irgendwann mal gemeinsam beschlossen. Das Besondere ist natürlich mit meinen besten Freunden zu singen. Wir kennen uns so gut, persönlich und künstlerisch. Ich denke, das merkt man auch wenn man uns auf der Bühne sieht. Also buchen sie uns!!! J www.happilyeveraftermusic.com

Hast Du neben Deinen Engagements bei „Tanz der Vampire“ und auch ab Oktober bei „Elisabeth“, überhaupt noch die Zeit diesen Auftritten beizuwohnen?

Es ist natürlich schwierig, denn nicht nur ich, sondern auch die anderen drei haben natürlich Ihre Jobs/ Engagements. Wir versuchen immer, unsere Auftritte möglichst früh zu planen, denn dann können wir, wie in jedem anderen Job, einfach Urlaub nehmen. 

 

Tanz der Vampire

Was ist für Dich das Besondere an Tanz der Vampire und an deiner Rolle?

Man kann „seinen“ Vampir selber kreieren, das ist natürlich toll für jeden Darsteller.

An Magda finde ich die Vielseitigkeit besonders. Im ersten Akt das christliche Mädchen und im zweiten Akt das komplette Gegenteil, nämlich der sexy Vamp.

Wie viele Shows spielst Du in etwa in einer Woche?

 7

Wenn Du nicht als Magda auf der Bühne stehst, verwandelst Du Dich in einen Vampir. Wie lange brauchst Du für die Verwandlung?

Bei 7 Shows die Woche geht das irgendwann ziemlich schnell: ca. 5 min Maske, um die Perücke zu wechseln, ca. 5 min Make-up verändern, ca. 5 min umziehen, Zähne rein-fertig!

Wenn Du am Wochenende eine Doppelshow spielst, was machst Du dann zwischen den Shows?

Essen!

Ich persönlich gehe auch gerne mal kurz raus aus dem Theater, hole mir einen Kaffee und schnappe frische Luft.

Wie lang kannst Du dir noch vorstellen bei Tanz der Vampire mitzuspielen und wie lang läuft dein Vertrag noch?

Leider nur noch bis Ende August! Ab Mitte September beginne dann die Proben für ELISABETH.

Kam es bereits zu Pannen während der Show, an die Du dich sofort erinnerst und wie sahen diese aus?

Mikrofone die fälschlicherweise an sind finde ich immer sehr lustig! Hatten wir schon ein paarmal.

Du hast auch bereits in Stuttgart im Palladium Theater im Gesangs-Ensemble und als Zweitbesetzung der „Magda“ gespielt. Wie ist es für dich diese Rolle zweimal spielen zu dürfen in unterschiedlichen Spielstätten?

Es ändert sich eher das „Drumherum“, andere Kollegen auf und hinter der Bühne, wo ziehe ich mich um, ist die Kantine gut, wo gehen wir nach der Show was trinken,… J

Ein Ortswechsel gibt immer neuen Input und es weht ein frischer Wind. Das ist vor allem gut, wenn man eine Show schon eine gewisse Zeit spielt. Für mich war der Umzug sehr motivierend, vor allem weil ich das Theater des Westens schon kenne und liebe!

 

Elisabeth – Die Wahre Geschichte der Sissi

  

Mit „Elisabeth – Die Wahre Geschichte der Sissi“ warst Du bereits als Swing und in den Rollen Gräfin Esterhazy, Cover Ludovika/ Frau Wolf, Cover Erzherzogin Sophie nicht nur auf Deutschland- und Europa-Tournee sondern hattest sogar Gastspiele in Osaka und Tokio. Was ist das für ein Gefühl, in so vielen Städten der Welt auf der Bühne zu stehen?

Wie gesagt, ich reise gern, deshalb war gerade Japan ein absolutes Highlight für mich. Es ist interessant, wie das Publikum von Stadt zu Stadt (oder eben Land zu Land) unterschiedlich reagiert. Es ist ein Gefühl, das süchtig macht. Je mehr Städte/ Bühnen man erlebt, desto mehr möchte man unbedingt noch erleben.

Auch im Oktober diesen Jahres wirst Du erneut ein Gastspiel in Japan im Musical „Elisabeth“ haben. Freust Du Dich erneut dort spielen zu dürfen? Wie sehen die Vorbereitungen für dieses „Gastspiel“ aus?

 Ich freue mich tierisch!!!!

Vorbereitung trifft eigentlich hauptsächlich die Produktionsfirma, wir Darsteller müssen eigentlich nur ggf. unsere Impfungen überprüfen und den gültigen Reisepass im Gepäck haben!

In der Spielzeit von 2005/2006 warst Du bereits bei den Auftritten in Japan mit dabei, kannst Du jetzt davon profitieren? Hilft Dir diese Erfahrung für die Auftritte im Oktober?

Ich kenne natürlich die Städte schon ein bisschen und hoffe, dass unsere damaligen Lieblings-Cafés / -Restaurants / -Bars noch am selben Ort sind. Davon werden dann meine Kollegen profitieren.

Wie viele Shows wird es in Japan gegeben? Wie lange wirst Du dort bleiben?

Ich glaube, es wird insgesamt 18 Shows geben (wir werden in Osaka und Tokio spielen). Ich werde dann noch eine Woche länger bleiben und Sightseeing in Tokio machen.

In welcher Sprache wird das Musical dort präsentiert? Ist die Sprachbarriere für die Zuhörer nicht zu groß, wenn es in Deutsch aufgeführt wird?

Wir werden ELISABETH ganz normal auf deutsch spielen und wir haben japanische „Untertitel“ an den Seiten wie meist in der Oper.

 Auf was freust Du Dich bei diesem Engagement am meisten?

Außer den Jetlag gibt es nichts auf das ich mich nicht freue!

 

 

Liebe Esther, wenn Du unseren Blog vorher schon verfolgt hast, weißt Du sicherlich schon was jetzt folgt. Wir wollen uns wirklich von ganzem Herzen für Dein Interesse, Deine schnelle Beantwortung und für Deine Motivation bedanken! Also nochmal: vielen Dank für alles! Des Weiteren wünschen wir dir viel Glück für Deine private aber auch berufliche Zukunft und natürlich viel Spaß mit der Tourproduktion: „Elisabeth – Die Wahre Geschichte der Sissi“.

Das heutemalkreativ-Team

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Eine Antwort »

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