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Ihr Lieben,

leider muss ich Euch mitteilen dass es vorerst keine aktuellen Blogeinträge oder Interviews geben wird!

In der Zukunft vielleicht schon, aber jetzt in unmittelbarer Zeit erstmal nicht.

Ich wünsche Euch nur das Beste,

Alice

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„DoctorDate.de“ im Schlosspark Theater Berlin

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Am 19.02.2014 fand die Premiere zu „DoctorDate.de“  im Schlosspark Theater Berlin statt und lud sie zu einem amüsanten Abend ein.

„DoctorDate.de“  handelt von 3 Frauen, die wohl nicht unterschiedlicher sein könnten,  die alle auf der Suche nach ihrem Traummann sind. Sie empfinden die Suche als gescheitert, bis Frauenexpertin Valery ihnen ihre Hilfe anbietet. Valery bietet  gemeinsam mit  Franz eine Art Coaching an um die Frauen bei ihrer Suche nach dem Traummann zu unterstützen.  Das so genannte Coachingteam  der Partneragentur „DoctorDate.de“ hilft den Damen allerdings nicht nur bei ihrer Suche, sondern hilft  ihnen auch bei der Vorbereitung der Dates.  Wie bereits erwähnt sind die drei Frauen die im Stück vorkommen völlig verschieden und bedienen auch einer Art Klischee. Zum einen ist da Anna Piotrowski (Jasmin Wagner) die als Mechatronikerin arbeitet und zuletzt eine Beziehung mit einem verheirateten Mann führte, Schwäbin Roswitha (Meike Kircher) die etwas übermütig in einigen Bereichen ist und es sich so schnell mit den Männern verdirbt und zuletzt Anwältin Beate von Glückstedt (Susanne Pollmeier), die nicht nur in Bezug auf Männer von ihrer Oberflächlichkeit beherrscht wird. Valery, die das Coaching mit den Dreien durchführt könnte durch ihr Erscheinungsbild kaum schriller sein.  Sie bestärkt und coacht die drei Kundinnen in den wichtigen Bereichen die das Dating betroffen und so erhalten Anna, Roswitha und Beate zügig ihr Diplom. Jedoch entwickelt sich dann das Problem- wo sind jetzt die passenden Männer für sie? Wie das Stück endet möchte ich an dieser Stelle nicht vorweg nehmen.

Zum Stück selbst bleibt zu sagen, dass die Grundidee gut ist und das gesamte Konzept auch bis zum Ende fortgesetzt wird. Jedoch überzeugt es nicht ganz. Das Bühnenbild ist spartanisch und die Kostüme der Darsteller sind einfach gehalten. Leider wurden auch die Charakteristiken der Darsteller und Darstellerinnen sehr klischeehaft umgesetzt. Überzeugend waren an diesem Abend neben der Band auch die gesanglichen Darbietungen der Darsteller. Schauspielerisch gesehen fiel besonders Meike Kircher positiv auf, die während der gesamten Vorstellung durch ihren schwäbischen Dialekt die Zuschauer begeisterte.  Ein weiterer Minuspunkt an diesem Abend war leider auch, dass das Stück fast ein übertriebenes Happy End fand und dass alle Lieder Melodien aus bereits bekannten Songs hatten, bei denen lediglich der Text geändert wurde. Trotz dessen war es ein angenehmer Abend im Schlosspark Theater Berlin.

 

Cast:

Anna Piotrowski – Jasmin Wagner

Roswitha Stark – Meike Kircher (Februar) / Caroline Kiesewetter (März)

Beate von Glückstedt – Susanne Pollmeier

Valery Berg – Tommaso Cacciapuoti

Franz – Dietmar Loeffler

Interview mit Udo Eickelmann

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hb09149_077© Udo Eickelmann

Ihr Lieben,

es ist wieder höchste Zeit für ein Interview! Dieses Mal habe ich den Musicaldarsteller Udo Eickelmann interviewt:

Udo Eickelmann schloss  sein Studium im Bereich Musical & Gesangspädagogik an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn-Bartholdy“ in Leipzig ab.  Zu Engagements während der Studienzeit zählten beispielsweise  „My favourite Things“ oder „Lautrec“. Nach seinem Studium stand er dann unter anderem in  Stücken wie „Into the Woods“, „Dracula“, „Jesus Christ Superstar“, „Les Misérable“, „Jekyll & Hyde“ oder „West Side Story“ auf der Bühne. 2009 war er dann dank seinen Rollen des Bühnenautors Beaumarchais und des Herzog von Orléans Teil der deutschsprachigen Uraufführung von „Marie Antounette“.  Es folgten weitere Verpflichtungen in Produktionen  wie „South Pacific“, „Evita“ und  „Cabaret“  bevor er in Stuttgart im Musical „Rebecca“ für die Rollen  Giles/ Horridge, Cover Jack Favell und Cover Ben engagiert wurde. Danach war er bis Ende August 2013 in „Tanz der Vampire“ im Gesangsensemble zu sehen und coverte des Weiteren die Rollen des Graf von Krolocks, Herberts und des Nightmare Solo II´s. Zuletzt stand er gemeinsam mit Maike Switzer in Chemnitz im Stück  „Babytalk“ auf der Bühne. Als nächstes wird Udo gemeinsam mit Kerstin Ibald, Maike Switzer und Christian Alexander Müller am 08. Februar bei der Musicalgala „Moments of Musical“ in Braunlage zu sehen sein.

Nun wünsche ich viel Spaß beim Lesen des Interviews!

 

Allgemeines

 

Wie würdest Du dich selbst beschreiben?

fröhlich, lustig, manchmal launisch, faul

 

Was ist für Dich das schönste am Tag?

Der Kaffee am Morgen.

 

Was macht Dich glücklich?

Ein spätes langes Frühstück mit Ei

 

Ohne was kannst Du nicht mehr leben?

Meine Frau und unser gemeinsames Kind!

 

Hast Du einen besonderen Tick oder eine Macke die Du mit uns teilen möchtest?

Ich räum die Spülmaschine immer um! :-))

 

Was würdest Du auf eine einsame Insel mitnehmen?

Meine Familie und unsere Wohnung

 

Deine Lieblingsfarbe ist:

braun

Dein Lieblingsauto ist:

aktuell ein Skoda Octavia Combi

Dein Lieblingstier ist:

Orang-Utan

Deine Lieblingskleidung ist:

smart-casual

Deine Lieblingsmusik ist:

Jazz, Klassik

Dein aktuelles Lieblingsbuch ist:

Das Lied von Feuer und Eis (Game of Thrones)

Dein Lieblingsfilm ist:

Amadeus

Dein Lieblingstheaterstück (und/oder) Musical ist:

Oh, da gibt es einige! Aber ganz vorne weg sind „Les Misérables“, „Passion“, „Into the Woods“

 

Schauspiel, Ausbildung, usw .

 

Wieso wolltest Du Musicaldarsteller werden? Hat Dich bei deinem Berufswunsch eine Person oder etwas anderes inspiriert?

Ursprünglich wollte ich Schauspiel studieren. Doch da waren meine Aufnahmeprüfungen nicht wirklich von Erfolg gekrönt. Eine Bekannte hat mich dann überhaupt darauf gebracht, mich für MUSICAL zu bewerben. Letzten Endes bin ich ihr sehr dankbar, kann ich doch jetzt zwei Leidenschaften miteinander verbinden: Gesang und Schauspiel.

Spezielle Personen waren es nicht, die diesen Berufswunsch inspiriert haben. Es war eher das Rampenlicht, die Möglichkeit, sich zu verwandeln, in Rollen zu schlüpfen, jemand anderer zu sein. Ausserdem hatte ich schon als Kind den Drang, Sachen auf- und vorzuführen. Heinz Erhardt-Gedichte konnte ich immer schneller und besser als Englisch-Vokabeln.

 

Welche Charaktereigenschaften und Fähigkeiten sollte für Dich ein Musicaldarsteller*In haben?

Er/sie sollte nie zufrieden sein. Immer weiter hinterfragen, immer Neues an der Rolle/der Partie suchen und entdecken. Auch wenn es nur Kleinigkeiten sind, die vielleicht einem selber nur auffallen, so bleibt es dadurch doch immer wach und frisch. Und man sollte keine Angst haben, Fehler zu machen oder falsch zu sein. Das hemmt einen nur unnötig.

Vor allem aber sollte ein Musicaldarsteller den Text und das Schauspiel vor die Musik stellen. Er muss wissen, was er sagt bzw. singt und das muss er meinen. Das klingt total pathetisch, ist für mich aber total grundlegend: „Gesang ist die Erhöhung der Sprache“. Nur weil plötzlich Töne dazukommen, darf der Text nicht vernachlässigt werden. Deswegen MUSS der Gesangstext wie Sprechtext behandelt werden. Erst dann hört man jemandem beim Singen zu. Alles andere ist langweilig. Es gibt in unserem Beruf leider viel zu viele „Schönsinger“, die den Text nicht benutzen. Das klingt dann schön, ist aber total belanglos. 

 

Du hast nach einer klassischen Gesangsausbildung in Osnabrück ein Studium im Bereich Musik und Theater an der Hochschule Felix Mendelssohn-Bartholdy in Leipzig  abgeschlossen. Wieso hast Du Dich gerade für diese Ausbildungsstätte entschieden?

Profaner Grund: Die haben mich genommen. Mein Ziel war es immer, an einer staatlichen Hochschule zu studieren. Meine erste Aufnahmeprüfung an der Theaterakademie in München war wieder nicht sehr erfolgreich. Deshalb war die nächste Station Leipzig. Und da hat es ja dann geklappt.

 

Was empfandest Du während Deiner Ausbildungszeit dort besonders positiv und was eher negativ?

Positiv war für mich einfach die breite Palette der Ausbildung. Wir hatten neben den drei Hauptfächern Gesang, Schauspiel, Tanz unheimlich viele theoretische Fächer wie Pädagogik, Klassische Musikgeschichte, Popgeschichte, Gehörbildung, Tonsatz, Instrumentenkunde, Methodik, Psychologie, Elementare Musikpädagogik etc.

Negativ war, dass dadurch wenig Zeit blieb, um zu üben oder die Hauptfächer gründlich vorzubereiten. Außerdem war mir Jazztanz montags morgens um 8.00 Uhr immer ein Dorn im Auge.

 

Was ist für Dich das faszinierendste an Deinem Beruf?

Dass man den Zuschauer oder -hörer mitnimmt auf eine Reise. Ob man nur „den Alltag vergessen“ lässt oder vielleicht ganz tief berührt und zum Nachdenken anregt – ganz egal. Es ist eine Reise, auf die der Zuschauer oder -hörer antreten will, und ich nehme ihn mit.

 

Gibt es eine Traumrolle für Dich, die Du gerne einmal spielen möchtest?

Es gibt so ein paar Rollen, die ich wirklich gern mal spielen würde. Eine davon hab ich jetzt gerade machen dürfen: den Graf von Krolock in „Tanz der Vampire“. Diese Rolle ist wohl diejenige, die am Längsten auf meiner Wunschliste stand.

 

Was war bisher Deine schönste Rolle?

Auweia, da gibt es wirklich einige. Da muss ich mehrere nennen:

Krolock, Tony, Riff, Enjolras, Giles, Jack Favell u.v.a.

 

Du hast schon viele Rollen verkörpert, hast Du eine besondere Technik, dass Du dir die verschiedenen Texte schnell merken kannst?

Nö. Irgendwie klappt das einfach so. 😉

 

Rebecca

 

Bis Januar 2013 standest Du im Stuttgarter Palladium Theater auf der Bühne. Hattest Du  die Geschichte (Buch, Film, Musical) zu Rebecca damals vorher bereits gekannt?

Buch oder Film kannte ich nicht vorher. Aber ich hatte das Musical vorher bereits in Wien gesehen.

 

Was ist, beziehungsweise war, für Dich das Besondere an Rebecca?

Das Interessanteste fand ich, dass seit langem mal wieder eine spannende Story erzählt wurde, die auf einem Roman basiert. Und dazu noch eine Kriminalgeschichte.

Und nicht – wie ein letzter Zeit viel häufig praktiziert – ein Musical „aus der Retorte“, sogenannte Compilation-Shows.

 

Du warst im Musical Rebecca nicht nur als Giles/Horridge zu sehen, sondern hast auch die Rollen Jack Favell und Ben gecovert. Hattest Du einen besonderen Trick, dass Du diese Rollen vor und während  der  Show nicht durcheinander gebracht hast?

Da gibt es keinen Trick. Das klappt eigentlich ganz automatisch. Allein dadurch, dass man einen ganz anderen Ablauf hat. Ausserdem sind ja auch die Kostüme unterschiedlich, die einem immer ein anderes Körpergefühl geben.

 

Welche Rolle hast Du in Rebecca am liebsten performt?

Ich hab alle drei Rollen (Giles, Jack und Ben) wirklich gern gespielt. Und das Gute ist, dass man die drei Partien nicht mit einander vergleichen kann, da sie sie alle so unterschiedlich waren. Aber den Bösen zu spielen, macht schon sehr viel Spaß!

 

Kam es bei Rebecca zu Pannen während der Show, an die Du Dich noch erinnerst und wie sahen diese aus?

Oh ja, zu einigen. Es gab für mich als Giles viele, viele lustige Momente in „Die lieben Verwandten“. Oft waren es nur Blicke oder neue Gesten, die entweder Kerstin als Bee oder ich eingebaut haben, und wir uns so selber aus dem Konzept und somit zum Lachen gebracht haben. Oder: Ich habe einmal Lucy als „ich“ so sehr an mich rangezogen, dass sie halb an mir vorbei gefallen ist und ich sie wieder auffangen musste. Gelacht wurde sehr viel in diesem Terzett, und die Dreistimmigkeit am Ende war auch oft nur eine Zwei- oder Einstimmigkeit!

Die größte (schweißtreibendste) Panne allerdings für mich war als Jack Favell in der großen Bibliotheksszene:

An einem bestimmten Moment musste ich als Beweis einen Brief aus der Innentasche meines Sakkos hervorholen. Ich greif in die Tasche und – leer. Ich fange an, jede einzelne Tasche abzusuchen – nichts! Ich war mir 100%ig sicher, den Brief vorher eingesteckt zu haben. Hab ich auch. Nur leider in die Innentasche meines Mantels. Und den hab ich am Anfang der Szene an Mrs. Danvers abgegeben, die ihn von der Bühne getragen hat. Mir ist das Herz noch nie so tief in die Hose gerutscht. Gott sei Dank hatte ich überaus erfahrene Kollegen auf der Bühne, die die Situation gerettet haben. Seit dem hab ich die Tasche bestimmt zehnmal vor der Szene kontrolliert. Sicher ist sicher!

 

Am 6.1.2013 fiel der „final curtain“ für das Musical „Rebecca“ im Stuttgarter Palladium Theater. Was für Gefühle gingen Dir durch den Kopf, als Du erfahren hast, dass Rebecca nach nur einem Jahr Spielzeit wieder abgesetzt wird?

Das war ja nun keine wirkliche Überraschung für uns, denn die Spielzeit war von Anfang an ja begrenzt. Überraschend war nur, dass die Produktion 3 Wochen vor der eigentlichen Derniere abgesetzt wurde. Ehrlich gesagt fand ich es schade, denn die Produktion hatte eine vorgezogene Absetzung nicht verdient.

 

Die Rebecca-Cast hat gemeinsam das Benefizkonzert Stars of Manderley organisiert. Was kannst Du uns darüber berichten und was war für Dich das Besondere daran?

Diese Gala „Stars of Manderley“ ist für mich etwas ganz Besonderes.

Als damals die ersten Ideen zu einer Benefizgala aufkamen, wurde ich von der Theaterleitung gefragt, ob ich die Gesamtleitung des Projektes übernehmen wolle. Zusammen mit Maike Switzer, Kerstin Ibald und Klaus Wilhelm hab ich diese Aufgabe gerne übernommen, und für uns war ganz schnell eines klar: Diese Gala soll eine Ensemble-Gala sein. Alle sollen gleichberechtigt sein, keiner soll bevorzugt werden. Uns war wichtig, dass gerade die REBECCA-Ensemblemitglieder, die in der eigentlichen Show nicht in der ersten oder zweiten Reihe stehen, ihr Können und ihre Qualität unter Beweis stellen können. Das haben wir geschafft.

Ein weiterer Traum war, ein großes Orchester mit oben auf der Bühne zu haben. Dank der großartigen Arbeit der Technik- und Tonabteilung des Palladium Theaters, und der großen Bereitschaft vieler Orchester-Kollegen wurde dieser Traum wahr.

Für alle Beteiligten wurde diese Gala eine unvergessliche Veranstaltung, die noch lange in unseren Herzen. Und alles für einen guten Zweck.

 

Tanz der Vampire

 

Was ist für Dich das Besondere an Tanz der Vampire und an Deiner Rolle?

Tanz der Vampire hat einfach eine wahnsinnig gute Story, die sich nicht totläuft. ein bisschen Comedy, ein bisschen Drama und Grusel. Eine tolle Mischung. Und dazu noch die rockige Musik von Jim Steinman.

Das tolle an den Ensembleparts ist, dass man sich austoben kann. Die Regie hat es uns überlassen, wie wir unsere Figuren (in meinem Fall „Napoleon“) anlegen wollen. So lange es im Rahmen bleibt und dem Stück und der Inszenierung dient, ist alles erlaubt.

 

Wie viele Shows spielst Du in etwa in einer Woche?

7-8

 

Wenn Du am Wochenende eine Doppelshow spielst, was machst Du dann zwischen den Shows?

Pause!

 

In Deiner aktuellen Rolle verwandelst Du Dich in einen Vampir. Wie lange brauchst Du für die Verwandlung?

Oh das muss schnell gehen. Am Anfang sind wir ja Bauern und müssen uns dann relativ schnell auf Vampir umschminken.

 

Neben Deiner Ensembleposition hast Du außerdem noch das Cover Graf von Krolock und Herbert. Hast Du vor Deinen Shows eine Art Ritual, dass Du dich in die unterschiedlichen Rollen besser hineinversetzen kannst  und Dir die Bewegungsabläufe besser verinnerlichen kannst?

Nein, Rituale (ausser dem Einsingen) hab ich nicht. Vor den KROLOCK-Shows bzw. vor dem ersten Auftritt zieh ich mich noch mal kurz zurück, um mich zu konzentrieren. Denn wenn der erste Krolock-Auftritt vermasselt ist, brauch ich gar nicht wieder aufzutreten.

 

Graf von Krolock und Herbert sind sehr unterschiedliche Rollen, welche Rolle spielst Du lieber und warum?

Ich spiele beide wirklich gern. Aber Krolock ist und bleibt eine meiner Traumrollen. Und das zurecht. Diese Rolle hat soviel Kraft und Poesie in dem was sie zu sagen hat und ist dabei doch so fragil. Es kommt enorm darauf an, jedes Wort zu gestalten und auch zu meinen. Genau das ist es, was mich jede Show wieder aufs Neue herausfordert. Diese Herausforderung macht mir Spaß.

 

Tanz der Vampirehat im August Derniere gefeiert. Wie sehen Deine Zukunftspläne aus?

In erster Linie werde ich Vater sein. Das ist seit diesem Sommer meine neue Hauptaufgabe.

Darüber hinaus werde ich mit meiner Frau Maike Switzer ab dem 21. September zusammen in „BABYTALK – Das Kinder-Krieg-Musical“ in Chemnitz auf der Bühne stehen. Darauf freue ich mich schon sehr.

hb09149_2186© Udo Eickelmann

Lieber Udo,

vielen Dank für Dein Interesse und Deine Zeit die Du dir für die Beantwortung der Fragen genommen hast. Ich wünsche Dir für Deine berufliche aber  auch private Zukunft alles Gute!

[Kleine Anmerkung: Die Fragen wurden während der Spielzeit von „Tanz der Vampire“ versendet.]

„Das Phantom der Oper“ ist zurück in Hamburg

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DAS PHANTOM DER OPER - Hauptdarsteller Mathias EdenbornMathias Edenborn als „Phantom“

© obs/Stage Entertainment Berlin/MORRIS MAC MATZEN

Phantom der Oper Hamburg

Seit November diesen Jahres ist „Das Phantom der Oper“ wieder zurück in Hamburg. Das Stück basiert auf dem  gleichnamigen Roman, welcher von dem französischen Schriftsteller  Gaston Leroux verfasst wurde. Das Musical selbst stammt von Sir Andrew Lloyd Webber und Richard Stilkoe und wurde im Jahr 1986 in London uraufgeführt.  Zwei Jahre später feierte das Stück dann Premiere am bekannten New Yorker Braodway und ist seit 7 Jahren dort das am längsten aufgeführte Stück.  Des Weiteren wurde diese Fassung mit 7 Auszeichnungen  der bekannten Tony Awards honoriert.  1988 wurde „Phantom der Oper“ dann erstmals in Wien gezeigt, bevor es 1990 Deutschlandpremiere in Hamburg feierte. Nun ist es wieder im selben Haus, dem Stage Theater Neue Flora und möchte nun die Zuschauer wieder in seinen Bann ziehen.

Das Musical „Das Phantom der Oper“ handelt vor allem von dem Phantom, welches versteckt in den Katakomben der Pariser Oper lebt und bei den Parisern für Angst sorgt. Die Gestalt verbirgt ihr entstelltes Gesicht hinter einer Maske, doch dann verliebt sich das Phantom in die junge Christine Daaé und auch Christine entwickelt als einzige Person eine gewisse Zuneigung gegenüber dem Phantom, jedoch fühlt sie sich auch zu Raoul hingezogen. Es passieren viele merkwürdige Sachen, sodass die Opernleitung beschließt das Phantom zu töten.  Ob es ihnen allerdings gelingt und wie die Geschichte endet, sollte man sich selbst in Hamburg ansehen.

In der Hauptrolle des Phantoms sieht man in dieser Inszenierung den in Schweden geborenen Mathias Edenborn, der dem Musicalfans  vor allem durch Rollen in Musicals wie  „Tanz der Vampire“, „Wicked – Die Hexen von Oz“ oder „Les Miserable“ bekannt sein dürfte. Edenborn wirkte für die Rolle des Phantom´s passend, jedoch hat er gesanglich aber auch schauspielerisch noch weiteres Potenzial, welches er ausbauen kann.  Die weibliche Hauptrolle der Christine Daaé übernimmt die Musicaldarstellerin Valerie Link. Diese war noch bis Januar 2013 im Musical „Rebecca“ als Ich zu sehen und spielte unter anderem in Produktionen wie „Wicked – Die Hexen von Oz“, „Les Miserable“, „Mozart“ oder „Mamma Mia“ mit. Optisch gesehen passt Valerie Link wunderbar als Christine und überzeugte vor allem im Duett mit Raoul (Nicky Wuchinger). Die Harmonie zwischen ihr  und dem Phantom (Edenborn) ist meiner Meinung nach noch nicht 100%ig erreicht und ausbaufähig, jedoch vermute ich, dass sich dies im Laufe der Spielzeit noch weiter ergeben wird.

Die alternierenden Besetzungen des Phantom der Oper und der Christine Daaé werden von David Arnsperger und Lauri Brons gemimt.

Nicky Wuchinger, der erst im letzten Jahr sein Musicalstudium an der Universität der Künste abgeschlossen hat, ist in „Das Phantom der Oper“  als Raoul Vicomte de Chagny  zu sehen.  Schauspielerisch aber vor allem auch gesanglich war er der auffallendste Darsteller und überzeugte das Publikum.  Durch seine Darbietung und seinen Gesang ist er auf jeden Fall ein Highlight der Vorstellung. Als Madame Giry sieht man, wie auch schon in der konzertanten Fassung von „Phantom der Oper“ in Wien, die Musicaldarstellerin Michaela Christl. Christl überzeugte vor allem durch ihr Schauspiel und ihre eigene Art von Interpretation der Madame Giry. Madame Giry´s Tochter Meg Giry wird in der Hamburger Inszenierung von Theano Makariou dargestellt, die ihre Ausbildung in den Bereichen Gesang, Schauspiel und Tanz am Londoner Doreen Bird College of Performing Arts absolviert hat. Theano Makariou setze für mich einen weiteren Höhepunkt der Show, denn sie sang sich mit ihrer klaren Stimmen direkt in die Herzen der Zuschauer. Die gebürtige Opernsängerin Rachel Anne Moore ist im Stück als Primadonna Carlotta zu sehen. Ein Highlight des Stückes war unter anderem auch die gesangliche und schauspielerische Harmonie zu Raymond Sepe (Rolle Ubaldo Piangi ).  Der bereits in der Uraufführung von „Phantom der Oper“  in Hamburg Mitwirkende Raymond Sepe, steht in der aktuellen Aufführung als Ubaldo Piangi auf der Bühne. Bei der Erstaufführung übernahm er allerdings noch als Cover  unter anderem die Rollen Phantom, Raoul und André – aber auch seine jetzige Rolle des Ubaldo Piangi. In der Rolle des Monsieur Firmin sieht man aktuell den Schauspieler Anton Rattinger. Guido Gottenbos spielt die Rolle des Monsieur André, die er passend darstellte. Besonders gut harmonierte Gottenbos mit Anton Rattinger (Monsieur Firmin) und unterhielten so die Zuschauer.

Des Weiteren spielten folgende Darsteller an diesem Abend: John Kuether, Norbert Kohler, Marcel Jonker,  John Ellis, Debra Fernandes, Mona Graw, Tanja Petrasek, Rob Pitcher, Antonio Rivera, Martin Rönnebeck, Corinne Schaefer, Christian Theodoridis, Michelle Van De Ven, Linda Veenhuizen, Christopher Carduck, Gabrielle Ceriotti, Amy Docktor, Mami Iwai, Hinako Sakuraoka, Svetlana Schenk, Kelly Turner und Miki Nakamura.Folgende Darsteller gehören außerdem zur Cast von „Phantom der Oper“: Kurosch Abbasi, Daniela Braun, Marco Fahrland-Jadue, Holly Hilton, Oedo Kuipers, Jessie Roggemann, Reinhard Schulze, Kate Wray, Joelle Gates und Justin Peck.

Insgesamt bleibt zu sagen, dass es eine gelungene Inszenierung mit einem tollen Ensemble, welches vor allem auch durch den Tanz und die Intensivität in den Ensemblenummern glänzt. Die Musik ist toll und mit vielen Liedern bestückt, die das bekannte „Ohrwurmpotenzial“ bieten. Jedoch ist das Orchester relativ klein und so fehlt ab und  an die Power um einige Lieder noch kraftvoller wirken zu lassen. Die Maskenballszene im 2. Akt setzte Akzente, vor allem auch durch die opulenten Kostüme. Des Weiteren wurde für ein gutes Bühnenbild gesorgt, jedoch war der Knall des Kronleuchters lauter zu erwarten. Rundum eine gelungene Inszenierung.

„Das Phantom der Oper“ feierte heute Premiere und ist für Musicalliebhaber auf jeden Fall einen Besuch wert.

Tickts unter: http://www.stage-entertainment.de/musicals-shows/das-phantom-der-oper-hamburg.html

„Gefährten“ Berlin

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Theaterpremiere von "GefŠhrten" in Berlin / Englisches ErfolgsstŸck "War Horse" erstmals in deutscher Sprache / Erste Szenenfotos aus dem Theater des Westens© obs/Stage Entertainment Berlin/MORRIS MAC MATZEN
 

Es ist soweit:  das Theaterstück „Gefährten“  feierte gestern Abend Premiere im Theater des Westens Berlin.

„Gefährten“  läuft  bereits seit 2007 in London unter dem Titel „War Horse“  und spielte ebenfalls in Toronto, Melbourne und  New York. Für die Broadway-Produktion erhielt es beispielsweise im Jahr 2011 fünf Auszeichnungen des beliebten amerikanischen Theater- und Musicalpreises Tony Award  in verschiedenen Kategorien.  Ebenfalls im Jahr 2011 produzierte Steven Spielberg  den  Film „Gefährten“ (erschien im Februar 2012 in den deutschen Kinos), bei dem er wie auch das Stück selbst, von dem Buch „War Horse“ inspiriert wurde. Autor des Buches ist der Brite Michael Morpurgo, der vor allem in Groß Britannien als Abenteuerbuchautor für Kinder und Jugendliche bekannt ist und den Roman „War Horse“ bereits  im Jahr 1984 veröffentlichte.

Das Stück  „Gefährten“, welches von Stage Entertainment als „Theaterereignis des Jahrzehnts“ angekündigt wurde, spielt sich in der Zeit vor und während dem ersten Weltkrieg ab. In einem Dorf in England  ersteigert Ted Narracott für einen hohen Preis das Jagdfohlen Joey, welches auf der eigenen Farm von Sohn Albert aufgezogen wird. Nach einigen Schwierigkeiten  entwickelt sich  schnell eine tiefe Freundschaft zwischen dem Pferd und dem jungen Engländer und das Vertrauen zwischen ihnen wächst stetig an. Bei einer Musterung verkauft Albert´s Vater Ted,  trotz seines Versprechens es nicht zu tun, schließlich Joey an die Armee. Albert muss sich schweren Herzens von seinem Pferd trennen, verspricht ihm aber es bald wieder zu sehen. Während Albert aufgrund seines jungen Alters nicht in den Krieg ziehen kann, wird sein Cousin Billy von seinem Vater Arthur in den Krieg geschickt. Aus Sehnsucht zu  Joey macht sich Albert im Dezember 1914 auf die Suche nach seinem Pferd. Währenddessen wird Joey im Krieg eingesetzt, muss schwere Arbeiten verrichten und durch einen erstaunlichen Zufall finden die beiden am Ende wieder  zueinander.

Ein Theaterereignis ist „Gefährten“ in der Tat und durch seine Form und Machart sicherlich einzigartig. Einzigartig emotional, einzigartig ergreifend und vor allem aber einzigartig beeindruckend! Beeindruckend in vielerlei Hinsicht, besonders aber dadurch dass dieses Stück so realistisch umgesetzt wurde. Die Pferde wirken so real, dass nach wenigen Sekunden nicht mehr auffällt, dass sie von Menschen „gespielt“ werden. Sie wirken einfach echt-  wiehern wie richtige Pferde und verhalten sich vor allem auch so. Erschaffen wurden die Pferdepuppen von der Handspring Puppet Company und mit Hochleistung werden sie jeweils von 3 Darstellern gespielt.  Neben den Pferden Joey und Topthorn  stehen natürlich auch die anderen Figuren im Mittelpunkt. Alle Darsteller und Darstellerinnen haben einen überzeugenden Job getan. Nicht nur die Hauptdarsteller wie beispielsweise Philipp Lind, Heinz Hoenig, Silke Geertz, Peter Kaempfe, Matthias Renger, David Allers, Thaddäus Meilinger  oder Philipp Romann haben durch ihr Schauspiel geglänzt, sondern das gesamte Ensemble. Auch die Kinderdarstellerin der Rolle Emilie hat sich auf der großen Bühne sehr gut geschlagen.

Es ist kein typisches Musical, wie es sonst meist von Stage Entertainment betrieben wird, es ist ein Theaterstück mit etwas Gesang unterlegt. Des Weiteren ist es auch sehr düster angelegt. Die Handlung der Kriegsgeschichte trifft  vielleicht nicht den Geschmack aller Zuschauer, aber welches Stück trifft das schon? Einen Besuch ist es auf jeden Fall wert. Es ist anders, es ist neu und es ist gut. Trotzdem bleibt die Frage offen, ob dieses Theaterstück in Berlin seinen Weg finden wird, zu wünschen bleibt es dieser Produktion aber auf jeden Fall.

„Ein Sommernachtstraum“ – Komische Oper Berlin

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 Iko Freese  drama-berlin.de 3
 © Iko Freese / drama-berlin.de
 

Die Komische Oper Berlin lud zur Premiere von „Ein Sommernachtstraum“ und dieses Opernerlebnis ließen sich viele Zuschauer nicht nehmen.  Die Komische Oper ist jedes Mal ein beliebtes Opernhaus und bezaubert von allem durch die tolle Atmosphäre im Saal.

Iko Freese  drama-berlin.de© Iko Freese / drama-berlin.de

Das Stück selbst stammt von keinem geringeren als William Shakespeare und die Oper selbst stammt aus der Feder von Benjamin Britten. Erstmalig wurde die Oper im Jahr 1960 uraufgeführt.  Nachdem es zuerst 5 Akte hatte, wurde es später auf 3 gekürzt.

Handlung:

Im ersten Akt gibt es einen Streit zwischen König Oberon und Königin Titania um einen indischen Jungen, welchen die Königen nicht hergeben möchte. Dies lässt Oberon natürlich nicht auf sich sitzen und beauftragt den Elfen Puck ein Mittel zu besorgen, was dazu veranlasst dass man sich in das nächste Tier, welches man sieht verliebt. Währenddessen sind Hermia und Lysander auf der Flucht in den Wald, denn sie fliehen vor der ungewollten Hochzeit Hermias mit Demetrius. Dieser verfolgt die zwei mit Helena, welche heimlich und unglücklich in ihn verliebt ist. Als der Elf Puck mit dem Zaubermittel zurück kommt, befiehlt Oberon ihm allerdings dass er das Mittel Demetrius gibt und dieser sich so in Helena verlieben soll.Der Elf verabreicht es allerdings Lysander, welcher sich im Anschluss in Helena verliebt.

Im zweiten Akt laufen die Proben für die Hochzeit des Landesfürsten weiter und die Elfen sind in ihrem Element. Zur gleichen Zeit schafft es der Oberon endlich Demetrius das Mittel zu geben und dieser verliebt sich endlich in Helena. Aus Angst, dass das Liebesdreieck zwischen Helena, Lysander und Demetrius weiter ausartet, soll der Elf Puck dieses auflösen.

Wer wissen möchte, wie dieses Stück ausgeht, sollte sich „Ein Sommernachtstraum“ in der Komischen Oper Berlin ansehen. Besonders beeindruckend wirkte auch das Bühnenbild zum Stück.

Auch die Besetzung überzeugte auf ganzer Linie und war erstklassig besetzt. Als Oberon, der König der Elfen, war David DQ LEE zu sehen und als Titania Nicole Chevalier. In weiteren Rollen waren außerdem  Gundars Āboliņš, Alexey Antonov, Christiane Oertel, Tansel Akzeybek, Günter Papendell, Annelie Sophie Müller, Adela Zaharia, Stefan Sevenich, Jens Larsen, Peter Renz, Hans-Martin Nau, Máté Gál und Bernhard Hansky,

In allem bleibt zu sagen, dass dieser Klassiker der Opern überzeugt hat und definitv einen Besuch wert ist.

Tickets unter: http://www.komische-oper-berlin.de

 

Iko Freese  drama-berlin.de 4© Iko Freese / drama-berlin.de