Archiv für den Monat Juli 2012

Interview mit Christopher Busse

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© Christopher Busse, Monika Gál

Hey Leute es ist mal wieder Zeit für ein Interview. Dieses Mal haben wir wieder einen männlichen Musicaldarsteller, der zur Zeit im Theater des Westens bei „Tanz der Vampire“ im Ensemble und als Nightmare Solo 1 spielt, interviewt.

Christopher Busse hat seine Ausbildung an der JOOP VAN DEN ENDE ACADEMY in Hamburg 2010 erfolgreich abgeschlossen und ist seitdem, zuerst in Stuttgart im Palladium Theater und seit 2011 auch im Theater des Westens in Berlin in seinem ersten Engagement als Vampir zu sehen.

2009 erreichte er das Halbfinale des Bundeswettbewerbs Gesang in der Kategorie „Juniorwettbewerb“ und bereits während seiner Ausbildung war er Teil zahlreicher Gala-Veranstaltungen, spielte im Ensemble in „Tosca – Das Rock Musical“ und stand mit seinem Abschlussprojekt „Kehrwieder 201.0 FM – Die Radioshow“ als Billy auf der Bühne.

Was er über die Ausbildung an der Stage School in Hamburg sagt, seine lustigsten Pannen in der Show oder wie er auf den Berufswunsch Musicaldarsteller zu werden gekommen ist, erfahrt ihr in dem folgenden Interview.

 

Allgemeines

 

Wie würdest Du dich selbst beschreiben?

ehrgeizig – ordentlich – choatisch 🙂

Was ist für Dich das schönste am Tag?

Einfach auszuschlafen und den Tag bei guten Filmen/Büchern im Bett verbringen

Was macht Dich glücklich?

1. Bei meiner Familie und Freunden zu sein

2.Das Gefühl auf der Bühne zu stehen

3. Urlaub 🙂

Ohne was kannst Du nicht mehr leben?

Ganz klar – Iphone (nagut: die family & friends sind noch wichtiger!)

Hast Du einen besonderen Tick oder eine Macke die Du mit uns teilen möchtest?

Ich bin ziemlich ungeduldig und hab einen Drang zur Ordnung

Was würdest Du auf eine einsame Insel mitnehmen?

Iphone – Freunde & ganz viel Musik

Was wünscht Du dir für deine Zukunft?

Gesund weiterhin meinen Traumberuf ausüben zu dürfen

Wenn du ein Superheld sein könntest, was wäre dann deine Fähigkeit/en?

 Ich wäre Spiderman und würde über alle Dächer hinweg fliegen

Deine Lieblingsfarbe ist: Blau (wie man sieht)

Dein Lieblingsauto ist: (leider lizenslos, deswegen ist eher die Sbahn)

Dein Lieblingstier ist: Hund & Koalabär

Deine Lieblingskleidung ist: seit neustem meine Hüte

Deine Lieblingsmusik ist: Pop/Rock, Filmsoundtracks & Chillout

Dein aktuelles Lieblingsbuch ist: Understudy von David Nicholls

Dein Lieblingsfilm ist: Avatar

Dein Lieblingstheaterstück (und/oder) Musical ist: Titanic-Das Musical & TdV natürlich

 

Schauspiel, Ausbildung, usw .

 

Wieso wolltest Du Musicaldarsteller werden? Hat Dich bei deinem Berufswunsch eine Person oder etwas anderes inspiriert?

 Als Kind wollte ich immer Sänger werden. In der Schule durch eine AG bin ich auf’s Musical gekommen, wo man auch Schauspiel und Tanz mit einbringen konnte.

Perfekt also – dachte ich. Und nach meinem ersten Musicalbesuch von „Joseph“ wusste ich, dass will ich unbedingt auch.

Welche Charaktereigenschaften und Fähigkeiten sollte für Dich ein MusicaldarstellerIn haben?

 Zunächst muss er eine Leidenschaft, diese drei Sparten zu vereinen zu können und den Drang auf die Bühne zu wollen haben. Und natürlich brauch man eine gute Portion Ausdauer und gute Kondition – schließlich steht man bis zu 8 mal die Woche auf der Bühne.

Was ist für Dich das faszinierendste an Deinem Beruf?

Das Gefühl jeden Abend erneut neue Leute eine Geschichte zu erzählen, die Ihnen einen unvergesslichen Abend bereiten soll.

Gibt es eine Traumrolle für Dich, die Du gerne einmal spielen möchtest?

Ich würde sehr gern den Moq in Wicked, den Rusty in Starlight Express oder den Terk in Tarzan spielen.

Was war bisher Deine schönste Rolle?

Da Vampire meinen ersten Rolle nach meiner Ausbildung ist, kann ich nur sagen, dass Vampir schon eine sehr schöne ist –  mal sehen was noch so kommt.

2010 hast Du die Ausbildung zum Musicaldarsteller an der JOOP VAN DEN ENDE ACADEMY in Hamburg abgeschlossen. Diese Schule hat einen weitverbreiteten Ruf. Würdest Du sagen, dass es die richtige Entscheidung war an dieser Schule deinen Abschluss zu absolvieren? Gibt es etwas, was Du an dieser Schule besonders findest, vielleicht sogar im Vergleich zu anderen Schulen?

Diese Schule bietet eine gute und grundlegende Ausbildung für den Beruf und stellt den Bezug zur Bühne sehr gut da. Für mich war das eine sehr harte Zeit – aber auch eine der wunderschönsten meines Lebens, die ich nicht missen möchte. Zumal man auch viele Kollegen kennenlernt und hoffentlich auch später wiedertrifft.

Du hattest die Masterclass bei zwei der bekanntesten Musicaldarstellerinnen in Deutschland- Pia Douwes und Willemijn Verkaik. Wie war es für Dich daran teilzunehmen? Welche Erfahrungen konntest Du dort für Dich sammeln?

Von Pia und Wellemijn konnte man nicht nur technisch sondern auch emotional einfach super viel lernen. Die beiden stehen mit beiden Beinen im Business und wissen aus Erfahrung was sie tun. Dieses Gefühl übertrug sich auch auf ihre Masterclass und gab mir persönlich eine gewisse Normalität auf der Bühne zu stehen und diesen Moment zu genießen.

Wir alle in meinem Jahrgang hatten super viel Spaß mit den beiden arbeiten zu dürfen.

Bereits während Deiner Schulzeit hast Du im Ensemble von „Tosca- Das Rock Musical“ und Gala-Veranstaltungen mitgewirkt. War es für Dich manchmal schwierig dies mit der Schule zu vereinbaren?

Diese Stücke waren im Programm der Schule verankert und dienten somit als Unterricht und auch Erfahrung bevor es „nach draußen“ ging.

Würdest Du allgemein sagen, dass es sehr hilfreich ist bereits während der Schul- beziehungsweise Ausbildungszeit Mitglied in Musicalproduktionen zu sein und viele Erfahrungen zu sammeln?

Na klar! Die beste Ausbildung erhält man nun mal auf der Bühne – denn keine Lehrer kann einem das Lampenfieber nehmen. Die Erfahrung muss man schon selber machen und da bieten kleine und große Gala-Abende einfach die perfekte Möglichkeit dafür.

 

Tanz der Vampire

 

Was ist für Dich das Besondere an Tanz der Vampire und an deiner Rolle im Gesangsensemble/ Nightmare Solo 1?

Die Show ist einfach großartig komponiert und kozepiert. Jede Figur hat seinen Moment und stellt einen wichtigen Aspekt in der Geschichte dar in der man sich als Zuschauer einfach in einen andere Welt mitgenommen fühlt.

Für mich ist selbstverständlich Carpe Noctem die große Nummer, die mich jeden Abend aufs Neue vor neuen Aufgaben stellt und mir aber total viel Spaß bereitet.

In deiner aktuellen Rolle verwandelst Du Dich in einen Vampir. Wie lange brauchst Du für die Verwandlung?

Für das Umschminken vom Bauern zum Vampir hat man im Ensemble recht wenig Zeit.

Es bleibt kaum mehr als die Zeit vom Song „Tot zu sein ist komisch“. Danach stehen wir schon auf den Balkonen als Vampir. Danach hat man noch etwas Zeit genauer zu sein. So brauch ich dann ca. 10 Minuten für das Make-Up. Aber dann kommt noch die Perücke und Kostüm – wo man aber nicht mehr als 5 Minuten braucht.

Wie viele Shows spielst Du in etwa in einer Woche?

Im Moment sind es sieben Shows in der Woche

Wenn Du am Wochenende eine Doppelshow spielst, was machst Du dann zwischen den Shows?

Man schminkt sich erstmal ab, zieht sich um und isst dann meist in der Kantine eine Kleinigkeit. Ich versuch immer in der Pause mich zurückzuziehen und neue Energie zu tanken.

Wie lang kannst Du dir noch vorstellen bei Tanz der Vampire mitzuspielen und wie lang läuft dein Vertrag noch?

Mein Vertrag endet im Januar 2013 und bis dahin bin ich weiterhin Ensemble/NMS1

Kam es bereits zu Pannen während der Show, an die Du dich sofort erinnerst und wie sahen diese aus?

Da passieren schon oft lustige Dinge, wie Text oder Schritte vergessen.

Einmal hatte ich neue Schuhe bekommen und bin beim Finale in einem Track stecken geblieben und dann auf der Bühne mit der Nase auf dem Boden gefallen – die Kollegen um mich herum mussten sich da schon das Lachen verkneifen 🙂

 

Zum Schluss möchten wir uns natürlich auch nochmal ganz herzlich bei Christopher bedanken für sein Interesse und die äußerst schnelle Beantwortung der Fragen. Bisher war er der Schnellste, von dem wir die Fragen zurückbekommen haben- das verdient unseren besonderen Dank 🙂

 Wir wünschen Dir als Vampir noch weiterhin viel Spaß und natürlich auch für Deine weiteren Rollen die noch auf dich zukommen werden, unter anderem hoffentlich einige deiner Traumrollen, alles Gute und viel Erfolg:)

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Interview mit Juliane Bischoff

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 © Claudia Hartwig / Juliane Bischoff

Hallo ihr Lieben,

für viele von Euch ist heute ein ganz normaler Tag, doch für unsere heutige Interviewpartnerin ist es das bestimmt  nicht. Wir schreiben den  15. Juli 2012 und genau heute hat  Juliane Katharina Maria Bischoff ihre Derniere  bei  dem Musical „Tanz der Vampire“ im Theater des Westens. Für uns ist es dadurch auch etwas Besonderes, d…enn auch wir fiebern heute mit Juliane mit und drücken ihr besonders für die heutige Show fest die Daumen. Um Dir die Ehre zu erweisen, wollten wir Dein Interview heute posten und wir hoffen, dass wir Dir dadurch auch eine kleine Freude bereiten konnten. Wir sind uns sicher, dass Du deinen Weg gehen wirst und wünschen  Dir jetzt schon einmal toi, toi, toi für dein neues Engagement: „ Elisabeth“.

In der nun folgenden Einleitung wollen wir Euch Juliane kurz vorstellen und wünschen Euch dann anschließend viel Spaß beim Lesen des Interviews! – Es lohnt sich definitiv.

Juliane entwickelte bereits früh in ihrer Kindheit ihr Interesse an Musik und Tanz. Nach dem Abitur begann sie ihre Musicalausbildung an der Hamburg School of Entertainment und wechselte dann nach einem Jahr an die German Musical Academy in Osnabrück. Bereits während der Ausbildung  wirkte sie an diversen Produktionen mit. Zu diesen zählten zum Beispiel „Mozart“, „Evita“, „Aida“ oder „Dschungelbuch“, welches auf der Freichlichtbühne Tecklenburg aufgeführt wurde. 

 Ihr erstes Engagement nach dem erfolgreichen Abschluss  war „Musicalfieber. Danach folgten viele weitere und im Jahre 2010 war Juliane dann  Teil des gesamten Sommerprogramms der Freilichtspiele Tecklenburg. Zu den Produktionen, bei denen Juliane in Tecklenburg mitgespielt hat, zählten zum Beispiel: „West Side Story“, „3 Musketiere“, „Musical meets Pop Gala“ oder auch „Michel aus Lönneberga“. Nach dieser Freilichtspielsaison bekam sie ihr Engagement bei „Tanz der Vampire“ in Stuttgart, bei der sie als Cross Swing Gesang und Cover Rebecca auf der Bühne stand. Anschließend war sie auch Teil derselben Produktion, allerdings dieses Mal im Theater des Westens in Berlin. Und heute ist es also soweit, Juliane hat dort ihre letzte Show und wird danach in „Elisabeth“ in Wien als Swing zu sehen sein.

Und nun liebe Leser, viel Spaß beim Lesen des Interviews!

Allgemeines

Wie würdest Du dich selbst beschreiben?

Ich bin ein absoluter Familienmensch und dadurch auch ein Heimwehkind. Ich bin leidenschaftlich und liebevoll, Chaotin und Perfektionistin, Denkerin mit gleichermaßen Melancholie und Lachen im Herzen. Ich sage, was ich denke und wenn nicht, sieht man es mir sowieso an. Ich verabscheue Ungerechtigkeit. Ich beobachte gern. Ich lerne gern Neues. Ich liebe das Leben, weil es so interessant ist.

Was ist für Dich das Schönste am Tag?

Situationen, die mich zum Lächeln oder gar Lachen bringen. Eine schöne SMS oder Mail. Ein intensives, wohltuendes Gespräch, an das ich mich mindestens bis zum Einschlafen erinnere. Eine gelungene, lustige, erfüllende Vorstellung. Das Gefühl, etwas erreicht zu haben, ob klein, ob groß und dann nachts zufrieden ins Bett zu fallen.

Die Tage sind aber so unterschiedlich, wie das Wetter an selbigen. Darum ist das „Schönste“ meines Tages täglich etwas anderes.

Was macht Dich glücklich?

Leben. Singen und das, was ich dabei fühle. Etwas zu verschenken und das Strahlen in den Augen des Beschenkten zu sehen. Ein intensives Gespräch. Ein tolles Essen. Sonnenschein, aber auch ein reinigendes Gewitter. Meine Katze zu kuscheln. Zeit mit meinem Liebsten und meinen Liebsten zu verbringen.

Ohne was kannst Du nicht mehr leben?

Ohne das Gefühl, geliebt und geborgen zu sein.

Hast Du einen besonderen Tick oder eine Macke die Du mit uns teilen möchtest?

Wie ich in der Selbstbeschreibung schon schrieb, bin ich chaotisch und perfektionistisch gleichermaßen. Manchmal habe ich viele Gedanken im Kopf, die ich kaum geordnet kriege und nehme mir dann nur noch mehr vor. So bin ich erstmal überfordert, um dann leidenschaftlich meine ToDo-Listen abzuarbeiten. 😉

Was würdest Du auf eine einsame Insel mitnehmen?

Mein ganzes Leben, so, wie es ist mit allem, was und allen, die dazugehören!

Was wünscht Du dir für deine Zukunft?

Gesundheit für meine Familie und Freunde und mich selbst. Ganz wichtig!
Ich wünsche mir außerdem, dass mein Leben daran anknüpft, wie und was es momentan ist und, dass ich somit weiterkomme in meinem Beruf, verschiedene Facetten daran entdecke und spannende Rollen spielen darf.
Ich wünsche mir, immer mehr über das Leben selbst zu lernen und damit jeder Situation gestärkt entgegenzutreten.

Wenn du eine Superheldin sein könntest, was wäre dann deine Fähigkeit/en?

Meine Fähigkeit wäre, mich teleportieren zu können, um immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein (für mich und für andere).

Deine Lieblingsfarbe ist: rot

Dein Lieblingsauto ist: VW Eos in schwarz

Dein Lieblingstier ist: Die Raubkatze – und wenn es auch eine kleine, schnurrende ist, wie die auf meinem Sofa. 😉

Deine Lieblingskleidung ist: Wie es sich für ein Mädchen „gehört“ mag ich gern Kleider. Der Jeans habe ich abgeschworen – sie hat mich zu oft enttäuscht! 😉 Ganz selten entdeckt man mich aber doch mal mit einer. Außerdem inspiriert mich die Mode der 20er – 60er Jahre, denn da wurde die Weiblichkeit der Kleidung meiner Meinung nach sehr stilvoll herausgearbeitet und eingesetzt. Wenn ich also dementsprechend ab und an ein Teil entdecke, kann ich nicht „Nein“ sagen. 😉

Deine Lieblingsmusik ist: Ich LIEBE Depeche Mode.

Dein aktuelles Lieblingsbuch ist: Jetzt und immer: „P.S. Ich liebe dich“ von Cecilia Ahern. Außerdem mag ich Klassiker und hier besonders gern „Emilia Galotti“ von Lessing.

Dein Lieblingsfilm ist: Es gibt so viele tolle Filme. Ich mag sehr gern französische Filme, wie „Die Kinder des Monsieur Mathieu“… Gerade erst habe ich „Dein Weg“ gesehen – wundervoll. Ich mag Filme, die mein Herz berühren.

Dein Lieblingstheaterstück (und/oder) Musical ist: Tanz der Vampire“ und „Elisabeth“ wollte ich IMMER spielen und auch als Zuschauer empfand ich diese Shows als Augenschmaus.Ich mag aber auch gern hierzulande Unbekannteres, wie „The Last Five Years“ oder „Into The Woods“ und lasse mich gern von Neuem oder auch Altem inspirieren.

 

Schauspiel, Ausbildung, usw .

 

Wieso wolltest Du Musicaldarstellerin werden? Hat Dich bei deinem Berufswunsch eine Person oder etwas anderes inspiriert?

Ganz „langweilig“ hat sich das bei mir schon von frühster Kindheit an angebahnt. Mit 3 Jahren standen bereits musikalische und tänzerische Früherziehung auf dem Programm, ich war in sämtlichen Chören und Tanzkursen, spiele seit dem 7ten Lebensjahr Klavier und habe schon mit 12 Jahren Gesangsunterricht genommen (3 Jahre lang habe ich dort kein Lied gesungen, sondern nur Übungen gemacht, da mein Gesanglehrer sehr vorsichtig mit meiner noch so jungen Stimme umgehen wollte).
All das habe ich leidenschaftlich gern gemacht und – nach reiflicher Überlegung – habe ich mein „Hobby zum Beruf gemacht“ und diese Entscheidung bisher nicht bereut.
Inspirtiert hat mich auf diesem Weg so Vieles: Stücke, die ich gesehen habe, Darsteller, die so lebensecht spielten, dass sie mich vergessen ließen, dass sie nur in einer Rolle steckten, die Musik selbst, die so vielfältig ist… Immer noch lasse ich mich inspirieren – wahrscheinlich Grundvoraussetzung und Antriebskraft für diesen Beruf.

Welche Charaktereigenschaften und Fähigkeiten sollte für Dich ein MusicaldarstellerIn haben?

Den Anfang sollte natürlich das Talent machen. Wenn dann das Herzblut dazukommt, das einen antreibt, diesen Beruf unbedingt erlernen zu wollen, sollte man bedenken, dass er mit sehr viel Disziplin und Durchhaltevermögen verbunden ist. Man muss sich stets weiterentwickeln, Neues lernen, sich auf jeder Audition neu beweisen und auch Rückschläge verkraften können, ohne gleich aufzugeben, denn die gehören leider dazu.
Auch im Engagement selbst muss man sich stets neu motivieren, damit Rolle und Show frisch bleiben, selbst an schlechten Tagen. Man sollte auch Respekt haben vor dem Glück (zusätzlich zum Talent und der Disziplin), das man hat, wenn man erst einmal im Engagement ist und nicht vergessen, dass jeder Zuschauer in jeder Vorstellung wert ist, eine super Show geliefert zu bekommen.
Auch sollte man wissen, was man sich selbst wert ist, denn man kann finanziell und auch im Engagement selbst schnell und leicht zu tief oder auch zu hoch greifen in diesem Business.

Ich habe bereits gute und schlechte Erfahrungen in diesem Job gemacht – und ich mache ihn immer noch, weil ich ihn gern mache und weil er mich erfüllt. Dazu gehört für mich aber auch die andere Seite, das Leben außerhalb des Theaters mit Familie und Freunden. Das sollte man nie vergessen oder unterschätzen.

Was ist für Dich das faszinierendste an Deinem Beruf?

Als Darsteller hat man die einmalige Möglichkeit aus deinem eigenen „Ich“ auszusteigen (ohne sich dabei selbst zu verlieren!) und sich darüber Gedanken zu machen, wie es der Rolle ergeht, in die man sich gerade versetzt, wie sie sich aufgrund ihrer Erfahrungen und ihrer Geschichte verhält und fühlt und, ob sie nicht eventuell doch etwas mit dem eigenen „Ich“ zu tun hat. Ich lerne viel über mich selbst durch diesen Beruf; nicht nur im Erarbeiten und Darstellen einer Rolle, sondern auch im Umgang mit Erfolgen und Rückschlägen, Reaktionen von Zuschauern, Zusammenarbeiten mit verschiedensten Abteilungen und Menschen. Der Beruf ist so intensiv, wie das Leben selbst und so habe ich das Gefühl, dass man mit dem Absetzen der „Maske“ einer Rolle auch manche „Maske“ in der Realität absetzen kann.
Außerdem hat Theater einen ganz besonderen Zauber. Das Lampenfieber vor dem ersten Auftritt, die Atmosphäre eines Premierenabends, die Schminke, die das Äußere bis zur Unkenntlichkeit verändern kann, das Leuchten in den Augen der Zuschauer und schlussendlich der Applaus, der dir gebührt und zeigt, dass du den Menschen in ihrem Alltag ein Stück Entspannung, Freiheit, Phantasie geschenkt hast.

Gibt es eine Traumrolle für Dich, die Du gerne einmal spielen möchtest?

Es gibt viele tolle Rollen und ich freue mich auf alles, was da kommt. Wenn ich mir etwas aussuchen dürfte, so würde ich gern einmal die Lucy in „Jekyll & Hyde“ spielen.

Was war bisher Deine schönste Rolle?

In meinem Abschlussjahr habe ich die Hexe in „Into The Woods“ im Emma Theater Osnabrück spielen dürfen. Das hat sooooo viel Spaß gemacht! Erst ist sie alt, verbittert und hässlich, dann verwandelt sie sich und ist jung und schön, aber leider immer noch verbittert und nun sogar ohne Zauberkräfte. Sie ist selbstsüchtig, exzentrisch und dabei eine fanatisch liebende Mutter. Diese Rolle hat sowohl in der Körperlichkeit als auch in ihrem Inneren so viele Facetten – eine echte Herausforderung. Sie war schon ein Highlight und ich würde sie gern nochmal spielen.
Allerdings muss ich sagen, dass mir der Job einfach Spaß macht und ich damit immer die Rolle, die ich gerade spiele auch gern spiele und versuche, ihr so viel Leben einzuhauchen, wie nur möglich.
Auch gibt mir meine momentane Position als Swing mit Cover viel, da ich mich auf jede Show neu einstellen muss und immer Abwechslung habe. Und wer hat schon so viele Premieren nacheinander? Das erfüllt mich, mein Kopf braucht immer etwas zum Verarbeiten.


Du hast schon öfter bei den Freilichtspielen in Tecklenburg mitgewirkt, so warst Du unter anderem Teil der Cast bei den Musicals „Footloose“, „Evita“ , „Aida“ oder auch bei den „Drei Musketieren“. Was ist für Dich das Besondere auf einer Freilichtbühne zu performen?

Die Atmosphäre auf einer Freilichtbühne ist ganz besonders. Man spielt unter freiem Himmel, muss mit dem Licht (zusätzlich zu dem, was „gemacht“ wird), dem Wetter (ich bin sooooo oft pitschnass geworden) und all den Umständen, die so eine OpenAir-Veranstaltung so mit sich bringt umgehen. Das ist oft sehr lustig – in manchen Shows wird man durch und durch nass oder es läuft mal eine Katze über die Bühne… Ich habe das Gefühl, dass da in kürzester Zeit (meist laufen die Stücke ja nur 3 – 4 Monate über den Sommer) eine Energie entsteht, zwischen der Bühne, der Atmosphäre und den Darstellern selbst.
Die Freilichtbühne Tecklenburg wird für mich immer eine besondere Rolle spielen. Sie ist sozusagen meine „Mama-Bühne“, da ich auf ihr meine ersten professionellen Schritte gehen durfte. Das werde ich ihr nie vergessen. Tecklenburg ist wie eine kleine Familie – das ganze Dorf ist im Freilichtfieber, wenn Saison ist und man fühlt sich auf der Bühne, im sogenannten „Apfelgarten“ hinter der Bühne oder auch in den Geschäften und Lokalitäten im Ort Tecklenburg selbst sehr willkommen.
Neben den oben genannten Stücken habe ich aber auch bei 2 Kinderproduktionen dort mitgewirkt. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht, da ich sowohl mit Kindern als auch für Kinder gespielt und gearbeitet habe. Diese Art Theater ist so unberechenbar – Kinder rufen auch manchmal dazwischen, wenn sie eine Meinung haben, die es zu äußern gilt. Ich finde das spannend.

Du wurdest unter anderem von Willemijn Verkaik gecoacht und hast dann mit ihr gemeinsam das Musical „Aida“ präsentiert. War es für Dich einfach von der Rollenkombination „Schülerin-Lehrerin“ in Kolleginnen zu wechseln?

Hauptsächlich waren Willemijn und ich Kolleginnen in der Produktion „Aida“ der Freilichtspiele Tecklenburg. Nicht nur ich, auch andere Kolleginnen waren sehr beeindruckt von ihrer Gesangstechnik und so bot sie uns an, uns einen Kurs zu geben. Das geschah also innerhalb der Zusammenarbeit in der Produktion und ist somit nicht mit einem normalen „Schüler-Lehrer-Verhältnis“ zu vergleichen.
Für mich war es sehr inspirierend und außerdem auch sehr liebenswert, dass Willemijn uns ihre Technik näher gebracht hat und ich bin auch der Meinung, dass man von so manchem Kollegen etwas lernen kann. Wie toll, wenn sich dann sogar die Möglichkeit ergibt, etwas beigebracht zu bekommen!

In einem Zeitungsbericht der Kölnischen Rundschau vom 10. März 2010 wurde über Deinen bisherigen Werdegang berichtet. Unter anderem auch über die Tatsache, dass Du einen Münsteraner Literaturkurs eines Gymnasiums in Sprecherziehung unterrichtest. Kannst Du Dir vorstellen dies auch weiterhin auszuüben und dem nachzugehen?

Die sprecherzieherische Arbeit war sehr spannend. Sie fand mit Jugendlichen statt, die vielleicht gerade mal 5 Jahre jünger waren als ich und sich außerdem nichts darunter vorstellen konnten. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, so zu arbeiten und es war überraschend für mich, wie offen dieser Kurs letztendlich war und sich total darauf eingelassen hat.
Ich sehe mich nicht „nur“ als „Musicaldarstellerin“. Dieser Beruf hat so viele Facetten; warum diese nicht sehen und damit arbeiten? Ich freue mich auf alles, was da kommen mag.

 

Tanz der Vampire

 

Was ist für Dich das Besondere an Tanz der Vampire und an deiner Rolle?

Unser Resident Director sagt immer: „Tanz der Vampire“ ist ein „Spektakel“. Das ist wahr. Es hat alles: Freud und Leid, Komik und Tragik, ein starkes Bühnenbild, tolles Licht, pompöse Kostüme, eine sehr passende Choreographie. Ich sehe es mir gerne an und bin froh, ein Teil davon zu sein. Außerdem muss es doch einen Grund dafür geben, dass das Stück schon jahrelang so erfolgreich läuft. Der liegt darin, dass das Stück stimmig ist, wie es ist, aber auch darin, dass das Thema Vampire schon oft aufgegriffen wurde – gerade durch diverse Serien und Filme wieder sehr stark – und eine regelrechte Faszination davon ausgeht.
So schlüpfe ich auch selbst gern in die Rolle eines Vampirs und stelle mir vor, wie es wohl ist, die Last von 100 Menschenleben zu tragen angetrieben von einer Gier, die nie befriedigt werden kann. Die Körperlichkeit, die man in diesem Stück zeigen darf ist einzigartig. „Meinen“ Vampir zu finden oder auch zu variieren macht viel Spaß. Rein darstellerisch gesehen ist auch die Position „Swing“ passend für mich. Ich mache immer etwas anderes und so wird es auch in einer 7-Show-Woche nicht langweilig, weil mein Kopf ständig zu tun hat.
An der Rolle der Rebecca konnte ich viel lernen, da sie mir von der Körperlichkeit her ziemlich fremd ist und ich mir etwas so Fremdes dennoch erspielen musste. Diese Robustheit und Einfachheit ist gar nicht leicht zu finden, doch wenn es zum „Gebet“ oder zu „Wuscha Buscha“ kommt ist plötzlich alles ganz klar, da sich dort doch ihre Ängste und Sehnsüchte zeigen, die sie sonst immer unterdrückt. Ich bin dankbar für die Chance, diese Rolle zu spielen.

Wie viele Shows spielst Du in etwa in einer Woche?

Als Swing spiele ich ja „nur“ dann, wenn jemand aus der First Cast Urlaub hat, krank ist oder sein Cover spielt. Mit meiner Zweitbesetzung der Rolle „Rebecca“ ist das genauso. Bei einer so großen Cast treffen all diese Fälle aber häufiger ein und so spiele ich oftmals alle 7 angesetzten Shows. In Stuttgart gab es zeitweise sogar eine 8-Show-Woche.
Manchmal habe ich einen sogenannten „Standby“ und verbringe die Show in der Garderobe auf Abruf, falls etwas passiert. 

Wenn Du am Wochenende eine Doppelshow spielst, was machst Du dann zwischen den Shows?

Da bleibt nicht so viel Zeit, wie man vielleicht denkt. Die erste Show endet um 17:30 Uhr, die zweite beginnt um 19:30 Uhr. Wir haben also 2 Stunden Zeit uns abzuschminken, zu essen, uns vielleicht ein paar Minuten Ruhe in unserer Garderobe zu gönnen, um uns dann wieder zu schminken und die Kostüme anzuziehen. Dabei wird natürlich meistens herrlich mit den lieben Kollegen gequatscht. Dann geht’s wieder los!

Wie lang kannst Du dir noch vorstellen bei Tanz der Vampire mitzuspielen und wie lang läuft dein Vertrag noch?

Ich habe immer noch sehr viel Spaß an der Show. Aber wie sagt man noch?: „Wenn es am Schönsten ist, soll man gehen.“ Und das mache ich nun. Mitte Juli habe ich bereits (wenn man nach 2 Jahren immer noch „bereits“ sagen kann ist das wohl ein gutes Zeichen für eine Show, oder ?) meine letzte Vorstellung als Vampir und verlasse die Show mit einem lachenden Auge der Dankbarkeit für eine tolle, lehrreiche Zeit, eine große Chance und viele wundervolle Begegnungen mit lieben Menschen und einem weinenden Auge, weil ich sie wirklich vermissen werde.
Doch für mich geht’s gleich weiter und damit erfüllt sich auch ein kleiner Traum: Zukünftig bin ich als Swing in „Elisabeth“ zu sehen. Auf diese Herausforderung freue ich mich sehr – und auf das schöne Wien.

Kam es bereits zu Pannen während der Show, an die Du dich sofort erinnerst und wie sahen diese aus?

An unserem vorletzten Tag im Stuttgarter Palladium Theater ist der Feuerschutzvorhang nicht hochgefahren. Somit musste die Show konzertant aufgeführt werden. Ich war an diesem Tag im Ensemble und musste mit meinen Kollegen alle Auftritte durch’s Publikum starten und improvisieren, da die richtige Choreografie nicht umsetzbar war. Das war spannend und schön, da das Publikum es uns herzlich gedankt hat.
Sehr amüsant zu beobachten war mal eine Szene, die ich kurz vor dem Auftritt für „Wuscha Buscha“ von der Seitenbühne beobachten konnte: Chagal lief vor seinem Abgang, um Sarah zu retten noch einmal zurück zu Rebecca, deren Tuch außerplanmäßig auf dem Boden lag und rutschte darauf aus. Das sah wirklich urkomisch aus – besser hätte man es nicht inszenieren können – und der liebe Kollege hat sich glücklicherweise nicht verletzt.
Mir selbst ist auch schon etwas passiert: Nach „Tanzsaal“ hatte ich mal einen Blackout und habe vergessen, wer mein Partner für das „Menuett“ war, wer ich überhaupt war und wohin ich gehen musste. Leider entschied ich mich für die falsche Seite und musste dann während des Menuetts die komplette Bühne einmal überqueren…
Spannend, wenn sowas passiert. Das ist Live-Theater!

Ich bedanke mich herzlich für die Möglichkeit, dieses Interview zu geben und hoffe, das Lesen bringt Spaß!

 

Liebe Juliane, wir wünschen Dir alles erdenklich Gute für Deine berufliche, aber auch private Zukunft.  Des Weiteren wollten wir uns auch nochmal für Dein Interesse an unserem Blog und Deine schnelle Bearbeitung bedanken. Also, vielen Lieben Dank nochmal!

Interview mit Paola Brandenburg

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© Mandy Schaff, Paola Brandenburg

HalliHallo,

nach längerer Wartezeit ist es nun wieder soweit, wir können Euch unser neues Interview präsentieren. Dieses Mal führten wir ein Interview mit Paola Brandenburg, welche einigen von Euch sicherlich bereits als Schauspielerin im Bereich Theater bekannt ist.

Paola beendete  2008 ihre Schauspielausbildung erfolgreich  an der staatlich anerkannten Theaterakademie Vorpommern in Zinnowitz. Bereits während des Studiums war sie Teil der Vinetafestspiele und performte dort von 2005-2008 die Königin der Elfenkrieger, welches auf der Freilichtbühne in Zinnowitz aufgeführt wurde. Nach ihrer Ausbildung spielte sie dann vorwiegend in Theaterstücken mit, wie zum Beispiel in: „Die Schneekönigen“ und  „Das Dschungelbuch“  (beide Landesbühne Anklam); „Aufbruch zur Sommerfrische“ (Theaterhaus Berlin Mitte) oder in „Zwei Frauen- Ein Spiel“, „Pankower Geschichten 3“ welche im Varia Vineta Berlin aufgeführt wurden. Des Weiteren sammelte Paola auch Erfahrungen im Bereich Film und Tv. Zu diesen zählten beispielsweise die Kurzfilme „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!“ oder  „Zweisam“.

Im folgenden Interview könnt Ihr nun mehr über Paola erfahren. Sie spricht unter anderem über ihre Ausbildung an der Theaterakademie Vorpommern, die Vinetafestspiele aber auch  über ihre Traumrolle und Zukunftswünsche.

Euch Lesern wünschen wir  jetzt viel Spaß beim Lesen und bis bald!

Allgemeines

Wie würdest Du dich selbst beschreiben?

Ich bin eine lebensfrohe, energiegeladene Person, die glücklich ist wenn sie in ihrem Job weiterkommt und immer neue Leute kennenlernt.  

Was ist für Dich das schönste am Tag?

Wenn die Sonne scheint aufzuwachen und nen wirklich ganz groben Fahrplan vom Tag zu haben. Und nen schönen leckeren Kaffee, neuerdings mit Sojamilch!

Was macht Dich glücklich?

Das ich immer noch meine Leidenschaft Schauspiel ausüben darf.

Ohne was kannst Du nicht mehr leben?

Sauerstoff

Hast Du einen besonderen Tick oder eine Macke die Du mit uns teilen möchtest?

Ich bin so wahnsinnig leicht zu erheitern und kicher viel rum.

Was würdest Du auf eine einsame Insel mitnehmen?

Musik und ne Tonne Batterien für den Player

Was wünscht Du dir für deine Zukunft?

Das ich immer im Schauspielbusiness bleiben kann, um in unsren Umwelt- und Tierschutz zu spenden. 

Wenn du eine Superheldin sein könntest, was wäre dann deine Fähigkeit/en?

Ich würde meine Gegner wie eine Sirene bezirzen und sie dann mit meinen magischen Kampfsportarten außer Gefecht setzen und ich kann natürlich fliegen.

Deine Lieblingsfarbe ist: ach so schwer…ich trag gerne dunkles Zeug, bin nicht so die bunte 🙂

Dein Lieblingsauto ist: Audi

Dein Lieblingstier ist: Hund

Deine Lieblingskleidung ist: Hose

Deine Lieblingsmusik ist: Beirut und ganz viel anderes, außer Schlager

Dein aktuelles Lieblingsbuch ist: Eine Vampirgeschichte (Nein, nicht Twilight 🙂 )

Dein Lieblingsfilm ist: Bram Stokers „Dracular“

Dein Lieblingstheaterstück (und/oder) Musical ist: derzeit „Perplex“ von Mayenburg

 

Schauspiel, Ausbildung, usw .

Wieso wolltest Du Schauspielerin werden? Hat Dich bei deinem Berufswunsch eine Person oder etwas anderes inspiriert?

Ja meine Vater schickte mich zum Festspielcasting und von da an habe ich Blut geleckt und kam aus dem Theater nicht mehr raus.

Welche Charaktereigenschaften und Fähigkeiten sollte für Dich ein SchauspielerIn haben?

Sie sollte auf jeden Fall belastbar sein, in allen Bereichen. Wandelbar sein und immer natürlich. Wichtig ist auch sie sollte sich gehen und fallen lassen können. Ach da gibt’s soooo viel.

Was ist für Dich das faszinierendste an Deinem Beruf?

Dieses Hineinschlüpfen in andere Rollen und dabei aber authentisch sein.

Gibt es eine Traumrolle für Dich, die Du gerne einmal spielen möchtest?

Ich würde gern mal so eine Rolle spielen, wie Angelina Jolie in „Tomp Raider“.

Was war bisher Deine schönste Rolle?

Schwierig….hatte viele schöne Rollen, aber die Königin der Elfenkrieger hats mir schon angetan J:).

Du hast neben vielen Theaterstücken wie z.B „Dschungelbuch“ (2008) „Nathan der Weise“(2009), und „Romeo und Julia“ (2010) auch in einigen Kurzfilmen mitgespielt. Was machst Du lieber, vor der Kamera stehen oder vor Live-Puplikum auf einer Bühne.

Live ist absolut wunderbar, das feedback erntet man schon in der Vorstellung und auf jeden Fall danach, da weiß man was man geleistet hat.

Ich bin in der Aufbruchsphase was das spielen vor der Kamera angeht und ich WILL mehr!!

Ist sehr, sehr spannend.

Hast Du ein Ritual oder ähnliches, das Du vor deinen Auftritten durchführst oder bereitetst Du dich speziell auf deine Auftritte vor?

Nein eigentlich nicht, ich zittere wie Espenlaub, dann atme ich tief durch und dann geht’s auch schon los!

Seit 2010 bist Du festes Mitglied im Ensemble von Varia Vineta Berlin. Wie bist Du dazu gekommen dich dort zu bewerben, gibt es etwas was dir speziell an diesem Theater gefallen hat?

Eine liebe, gute Freundin hat mich mit der Chefin bekannt gemacht und diese meinte, dass ich sehr gut auf eine Rolle passen würde, welche umbesetzt werden muss. Und somit gingen die Proben für „2Frauen- 1Spiel“ auch schon los.

Vientafestspiele

Von 2005-2008 hast Du innerhalb der Vinetafestspiele die Hauptrolle, die Königin der Elfenkrieger, verkörpert. Was hat Dir diese Hauptrolle speziell bedeutet?

Sehr viel, 2005 habe ich noch gar nicht so stark begriffen, was ich für eine Rolle habe, denn die Vinetabühne war ja mein Zuhause- Aber 2006 war mir klar, ich muss ackern für diese Rolle und das hab ich getan, das Publikum hat sich auch sehr bedankt dafür. Ich danke auch!

Im Jahr 2006 hatte ich auch mein schönstes Kostüm an, man darin würd ich sogar heiraten, aber ohne Degen 🙂.

Die Theaterakademie Vorpommern in Zinnowitz arbeitet eng mit der Spielstätte der Vientafestspiele zusammen. Wie würdest Du dies beschreiben?

Es ist ein schwieriger und wichtiger Prozess finde ich. Dein Sommer ist nun mal durchgeplant, jede Woche spielen, wo andere Urlaub machen, das schlaucht schon auf die Dauer, aber wenige Studenten in der Ausbildung können behaupten, dass sie schon im 1. Studienjahr von fast 800-1000 Leuten gespielt haben. Diese Festspiele zeigen dir, wie belastbar du bist.

Durch die Vinetafestspiele konntest Du auch schon während deiner Ausbildung viel Schauspielerfahrung sammeln. Wie fandest Du dies, beziehungsweise- was hat es dir bedeutet?

Die Erfahrung habe ich ja auch in anderen Inszenierungen gesammelt, denn auf der Vinetabühne muss man sehr groß spielen, damit dich auch der in der letzten Reihe sieht. Auf der normalen Bühne wars dann natürlich wichtig wieder „kleiner“ zu werden. Das musste ich aber auch erst mal lernen. Aber das hats dann ja ausgemacht. Ich konnte vom Spielen nie genug bekommen und meine Ausbildung hat mir sehr viel bedeutet
Danke und liebe Grüße, Paola

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An dieser Stelle möchten wir uns noch mal sehr bei Paola bedanken, die unsere Fragen wirklich sehr schnell beantwortet hat und stets ihr Interesse an unserer Arbeit zeigte. Vielen Dank dafür! (: Wir wünschen Dir viel Erfolg in Deinem weitere Werdegang und wir sind uns sicher, dass Du auch weiterhin tolle Rollen spielen wirst und Deinen eigenen Weg im Schauspielbusiness finden wirst. Also nochmal:  1000 Dank an Dich und alles Gute für die Zukunft.